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CliniCum pneumo 04/2018

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Charakteristika von allergischem und eosinophilem Asthma bronchiale höheres Alter (>50 Jahre) Allergien unauffällige Kindheit CRS + NP erhöhtes Gesamt- und spezifisches IgE wiederholte Bluteosinophilie (>300–400 Zellen/µl) CT: Milchglasverdichtungen allergisch eosinophil X facht können die zwei Formen anhand der Biomarker Gesamt-IgE-Spiegel und Bluteosinophilen-Zahlen differenziert werden, allerdings ist das Gesamtbild und die dahinter stehende treibende Pathologie entscheidend. 9 Die Grenzen zwischen den beiden Entitäten sind fließend, und es gibt Mischformen, was die Differenzierung schwierig machen kann. Gesamt-IgE ist ein sehr unspezifischer Parameter, der durch Klinik und Anamnese zur Diagnose eines allergischen Asthma bronchiale unbedingt ergänzt werden muss. Die Bluteosinophilie kann in beiden Entitäten auftreten, allerdings ist sie beim eosinophilen Asthma bronchiale höher und wiederholt zu finden. Eine Anti-IgE-Therapie mit Omalizumab ist indiziert als Zusatztherapie bei Patienten mit schwerem allergischem Asthma bronchiale. Die Anti-IL-5-Antikörper Mepolizumab, Reslizumab und Benralizumab sind entsprechend bei schwerem eosinophilem Asthma bronchiale indiziert. Eine Anti-IgE-Therapie mit Omalizumab ist als Zusatztherapie bei schwerem allergischem Asthma bronchiale indiziert; die Anti-IL-5- Antikörper Mepolizumab, Reslizumab und Benralizumab entsprechend bei schwerem eosinophilem Asthma bronchiale. Steroidsparender Effekt Mit einer Anti-IL-5-Antikörpertherapie kann die Symptomkontrolle bei Patienten mit schwerem eosinophilem Asthma bronchiale verbessert und die Exazerbationsrate gesenkt werden. 5,6,10 Benralizumab und Mepolizumab verringern darüber hinaus nachweislich die Kortikosteroiddosis oder ermöglichen sogar einen völligen Verzicht auf orale Kortikosteroide. 5,6 Reslizumab verfehlte in einer Phase-III-Studie bei Patienten mit unkontrolliertem Asthma bronchiale und Bluteosinophilen-Zahlen >300/µl und in einer weiteren Studie mit Patienten mit steroidabhängigem Asthma bronchiale die primären Studienendpunkte. 11 Hervorzuheben ist, dass in den Studien die Dosis der oralen Kortikosteroide bereits vor Studienbeginn so weit wie möglich gesenkt worden war. X X (X) X X X X Der kortikosteroidsparende Effekt einer Anti-IL-5-Antikörpertherapie hat ein klinisch relevantes Ausmaß. Obwohl die Prednison-Dosis unter Mepolizumab bzw. Benralizumab im Median im Vergleich zu Placebo um ca. 50 Prozent verringert wurde, wurde trotzdem eine Reduktion der Exazerbationsrate von 32 bzw. 70 Prozent im Vergleich zu Placebo beobachtet. 6 Noch deutlicher war der Effekt auf schwere Exazerbationen, die einen Spitalsaufenthalt notwendig machten. Hier wurde unter Benralizumab eine Reduktion von 93 Prozent im Vergleich zu Placebo beobachtet. 5 Fazit • Bei Patienten mit schwerem Asthma bronchiale erhöht eine Dauertherapie mit oralen Kortikosteroiden selbst in niedriger oder intermittierender Dosierung das Komplikationsrisiko und die Gesundheitskosten. 3 • In der medikamentösen Therapie des schweren Asthma bronchiale sind orale Kortikosteroide das Mittel der letzten Wahl (GINA-Report 2018). 2 • Bei Patienten mit schwerem, unkontrollierbarem Asthma bronchiale ist vor einer Therapie mit oralen Kortikosteroiden: – eine Anti-IgE-Therapie bei allergischem Asthma bronchiale bzw. – eine Therapie mit Anti-IL-5-Antikörpern bei eosinophilem Asthma bronchiale empfohlen (GINA-Report 2018). 2 • Eine Therapie mit Anti-IL-5-Antikörpern verbessert die Symptomkontrolle und verringert die Exazerbationsrate. 5,6,10 Für Benralizumab und Mepolizumab ist darüber hinaus ein wesentlicher steroidsparender Effekt nachgewiesen. 5,6 ❙ 1 Elixhauser A et al., HCUP Statistical Brief #29 April 2007; http://www.hcup-us.ahrq.gov/reports/statbriefs/sb29.pdf 2 www.ginasthma.org 2018 3 Dalal AA et al., J Manag Care Spec Pharm 2016; 22:833–47 4 Sullivan PW et al., J Allergy Clin Immunol 2018; 141:110–116 e117 5 Nair P et al., N Engl J Med 2017; 376:2448–58 6 Bel EH et al.,N Engl J Med 2014; 371:1189–97 7 Chung KF et al., Eur Respir J 2014; 43:343–73 8 Wenzel SE, Nat Med 2012; 18:716–25 9 Froidure A et al., Eur Respir J 2016; 47:304–19 10 Castro M et al., Lancet Respir Med 2015; 3:355–66 11 https://www.firstwordpharma.com/node/1538514 Dipl.-Ing. Dr. Daniel Doberer, MMn Klinische Abteilung für Pulmologie, Universitätsklinik für Innere Medizin II, Wien Foto: Anna Stöcher 18 pneumo CC 4/18

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