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CliniCum derma 03/2018

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RE1 ab 1. Juni

RE1 ab 1. Juni 2018 Brodalumab • Erster Blocker der Untereinheit A des IL-17-Rezeptors 1 • Schneller Wirkeintritt 2, * • Effektive Wirkung • Erfolgreiches Langzeitmanagement 3, *** 1, ** Selbstsicherheit beginnt mit abgeheilter Haut Kyntheum ® (Brodalumab) ist angezeigt für die Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis bei Erwachsenen, für die eine systemische Therapie in Frage kommt. 1 MAT-16454, April 2018 * Nach 2,1 Wochen erreichen unter Brodalumab 25% der Patienten einen PASI 75 gegenüber 2,4 Wochen unter Ixekizumab, 3,0 Wochen für Secukinumab und und 4,8 Wochen für Ustekinumab ** Signifikant höhere PASI-Ansprechraten als unter Ustekinumab *** Signifikant bessere Ansprechraten unter Brodalumab als unter Ustekinumab auch nach 52 Wochen 1. Fachinformation Kyntheum ® , Stand: September 2017. | 2. Blauvelt A, et al. Rapid onset of action in patients with moderate-to-severe psoriasis treated with brodalumab: A pooled analysis of data from two phase 3 randomized clinical trials (AMAGINE-2 and AMAGINE-3). J Am Acad Dermatol 2017; in press. | 3. Lebwohl M, et al. N Engl J Med 2015;373:1318 – 28. Fachkurzinformation siehe Seite 36

derma | news Forschung Hereditäres Angioödem Berliner Wissenschafter haben erfolgreich einen Wirkstoff gegen diese seltene, vererbte Krankheit getestet. Das Medikament in Tablettenform wird zur täglichen Vorsorge eingenommen, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern. Die 75 HAE-Patienten der internationalen Studie wurden mit unterschiedlichen Dosierungen des Kallikrein-Inhibitors oder einem Placebo behandelt. Die Studie zeigte, dass die tägliche Einnahme des Wirkstoffs vor dem Auftreten der Beschwerden schützt. (NEJM 2018) Fotos: Daniel Zingg, Netherlands Cancer Institute, Österr. Krebshilfe/APA-Fotoservice/Hautzinger Pigmentzellen (blau/grün) mit Zilie (hellgrün mit roter Basis). Verlust von Zilien führt zu Hautkrebs Forschende der Universität Zürich (UZH) konnten zeigen, dass die Zilien eine zentrale Rolle bei der Entstehung von schwarzem Hautkrebs spielen. Wird ihre Bildung in gutartigen Pigmentzellen unterdrückt, entarten die Zellen und entwickeln ein aggressives Melanom. Neben genetischen Ursachen wie Mutationen im Erbgut sind daher auch epigenetische Faktoren für die Entstehung und Ausbreitung eines Melanoms verantwortlich. Die Forscher konzentrierten sich dabei auf das Eiweiß EZH2, das – im Gegensatz zu gutartigen Zellen – sehr häufig in Melanomzellen zu finden und wesentlich an der Melanombildung beteiligt ist. Um herauszufinden, wie der epigenetische Faktor zur Aggressivität des Melanoms beiträgt, wurden alle Gene untersuchten, die durch EZH2 gesteuert werden. „Wir waren sehr überrascht, dass wir viele Gene gefunden haben, die für die Bildung von Zilien mitverantwortlich sind“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Lukas Sommer. Offenbar werden die Ziliengene Österreichische Krebshilfe von EZH2 unterdrückt, so dass Melanomzellen viel weniger dieser Sinneshärchen besitzen als gutartige Pigmentzellen der Haut. Mithilfe von menschlichen Melanomzellen und Mausmodellen gelang den Forschenden der Nachweis, dass der Zilienverlust in den Pigmentzellen krebsauslösende Signalwege aktiviert, was schließlich zur Entstehung aggressiver, metastasierender Melanome führt. Dass die Zellen ihre Zilien verlieren, ist ein Kennzeichen für viele Krebsarten. „Die epigenetische Steuerung der Zilienbildung, die wir nun beim Melanom entdeckt haben, dürfte auch für die Entstehung von anderen Krebsarten wie Brust- und Hirntumore relevant sein“, erläutert Sommer. Medikamente, die EZH2 blockieren, dürften eine vielversprechende Strategie zur Behandlung von Melanomen sein, möglicherweise in Kombination mit Immunotherapien, so Sommer. (idw, Zingg D et al., Cancer Cell 2018, DOI:10.1016/j.ccell.2018.06.001) Sonnenschutz am Arbeitsplatz Die Österreichische Krebshilfe, die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie und die AUVA informierten im Rahmen eines Aktionstages über den richtigen Sonnenschutz. Denn das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, ist vor allem für Personal am Bau und in verwandten Berufen besonders hoch. „Wann immer es die Möglichkeit der Vermeidung von extremer UV-Bestrahlung gibt, sollte diese genutzt werden,“ betont AUVA-Experte Dr. Emmerich Kitz. „Darunter fallen Arbeiten in Innenräumen, das Verlegen von Arbeiten aus der Tagesmitte heraus in die Morgen- und Abendstunden und das Ausnutzen jeder Form von Schatten.“ In Fällen, wo dies nicht möglich ist, sind textiler Sonnenschutz und Sonnenschutzbrillen unbedingt notwendig. Alle nicht bedeckten Körperstellen sollen mit hohem Sonnenschutzfaktor regelmäßig eingecremt werden. Rund 250.000 bis 300.000 Menschen in Österreich sind derzeit aufgrund ihres Berufes einem erhöhten UV- Risiko ausgesetzt. Davon erkranken jährlich rund 400 Personen an einem Plattenepithelkarzinom oder multipler aktinischer Keratose. Knapp fünf Prozent aller krebserkrankten Menschen in Österreich leiden an Melanomen der Haut, Tendenz steigend. Akne Inversa Mit einem neuen Bewertungssystem können Ärzte künftig zwischen einfachen, mittelschweren und schweren Formen der Akne Inversa unterscheiden. Bisherige Bewertungssysteme für Hidradenitis Suppurativa hatten individuelle Patientendaten, wie etwa Schmerzen oder die Anzahl an Schüben, nicht berücksichtigt. Außerdem konnten die Systeme nicht flexibel für die Kontrolle des Therapieverlaufs eingesetzt werden. Diese Probleme behebt das neue „Severity Assessment of Hidradenitis Suppurativa”, kurz SAHS. (Jama Dermatology 2018) Melanom & Leberkrebs Immer häufiger treten in Europa und den USA schwarzer Hautkrebs und Leberkrebs auf. Beide Krankheiten verlaufen sehr unterschiedlich, zählen aber zu den Krebsarten, die in westlichen Ländern am häufigsten zum Tod führen. Eine deutsche Forschergruppen hat nun einen Mechanismus entdeckt, der bei beiden Krebsarten das Wachstum der Krebszellen steuert. (idw) Cockayne-Syndrom B Forscher haben den Hautphänotyp der Erbkrankheit Cockayne-Syndrom untersucht und dabei einen Mechanismus entdeckt, der im Mausmodell den krankheitstypischen Abbau des Unterhaut- Fettgewebes verhindern kann. „Es zeichnen sich immer mehr Funktionen jenseits der DNS-Reparatur für ursprünglich als DNS-Reparatur-Enzym beschriebene Proteine ab. Dies gilt nicht nur für das CSB-Protein, sondern auch für das XPA-Protein, das bei bestimmten Formen der Mondscheinkrankheit Xeroderma pigmentosum eine Rolle spielt“, so Prof. Jean Krutmann vom Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf. (Sci Transl Med 2018) 3/18 CC derma 7

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