Aufrufe
vor 2 Jahren

CliniCum 03/2017

  • Text
  • Patienten
  • Wien
  • Clinicum
  • Blutungen
  • Immunglobulin
  • Therapie
  • Behandlung
  • Medizin
  • Menschen
  • Normales
  • Medonline.at

entuximab vedotin

entuximab vedotin brentuximab vedotin brentuximab vedotin brentuximab vedotin brentuximab vedotin Fachkurzinformation siehe Seite 38

kurzmeldungen | medizin Vestibularis-Schwannom Trauma. Fragen nach den Ursachen und Risikofaktoren möglicher Komplikationen bei Schwerstverletzungen standen im Mittelpunkt eines internationalen Symposiums zur Traumaforschung an der Universität Ulm. Entscheidend sind dabei systemische Entzündungsreaktionen, die durch die Wechselwirkungen zwischen verletztem Gewebe, Immunsystem, Kreislauf und Psyche bestimmt werden. Fotos: Arnoldner/MUW (2), Universitätsklinikum Heidelberg, U.S. Army Medical Command, Ugreen/iStock, Perboge/iStock Erstmals Hörnervtumor entfernt und Hörfunktion wiederhergestellt Das Vestibularis-Schwannom ist ein gutartiger Tumor aus Bindegewebe und Nervengewebe. Ein bis zwei Menschen pro 100.000 entwickeln diesen Tumor, der zumeist auf den Gleichgewichtsnerv drückt und zugleich den Hörnerv beschädigt. Bisher war es nicht möglich, den Tumor zu entfernen und gleichzeitig die Funktion des Hörens beim Betroffenen wiederherzustellen. Genau das ist nun Assoc. Prof. Dr. Christoph Arnoldner (Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten der MedUni Wien/AKH Wien) und Univ.-Prof. Dr. Christian Matula (Universitätsklinik für Neurochirurgie der MedUni Wien/AKH Wien) erstmals in Österreich gelungen. „Wir haben in einer etwa neunstündigen Operation den gutartigen Tumor am Gleichgewichtsnerv entfernt, der bei der Patientin zu einer Ertaubung Erbgut-Screening geführt hat“, erklärt Arnoldner. „Und durch einen speziellen Zugang und Funktionsmessung am Hörnerv während der Operation konnten wir beim selben Eingriff ein Cochlea-Implantat einsetzen. Dadurch ist die Patientin nicht nur vom Tumor geheilt, sie wird auch das Hören zurückerlangen.“ Möglich gemacht haben das neue mikrochirurgische und technische Entwicklungen, die unter anderem einen schonenderen Eingriff möglich machen. Einer der wichtigsten Faktoren ist dabei die Möglichkeit, die Funktion des Hörnervs und dessen Reizübertragung an den Hirnstamm zu messen und während der OP darzustellen. Die MedUni Wien hat sich bei HNO-Implantaten international eine herausragende Stellung erarbeitet. „Wir spielen hier nicht nur in der Champions League, wir sind weltweit führend“, bekräftigt Matula. Genetische Ursachen von Anämien Das Wissen um die genetischen Ursachen einer angeborenen Anämie (z.B. Sichelzellkrankheit oder Thalassämie) bei Kindern hat maßgeblichen Einfluss auf die Therapie. Die genetischen Ursachen sind allerdings vielfältig, teils noch unbekannt und daher schwer zu diagnostizieren. Ein Forscherteam des Universitätsklinikums Heidelberg um Prof. Dr. Martina Muckenthaler und Prof. Dr. Andreas Kulozik hat hochspezifische diagnostische Verfahren sowie das erbgutweite Screening nach noch unbekannten genetischen Ursachen entwickelt. So wurde etwa bei einer kleinen Patientin eine noch nicht beschriebene Veränderung an einer bestimmten Stelle des Erbguts (DMT1-Gen) entdeckt, die den Eisentransport behindert. Ohne diese exakte Diagnose wäre das Kind falsch behandelt worden. Ebenso bei einem anderen Kind, bei dem der Abbau des roten Blutfarbstoffs durch das Enzym Hämoxygenase 1 gestört ist: Eisenzufuhr und Transfusionen wären für den Patienten Gift. Thrombektomie. Die Grauzonen der mechanischen Thrombektomie-Indikation waren Thema auf der ANIM 2017 in Wien. Für bestimmte distale Mediaverschlüsse, sogenannte M2-Verschlüsse, sowie für die Basilararterienverschlüsse liegt noch keine ausreichende Evidenz vor. Völlig unklar ist das Vorgehen bei Verschlüssen der Arteria cerebri anterior und Arteria cerebri. Kinderkardiologie. Die Katheterablation bei Herzrhythmusstörungen wird seit 25 Jahren auch im Kindesalter durchgeführt. Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) wurde über die ersten Ergebnisse aus dem europäischen pädiatrischen Katheterablationsregister berichtet. Demnach lag die Erfolgsquote bei 95 Prozent. 3/17 CC clinicum 13

ärztemagazin

Medical Tribune