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krebs:hilfe! 01-02/2018

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18 WELTKREBSTAG Leben

18 WELTKREBSTAG Leben mit Krebs Infotag im Hörsaalzentrum „Im Bereich der Krebsforschung konnten große Fortschritte erzielt werden. Bei vielen Tumorentitäten wurden durch die Entwicklung neuer Behandlungsstrategien – im Speziellen durch die Einführung von Immuntherapien – die Heilungschancen deutlich verbessert“, resümiert Univ.-Prof. Dr. Gabriela Kornek, Präsidentin des Vereins „Leben mit Krebs“. Bei der Pressekonferenz zur Ankündigung des Informationstages Dennoch würden die meisten Betroffenen, ihre Angehörigen und Freunde auf die Diagnose Krebs meist mit einem Schock und großer Angst reagieren. Aufklärung und Information sei hier die beste Unterstützung. Daher veranstaltet der Verein jedes Jahr einen Krebs- Infotag. „Der Wiener Krebstag fand heuer nicht im Rathaus, sondern im Hörsaalzentrum des Universitätscampus auf dem Gelände des Alten AKH statt. Trotz der veränderten Lokalität haben viele Betroffene und ihre Angehörigen, die Möglichkeit, Informationen über die neuen Entwicklungen zu erhalten wahrgenommen“, freut sich die engagierte Ärztin. „Die qualifizierte Patienten-Fortbildung stellt eine Verbesserung für die Patienten-Compliance und damit auch für die optimale Diagnose und Therapiemöglichkeit dar“, so Kornek. Alle Vorträge des Infotages können kostenlos im Internet auf www.leben-mitkrebs.at angesehen werden. Statistik Austria Zunehmende Prävalenz Anlässlich des Weltkrebstags gab Statistik Austria einen Ausblick auf die zu erwartenden Entwicklungen bei der Krebsprävalenz. Zum Jahresende 2015 lebten laut Statistik Austria 340.840 Personen mit einer Krebsdiagnose in Österreich. Zugleich wurden 39.906 Neuerkrankungen für das Jahr 2015 verzeichnet. Bei etwas mehr als der Hälfte aller neuen Fälle wurde Lungen-, Darm-, Brust- oder Prostatakrebs diagnostiziert. Insgesamt führte bei rund 11.000 Männern und 9.400 Frauen im Jahr 2015 eine Krebserkrankung zum Tod. Damit waren Krebserkrankungen für etwa ein Viertel der jährlichen Todesfälle verantwortlich. Pro Jahr erhalten in Österreich rund 21.000 Männer und 19.000 Frauen eine Krebsdiagnose. Die häufigste Krebsneuerkrankung war im Jahr 2015 bei Männern Prostatakrebs. Auch rund jeder zehnte Krebstodesfall war 2015 bei Männern auf Prostatakrebs zurückzuführen (rund 1.100 Männer). Brustkrebs war 2015 mit etwa 5.400 jährlichen Neuerkrankungsfällen (29%) weiterhin die häufigste Krebserkrankung bei Frauen und – mit 1.600 Sterbefällen (17% aller Krebssterbefälle bei Frauen) – auch die häufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen. Wie die Daten von Statistik Austria zeigen, gehen im Zeitverlauf sowohl das Risiko einer Neuerkrankung als auch das Sterblichkeitsrisiko tendenziell zurück, während die Überlebenswahrscheinlichkeit steigt. Demnach wird die Zahl der an Krebs erkrankten Personen bis 2030 gegenüber 2014 um 39 Prozent steigen. Dies ist im Wesentlichen eine Folge der absehbaren Zunahme älterer Personen durch die demografische Alterung sowie der gestiegenen Überlebenswahrscheinlichkeiten. Somit wird es, trotz sinkendem Erkrankungsrisiko, 2030 bereits 457.700 an Krebs erkrankte Personen geben, während es 2014 329.200 waren. An Krebs erkrankte Personen nach Geschlecht und Alter zu Jahresende Berichtsjahr Absolute Zahlen (Prozent) 2000 2017 2030 Insgesamt 191.179 (2,38) 357.990 (4,05) 457.706 (4,85) Männer 84.431 (2,18) 170.889 (3,93) 220.284 (4,74) Frauen 106.748 (2,58) 187.101 (4,16) 237.422 (4,94) Bis 44 Jahre 18.122 (0,37) 21.919 (0,47) 21.491 (0,45) 45 bis 59 Jahre 38.419 (2,58) 66.417 (3,28) 56.476 (3,09) 60 bis 74 Jahre 73.852 (6,71) 124.576 (9,21) 161.117 (8,90) 75 und mehr Jahre 60.786 (10,56) 145.078 (17,74) 218.622 (21,27) Quelle: Statistik Austria, Prognose der Krebsprävalenz bis 2030 (2017) Die Broschüre „Krebserkrankungen in Öster reich“ liegt nunmehr in der sechsten Auflage vor. Sie stellt die Entwicklung von 23 ausgewählten Krebsarten zwischen 1995 und 2015 auf Basis der aktuellen Maßzahlen zu Inzidenz, Prävalenz, Überleben und Mortalität in kompakter und übersichtlicher Form dar. Die Publikation kann kostenfrei über www.statistik.at heruntergeladen oder für zehn Euro bestellt werden. FOTO: KRECON FOTOGRAFIE 1–2/2018

Aus gutem Grund. Das Original. Fachkurzinformation siehe Seite 45 AT/ONCO/1217/0077

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