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CliniCum 10/2017

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42 l CliniCum 10/2017TERMINE RECHT IN DER PRAXIS 25.–28. Oktober ECTRIMS – 33rd Annual Meeting of the European Committee for Treatment & Research in Multiple Sclerosis Ort: Paris http://ectrimscongress-2017. org/ 3.–8. November American College of Rheumatology Annual Meeting Ort: San Diego http://2017acr-arhp.org/ 8.–10. November Onkologie in Klinik und Praxis – Fortbildungskurs Ort: Wien www.wienkav.at 9.–10. November 19. Tagung der Österr. Gesellschaft für Neuropsychopharmakologie und Biologische Psychiatrie Ort: Wien http://oegpb.at/tagung/ 10.–11. November Fortbildungstagung der Österreichischen Gesellschaft für Urologie und Andrologie Ort: Linz www.uro.at/veranstaltungen/ jahreshauptversammlung-deroegu.html Eintrittskarten zum Wiener Ärzteball 2018 gewinnen! Am 27. Jänner 2018 findet in den Prunkräumen der Wiener Hofburg der 68. Wiener Ärzteball statt. Das CliniCum verlost 3x 2 Eintrittskarten unter allen Leserinnen und Lesern, •die sich bis 20. November 2017 •unter dem Kennwort „Ärzteball 2018“ •per E-Mail an die Redaktion wenden: v.weilguni@medizin-medien.at 13. November bis 14. Dezember Akademie Patientensicherheit Ort: Wien www.plattformpatientensicher heit.at 16.–18. November 45. ÖDG-Jahrestagung – Österreichische Diabetes Gesellschaft Ort: Salzburg http://www.oedg.at/ oedg_jt.html 23.–25. November STAFAM – 48. Kongress für Allgemeinmedizin Ort: Graz http://stafam.at/48-kongressfuer-allgemeinmedizin/ 23.–25. November Jahrestagung der Österr. Gesellschaft für Rheumatologie & Rehabilitation Ort: Wien http://rheumatologie.at/news/ OEGR_Jahrestagung_2017/ 30. November bis 2. Dezember Jahrestagung der Österr. Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie Ort: Salzburg http://oegdv.at/web2/ index.php/veranstaltungen/ jahrestagung-2017 Befunderhebungsfehler: CT-Untersuchung Univ.-Prof. Dr. Helmut Ofner Juristische Fakultät der Universität Wien Der OGH musste sich in der Vergangenheit schon mehrfach mit den haftungsrechtlichen Konsequenzen einer mangelhaften oder unterlassenen Befunderhebung befassen. Dabei sprach der OGH aus, dass ein Arzt fehlerhaft handelt, wenn er es unterlässt, eine nach dem Stand der Medizin erforderliche Diagnostik durchzuführen. In einer aktuellen Entscheidung musste sich der OGH in diesem Zusammenhang auch mit der Frage der Beweislast in Arzthaftungsverfahren beschäftigen. Dabei wird unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Beweisoptionen zwischen Diagnosefehler und Befunderhebungsfehler differenziert. Im konkreten Fall war bei einer Patientin mit heftigen Kopf- und Nackenschmerzen begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen keine CT-Untersuchung durchgeführt worden. Nach dem Versterben der Patientin klagten deren Erben und brachten vor, dass eine weiterführende Diagnostik erforderlich gewesen wäre. Das Höchstgericht hielt zunächst allgemein fest, dass der Arzt verpflichtet ist, die erforderliche Diagnostik, Aufklärung und Beratung nach den Regeln der ärztlichen Kunst vorzunehmen. Dafür sei der aktuelle Stand der Erkenntnisse der medizinischen Wissenschaft maßgeblich. Für das Vorliegen eines Behandlungsfehlers und seine Kausalität in Bezug auf den eingetretenen Schaden sei der Patient beweispflichtig, wobei ein hoher Grad der Wahrscheinlichkeit genügt. Nur wenn der Beweis eines Behandlungsfehlers erbracht wurde, seien wegen der besonderen Schwierigkeiten eines exakten Beweises geringere Anforderungen an den Nachweis der Kausalität des Behandlungsfehlers für den eingetretenen Schaden zu stellen. Zum konkreten Fall hielt der OGH fest, dass heftiger, bisher nicht bekannter Kopfschmerz und/oder ein verzögert einsetzender Nackenschmerz begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Bewusstseinsstörungen das Leitsymptom einer Subarachnoidalblutung sei und eine diagnostische Abklärung erfordert hätte. Auch der Umstand, dass bei der Patientin eine Migräne vor dem 40. Lebensjahr nicht aufgetreten war, sei eine Indikation zu einer weiteren Diagnostik. Damit stehe fest, dass die klinische Untersuchung ohne zusätzliche bildgebende Diagnostik mit Computertomographie sowie allenfalls auch eine Lumbalpunktion nicht lege artis war. Fotos: Barbara Krobath, yulia_lavrova/GettyImages IMPRESSUM Offenlegung nach § 25 Mediengesetz: Medizin Medien Austria GmbH DVR-Nr.: 4007613 Verlagsanschrift: Forum Schönbrunn, Grünbergstraße 15, 1120 Wien, Tel.: 01/54 600-0, Fax: DW 50 616 Geschäftsführer: Thomas Zembacher Prokuristin: Pia Holzer Unternehmensgegenstand der Medizin Medien GmbH: Herausgabe, Verlag, Druck und Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften sowie sonstiger periodischer Druckschriften. Die Produktion und der Vertrieb von Videofilmen. Die Durchführung von Werbungen aller Art, insbesondere Inseratenwerbung (Anzeigenannahme), Plakatwerbung, Ton- und Bildwerbung, Reportagen, Ausarbeitung von Werbeplänen und alle sonstigen zur Förderung der Kundenwerbung dienenden Leistungen Alleinige Gesellschafterin der Medizin Medien Austria GmbH ist Süddeutscher Verlag Hüthig Fachinformationen GmbH (SVHFI). 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MAHLER l CliniCum 10/2017 l 43

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