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CliniCum pneumo 04/2018

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COPD Therapien * x

COPD Therapien * x täglich * Schritt-Inhalator * Aclidiniumbromid + Formoterol AT-BRI-02-04-2017 *) Fachinformation: Brimica® Genuair® 340mcg/12mcg Pulver zur Inhalation, Bretaris® Genuair® 322 mcg Pulver zur Inhalation Fachkurzinformation siehe Seite 36

pneumo | news Rauchen Tuberkulose Das erste in Deutschland entwickelte Antibiotikum gegen Tuberkulose wird jetzt klinisch erprobt. Die Prüfsubstanz mit der Bezeichnung BTZ043 ist auch gegen multiresistente Erreger wirksam. Der Wirkstoff bindet irreversibel an ein Enzym, das zum Aufbau der Zellwand des Mykobakteriums gebraucht wird. (idw) Fotos: czarny_bez/GettyImages, Kemter/GettyImages, Dr. Andreas Wieser, Wikimedia Commons/Henningklevjer, CHIARI_VFX/GettyImages, nimis69/GettyImages Jugendliche sind besonders verletzlich Je früher Jugendliche oder sogar Kinder mit dem Rauchen beginnen, desto schwerer kommen sie wieder davon los. Ursache dafür: In der Phase der Adoleszenz finden weitreichende „Umbauarbeiten“ im Gehirn statt. Dadurch sind Kinder und Jugendliche neurophysiologisch gesehen viel verletzlicher als junge Erwachsene. Und dadurch besteht während dieser Phase das Risiko, rasch und dauerhaft nikotinabhängig zu werden. Aus diesem Grund sei es ungemein wichtig, Jugendliche vom Rauchen abzuhalten, wie Experten der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) anlässlich des Weltnichtrauchertages 2018 betonten. Die bestehenden österreichischen Jugendschutzbestimmungen reichen dafür nicht aus, bekräftigen die Lungenfachärzte und unterstreichen erneut die Wichtigkeit eines generellen Rauchverbots in der Gastronomie. Chronische Atemwegserkrankungen Chronische Atemwegserkrankungen bringen nicht nur eine Belastung für die Betroffenen mit sich, sondern auch erhebliche Kosten für die Gesellschaft. Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) betragen die Kosten der chronischen Atemwegserkrankungen in Österreich 508 Millionen Euro – dies entspricht 0,15 Prozent des BIP im Jahr 2014. Die direkten medizinischen Kosten belaufen sich laut Berechnungen des IHS auf 266,7 Millionen Euro, die direkten nicht medizinischen Kosten auf 3,5 Millionen Euro und die indirekten Kosten auf 237,9 Millionen Euro. Die direkten medizinischen Kosten umfassen Versorgung „Wer früh zu rauchen beginnt, schadet sich auf vielfältige Weise“, erklärt die auf Lungenerkrankungen spezialisierte Kinderärztin OÄ Priv.-Doz. Dr. Angela Zacharasiewicz, Wilhelminenspital der Stadt Wien: „Erstens sind die gesundheitsschädigenden Auswirkungen auf einen jungen Organismus besonders intensiv und zerstörerisch. Zweitens entwickelt sich eine schnellere und noch stärkere Abhängigkeit, als wenn erst im späteren Alter zu rauchen begonnen wird, da die neurologische Entwicklung beim Kind und Jugendlichen noch stärker beeinflussbar ist.“ Je früher also mit dem Rauchen begonnen wird, desto schwieriger ist es, später wieder davon loszukommen. Ein ganz wesentlicher Faktor ist auch die Vorbildwirkung der Eltern: Kinder nikotinabhängiger Eltern werden dreimal häufiger Raucher als Kinder, deren Eltern nicht rauchen. (ÖGP) 508 Millionen Euro für Lungenkranke in Spitälern sowie in Arztpraxen, stationäre Rehabilitation, verschreibungspflichtige Medikamente, Patiententransporte sowie therapeutische Hilfsmittel. Der größte Teil entfällt dabei mit 163 Millionen Euro auf verschreibungspflichtige Medikamente – dies entspricht fünf Prozent der gesamten Ausgaben für verschreibungspflichtige Medikamente im Referenzjahr 2014. Die Kategorie der indirekten Kosten misst die auf die Erkrankung zurückzuführenden Produktivitätsverluste aufgrund von Krankenständen, Invalidität sowie vorzeitiger Sterblichkeit, welche durch chronische Atemwegserkrankungen verursacht werden. (IHS) Impfadjuvantien Chemiker der Universität Wien entwickeln neue Impfstoffverstärker aus Siliziumdioxid. Im Rahmen des Projekts SILAVAX bauen die Forscher Proteinteile, die in der Natur von Kieselalgen erzeugt werden, synthetisch nach und hängen Allergene daran, die eine Immunantwort verstärken können. Gängige Adjuvantien basieren meist auf Aluminiumsalzen – ein Stoff, der kontrovers diskutiert wird. (Uni Wien) HIV Forscher der MedUni Wien konnten nachweisen, dass es bereits in den ersten Tagen nach einer HIV-Infektion zu einer Schädigung von Herzmuskelzellen kommt – und damit die Gefahr für künftige Herzerkrankungen steigen könnte. Jene Patienten, bei denen eine sogenannte stumme Herzmuskelbeteiligung in der Akutphase vorliegt, sollten daher intensiv monitiert werden. (Schuster C et al., J Infect Dis 2018) E-Zigaretten Der tägliche Konsum von E-Zigaretten verdopple das Risiko eines Herzinfarkts. Auf diese Gefahr und auf andere unterschätzte Risiken des „Dampfens“ wie z.B. Reduktion der Erweiterbarkeit von Arterien oder erhöhte Blutgerinnung, verwies Univ.-Prof. Dr. Manfred Neuberger, Abteilung für Umwelthygiene, MedUni Wien, anlässlich des Weltnichtrauchertages. 4/18 CC pneumo 7

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