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CliniCum derma 03/2018

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aus. Unabhängig von der

aus. Unabhängig von der gewählten Therapie (Strahlentherapie, Enukleation) ist die Metastasierungsrate uvealer Melanome hoch, und die Letalität liegt bei ungefähr 50 Prozent nach 15 Jahren, schilderte der Experte. Wesentliche Therapieziele sind daher neben dem Überleben vor allem auch die Zerstörung des Tumors, die Erhaltung des Auges und des Sehvermögens. Müllegger: „Eine negative Zeckenanamnese schließt eine Borreliose nicht aus!“ ■■Kleines Zecken-1x1 Zecken sind blutsaugende Ektoparasiten und wichtige Vektoren für Krankheitserreger. In etwa 1.000 Spezies sind bekannt. Studien ergaben zudem das Bild lokaler Clusterungen. Auch mehrere Krankheitserreger können gleichzeitig übertragen werden. Eine wichtige Nachricht für die Praxis: „Eine negative Zeckenanamnese schließt eine Borreliose nicht aus! Eine negative Zeckenanamnese findet man bei bis zu zwei Drittel der ‚Zeckenpatienten‘“, betonte Prim. Univ.-Prof. Robert Müllegger, Abteilung für Dermatologie und Venerologie, Landesklinikum Wiener Neustadt. Zecken durchlaufen einen Entwicklungszyklus, und Nymphen sind sehr klein und fast durchsichtig. Sie sind somit kaum erkennbar und werden von den Betroffenen nicht bemerkt. Zecken verankern sich nach Anhaftung mit einer zementartigen Substanz in der Haut und können tagelang Blut saugen. Beträgt die „Anhaftungszeit“ weniger als 24 Stunden, dann ist das Risiko einer Borrelieninfektion minimal. FSME-Viren werden hingegen wesentlich schneller übertragen, da sich die Viren bereits im Speichel der Zecke befinden und nicht wie die Borrelien im Darm. Deshalb sollten die Zecke/der Zeckenrest schnellstmöglich entfernt werden. „Es ist unsinnig, die Zecke herauszudrehen, wie manchmal empfohlen. Abrasieren ist am pragmatischsten. Quetschen sollte man deshalb nicht, da hierdurch nochmals viele Krankheitserreger ausgestoßen werden“, führte der Experte aus. Ein weiterer Hinweis: Bei Kindern sind aufgrund der geringeren Körpergröße die Stiche vor allem am Kopf und im Gesichtsbereich lokalisiert. Und ein bereits bestehendes Erythem sollte am besten mit einem wasserfesten Stift markiert und nach fünf Tagen kontrolliert werden. Müllegger gibt auch zu bedenken, dass ein Erythema migrans im längsten Fall ein halbes Jahr nach Stich auftreten kann. „Und ein positiver ELISA-Test alleine ist überhaupt nicht aussagekräftig. Ein ELISA-Test ist relativ unspezifisch und muss erst noch durch einen Immunoblot bestätigt werden.“ Jedoch kann die Serologie alleine niemals sicher zwischen einer aktiven, therapiebedürftigen Borrelieninfektion und einer Infektion in der Vergangenheit unterscheiden. Ebenso ist eine Serologie im Verlauf der Erkrankung nicht sinnvoll, die Laborparameter können sowohl steigen als auch fallen. Daher: „Wiederholen Sie nach Therapie der Lyme-Borreliose die Serologie auf keinen Fall“, betonte der Experte. Ebenso gilt, dass ein positiver IgM-Antikörper-Titer ohne IgG mit großer Wahrscheinlichkeit jede Form eines Spätstadiums einer Borreliose ausschließt. Für die Diagnose eines Spätstadiums der Erkrankung (beispielsweise Arthritis, Karditis, neurologische Symptome) muss ein positives IgG nachweisbar sein. Bei einem typischen Erythema migrans ist ein sofortiger Behandlungsbeginn notwendig, auch ohne vorhandene Serologie. Nur bei einem atypischen Erythem (beispielsweise mit inkomplettem Ring, Bläschenbildungen und dergleichen mehr) ist eine Serologie notwendig. Wird ein positiver ELISA durch Immunoblot bestätigt, erfolgt der Start einer antibiotischen Therapie. Bei initial negativem ELISA empfiehlt es sich, diesen nach zwei bis vier Wochen zu wiederholen (Serokonversion). Ist der ELISA wiederholt negativ und kein eindeutiges Erythema migrans vorhandeln, dann erfolgt keine Behandlung. Dermatologen sollten aber differenzialdiagnostisch auch an ein interstitielles Granuloma anulare denken – im Einzelfall kann eine Histopathologie, Kultur und PCR angezeigt sein. Zur Behandlung von Dermatoborreliosen sind Doxycyclin und Amoxicillin in allen weltweiten Leitlinien die Antibiotika der Wahl. Doxycyclin ist insofern zu bevorzugen, als es zahlreiche andere zeckenassoziierte Erkrankungen auch erfassen würde, so Müllegger. Wenn trotz Therapie die Hautveränderungen persistieren bzw. sich verstärken, dann ist es zwingend notwendig, die Diagnose zu überdenken. Die Frühstadien der Erkrankung werden über einen Zeitraum von zehn bis maximal 21 Tage behandelt. Im Unterschied dazu ist die Acrodermatitis chronica atrophicans auf jeden Fall über einen Zeitraum von vier Wochen zu behandeln. Auch jede schwangere Frau mit einem Erythema migrans ist zwingend antibiotisch zu behandeln. Amoxyicillin ohne Clavulansäure ist bei Schwangeren das Mittel der Wahl, alternativ Azithromycin und Cefuroxim. ❙ 1 Marchetti MA et al., Results of the 2016 International Skin Imaging Collaboration International Symposium on Biomedical Imaging challenge: Comparison of the accuracy of computer algorithms to dermatologists for the diagnosis of melanoma from dermoscopic images. J Am Acad Dermatol 2018;78(2):270–77 e1 2 S3-Leitlinie zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms, Version 3.0, April 2018, https://www.awmf.org/uploads/ tx_szleitlinien/032-024OL_l_S3_Melanom-Diagnostik-Therapie- Nachsorge_2018-07_01.pdf 3 Singh AD et al., Uveal melanoma: epidemiologic aspects. Ophthalmol Clin North Am 2005;18(1):75–84, viii Jahrestagung der Österreichischen Akademie für Dermatologische Fortbildung (OEADF), Wien, 31.5.–1.6.18 Foto: nechaev-kon/GettyImages 24 derma CC 3/18

Mit HUMIRA ® mehr erreichen 2 Ziel der Psoriasis-Therapie ist daher mehr als Erscheinungsfreiheit Bis zu ~70% der Psoriatiker haben ≥ 1 Komorbidität 1,* Fachkurzinformation siehe Seite 36 REFERENZEN * Erfasst wurden mittelschwer bis schwere Psoriatiker 1 Kimball AB, et al. Am J Clin Dermatol 2011; 12 (1): 51-62 2 Fachinformation HUMIRA, Stand: Sept. 2017 Bild: istock.com © AlexSava ATHUD180188_08032018

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