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CliniCum 10/2017

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Zur

Zur Schlaganfallprophylaxe bei Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern 2 Signifikante Reduktion von Schlaganfällen/ systemischen embolien vs. einem VKA* 1 Signifikante Reduktion von schweren Blutungen vs. einem VKA* 1† NUR ELIQUIS ® vERbINdEt bEIdES Nur ELIQUIS ® bietet eine signifikante Reduktion von Schlaganfällen/systemischen Embolien und schweren Blutungen vs. Warfarin. 1† ELIQUIS ® (Apixaban): Ein oraler direkter Faktor-Xa-Inhibitor, der zur Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) und einem oder mehreren Risikofaktoren wie Schlaganfall oder TIA (transitorischer ischämischer Attacke) in der Anamnese, Alter ≥ 75 Jahren, Hypertonie, Diabetes mellitus, symptomatische Herzinsuffizienz (NYHA Klasse ≥ II) angezeigt ist. 2 * Warfarin † Primärer Wirksamkeitsendpunkt in ARISTOTLE war Schlaganfall oder systemische Embolie; Das Auftreten einer schweren Blutung war der primäre Sicherheitsendpunkt, und die Gesamtmortalität war ein wichtiger sekundärer Endpunkt der Studie. Diese Endpunkte wurden entsprechend einer vorab festgelegten hierarchischen Test-Strategie getestet, um den Typ-I-Fehler in der Studie möglichst niedrig zu halten. Auch die Gesamtmortalität war in der Apixaban-Gruppe signifikant geringer als in der Warfarin-Gruppe (3,52%/Jahr vs. 3,94%/Jahr; HR 0,89; p=0,047). Literaturangaben: 1. Granger CB et al. N Engl J Med 2011; 365: 981–992. 2. ELIQUIS ® (Apixaban) Fachinformation in der aktuellen Version. Fachkurzinformation siehe S. 36 432AT16PR06807-02 (05/2016); PP-ELI-AUT-0063/10.2016

MEDIZIN AKTUELL l CliniCum 10/2017 l 11 OP-METHODE Leberlappen zur Verstärkung Fotos: Wikimedia Commons/Nissim Benvenisty, Alek Kawka, surgebright SIGNALPROTEINE Die Sprache der Stammzellen Stammzellen kontrollieren die Zellen in ihrer Umgebung und veranlassen sie, bestimmte Funktionen zu übernehmen. Dieses erstmals entdeckte Phänomen der „Sprache der Stammzellen“ beschreiben Wissenschaftler des Teams von Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger vom Institut für Medizinische Genetik an der MedUni Wien in einer soeben in „Nature Communications“ erschienenen Veröffentlichung. Sie konnten zeigen, dass humane pluripotente Stammzellen mit anderen Zellen kommunizieren, indem sie Signalproteine aussenden. Diese Signale aktivieren Zellen aus dem naheliegenden Gewebe, ihren Ort zu verlassen, durch den Körper zu wandern, um schließlich an anderen Stellen bestimmte Funktionen auszuüben. „Es ist faszinierend zu beobachten, wie groß die durch die Stammzellen ausgelösten Veränderungen auf die Zellen des Organismus sind“, meint MTA Margit Rosner, die Erstautorin der Publikation. In dutzenden internationalen klinischen Studien wird gerade versucht, über den Einsatz solcher Stammzellen neue Therapien für etwa Herzinfarkt, Krebs, neurodegenerative Erkrankungen, Diabetes oder seltene genetische Erkrankungen zu entwickeln. Das Grundprinzip dabei ist, aus diesen Stammzellen im Labor ganz gezielt bestimmte menschliche Zellen herzustellen (z.B. Herzmuskelzellen, Nervenzellen, Insel zellen), um diese dann dem Patienten zu transplantieren, mit der Hoffnung, geschädigte Gewebe bzw. Organe dadurch zu regenerieren und ihre Funktion wiederherzustellen. Ein altbekanntes und bisher ungelöstes Problem dabei ist allerdings, dass pluripotente Stammzellen auch zu Tumoren bei den Empfängern führen können. Die Forscher der MedUni Wien konnten jetzt erstmals zeigen, dass Stammzellen über ihre eigene „Sprache“ normale Zellen aus dem umliegenden Gewebe des Körpers anlocken müssen, um überhaupt solche Tumoren bilden zu können. Die als Nebeneffekte der Stammzelltherapie so gefürchteten Tumoren sind also immer eine Symbiose zwischen den Stammzellen selbst und rekrutierten Zellen aus dem umliegenden normalen Gewebe. Den Studienautoren ist es außerdem gelungen, den zugrunde liegenden molekularen Mechanismus zu entschlüsseln. (doi: 10.1038/s41467-017-00661-x) GRUNDLAGENFORSCHUNG Zentralschalter Der sogenannte LAMTOR-Komplex steuert eine Vielzahl essenzieller Vorgänge in der Zelle und lässt sich als Schaltweiche für in der Entstehung von Krebs und Stoffwechselkrankheiten relevante Signalwege verstehen. Ein Team des Innsbrucker Biozentrums um Univ.-Prof. Dr. Lukas A. Huber (Zell biologie) und Univ.-Prof. Dr. Klaus Scheffzek (Strukturbiologie) hat nun für die detaillierte atomare Aufklärung der Kristallstrukturen des LAMTOR- Komplexes gesorgt. Auf dieser Grundlage ist es den Forschern auch gelungen, den Komplex mittels der CRIS- PR/CAS9-Gen-Schere zu verändern. (doi: 10.1126/science.aao1583) Am St. Josef Krankenhaus Wien wird eine neue OP-Methode für Zwerchfellbrüche angewendet. Die operative Behandlung einer Hiatushernie ist gut etabliert und wird in der Regel minimalinvasiv durchgeführt, allerdings liegt die Redizivrate nach fünf Jahren bei 15 bis 20 Prozent. Eine Möglichkeit, diese Rate zu verringern, ist der Einsatz von Kunststoffnetzen. Das chirurgische Team im St. Josef Krankenhaus setzt stattdessen auf rein biologisches Gewebe: den linken Leberlappen. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe zu Speiseröhre und Magen, kann hinter die beiden Organe gelegt und zur Verstärkung der Bruchnaht verwendet werden, ohne dass die Leber selbst dadurch beeinträchtigt wird. Die Methode wird vor allem bei Patienten mit sehr großen oder wiederholten Brüchen gewählt, bei denen eine möglichst widerstandsfähige Rekonstruktion des Zwerchfells erreicht werden soll. ORTHOPÄDIE Knochenschraube Eine aus dem besonders kompakten und harten Mittelteil des menschlichen Oberschenkelknochens (Femur) hergestellte Schraube als Alternative zu Metallschrauben in der Orthopädie und Unfallchirurgie: diese vom Orthopäden Dr. Klaus Pastl und dem Ins titut für Biomechanik der TU Graz gemeinsam entwickelte Technologie ist bereits in 14 österreichischen Krankenhäusern im Einsatz. Der Hersteller, ein im Vorjahr gegründetes Startup-Unternehmen, arbeitet nach wie vor eng mit dem Institut für Biomechanik zusammen. Gemeinsam entwickeln sie im von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG geförderten Projekt „Bonescrews“ neue Prototypen der Knochenschraube für die Fuß- und Kieferchirurgie, die vollständig in den Knochen einheilen, wodurch eine zweite Operation zwecks Metallentfernung vermieden wird.

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