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CliniCum 03/2017

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editorial Liebe Leserin, lieber Leser, wie ist das gesundheitspolitische Erbe Sabine Oberhausers einzuordnen? Trotz ihres unermüdlichen Engagements und ihrer unbestrittenen medizinischen wie politischen Kompetenz fällt das Resümee ihrer Amtszeit zwiespältig aus. Die Gründe dafür sind systemimmanent, der Mensch Sabine Oberhauser trägt ebenso wenig „Schuld“ daran wie die Politikerin. Sie war konsequent in ihren Werten, dabei aber immer offen für Ideen, auch wenn sie nicht aus dem eigenen politischen Dunstkreis stammten. Sie hatte bis zuletzt eine konstruktive Gesprächsbasis mit allen Playern im System, allen Scharmützeln zum Trotz auch mit der Ärztevertretung. Dennoch hatte Oberhauser bezüglich ihres wichtigsten politischen Zieles, die medizinische Versorgung an die geänderten Patientenbedürfnisse anzupassen, wenig Erfolg. Das ist einerseits der Konstruktion des Amtes geschuldet, das thematisch so breit und machtpolitisch so eng ist, dass die Ministerin über die Rolle einer Koordinatorin kaum je hinauskam. So war Oberhauser dem „Goodwill“ ihrer politischen Mitstreiter hüben wie drüben auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Auf deren verbalen Rückhalt war stets Verlass, auf ihren faktischen nur selten. Da waren im Zweifelsfall die eigenen Pfründe doch wichtiger als das große Ganze. Andererseits ist es auch einem Gesundheitssystem geschuldet, das auf typisch österreichische Art versucht, sich irgendwie zwischen steuerund versicherungsfinanziertem, zentral gesteuertem und regional verwaltetem System durchzulavieren und sich dabei im Niemandsland der Verantwortlichkeiten verliert. All das konnte Oberhausers Kampfgeist nichts anhaben. Sie hatte die Schwachstellen des Systems erkannt und auch richtungsweisende Ideen, wie diesen beizukommen wäre. Für die Umsetzung blieb ihr nicht genug Zeit. Wobei die Frage offen bleibt, ob es überhaupt genug (politische) Zeit geben kann, die eine Gesundheitsministerin zur Verfügung haben muss, um am Ende nicht zu scheitern. Ihr Volkmar Weilguni v.weilguni@medizin-medien.at 8 Asklepios-Interview CliniCum Aktuell 8 Im Gespräch: Gegenseitige Anfeindungen sind falsch Asklepios-Obmann Gernot Rainer und Wahlkämpferin Anna Kreil über die Berechtigung einer eigenen Gewerkschaft für Spitalsärzte und ihre Erwartungen zu den Wiener Kammerwahlen 10 Die Zukunft der Pflege Mehr Koordination, Kooperation, Kommunikation Medizin 22 Immunglobuline 14 Immunthrombozytopenie Diagnose und individualisiertes Patientenmanagement als große Herausforderung 20 Gerinnungsstörungen Hämophilie A und B 22 Klinische Immunologie Zelluläre und humorale Immunologie 25 Eisenstoffwechsel Eisenmangel ernst nehmen 28 Wiener Intensivmedizinische Tage Nosokomiale Infektionen 30 PIKÖ Eine neue Plattform will die Ausbildung im Bereich Kinder- und Jugendgynäkologie verbessern 31 Medizingeschichte Der Nürnberger Kodex setzte neue ethische Maßstäbe für die klinische Forschung Fotos: MoWei, Barbara Krobath, Ugreen/iStock, Claudiad/iStock, G. Wozniak-Knopp, og-vision/iStock, ChrisGorgio/iStock CC 3/17

inhalt 42 Soft Skills 31 Nürnberger Kodex 35 T-Zellen 3/17 Technik/Forschung 34 Forschung & Karriere „Nobelpreis für Ingenieurswissenschafter“ an Österreichische Forscher 35 T-Zellen als Spürhunde Ein Christian-Doppler-Labor auf der Suche nach neuen Immuntherapeutika 36 Klinische Forschung Über die Kommunikation zwischen Prüfarzt und Patient Betrieb 40 Primariat der Saison Anästhesie, Notfall und Allgemeine Intensivmedizin am LKH Wiener Neustadt 42 Soft Skills in der Medizin Emotionsmanagement & Selbstregulation Entgeltliche Beiträge 32 Prothrombinkomplex FEIBA Rubriken 7, 13 33, 39 Kurzmeldungen 37 Literatur 44 Termine, Recht in der Praxis 45 Cartoon Impressum Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: Medizin Medien Austria GmbH DVR-Nr.: 4007613 Verlagsanschrift: Forum Schönbrunn, Grünbergstraße 15, 1120 Wien, Tel.: 01/54 600-0, Fax: DW 50 611 Geschäftsführer: Thomas Zembacher Prokuristin: Pia Holzer Unternehmensgegenstand der Medizin Medien GmbH: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstiger periodischer Druckschriften. Die Produktion und der Vertrieb von Videofilmen. Die Durchführung von Werbungen aller Art, insbesondere Inseratenwerbung (Anzeigenannahme), Plakatwerbung, Ton- und Bildwerbung, Reportagen, Ausarbeitung von Werbeplänen und alle sonstigen zur Förderung der Kundenwerbung dienenden Leistungen Alleinige Gesellschafterin der Medizin Medien Austria GmbH ist Süddeutscher Verlag Hüthig Fachinformationen GmbH (SVHFI). Gesellschafter SVHFI sind die Süddeutscher Verlag GmbH mit 99,718%, Herr Holger Hüthig mit 0,102%, Frau Ruth Hüthig mit 0,09%, Herr Sebastian Hüthig mit 0,045% und Frau Beatrice Hüthig mit 0,045%. Grundsätze und Ziele: Interdisziplinäres Magazin für Fortbildung und Gesundheitspolitik für alle Führungskräfte im Krankenhaus und alle Fachärzte im niedergelassenen Bereich Chefredaktion: Mag. Volkmar Weilguni, Tel.: 0676/88 460 616, E-Mail: v.weilguni@medizin-medien.at Leitung Medizin Medien/Redaktion: Mag. (FH) Manuela Klauser, DW 650, m.klauser@medizin-medien.at Art Direction: Karl J. Kuba Layout & DTP: Johannes Spandl Leitung Medizin Medien/Verkauf: Reinhard Rosenberger, E-Mail: sales@medizin-medien.at Anzeigensekretariat: Sylvia Saurer DW 695 Lektorat: Heinz Javorsky Herstellung: Druckerei Ferdinand Berger & Söhne GmbH, Wiener Straße 80, 3580 Horn Auflage: 18.000. Cover: dragance137/ iStock/Thinkstock Die mit • gekennzeichneten Beiträge enthalten Informationen, für deren Abdruck von den dort genannten Firmen Druckkostenbeiträge geleistet werden. Es handelt sich somit um entgeltliche Beiträge im Sinne §26 Mediengesetz. Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und Verbreitung sowie der Übersetzung, vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Photokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt, verwertet oder verbreitet werden. Ausschließlich zum Zweck der besseren Lesbarkeit wird auf die unterschiedliche geschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet. Die gewählte männliche Form ist in diesem Sinne geschlechtsneutral zu verstehen. 3/17 CC clinicum 5

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