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krebs:hilfe! 01-02/2018

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DIE HERAUSFORDERUNG:

DIE HERAUSFORDERUNG: VERSAGEN VON EINEM TKI DER 2. GENERATION BEI CHRONISCH MYELOISCHER LEUKÄMIE (CML) 41% DER CML-PATIENTEN VERFEHLEN MCYR NACH 12 MONATEN *,1 ~25 % DER PATIENTEN MIT INITIALER MCYR VERLIEREN DAS ANSPRECHEN INNERHALB VON 2 JAHREN *,2-4 Nach Versagen eines TKI der 2. Generation ist die sequentielle Behandlung mit anderen TKIs der 2. Generation für die meisten Patienten von geringem Nutzen. 6 Der sequentielle Einsatz von TKIs der 2. Generation kann die Entwicklung Resistenz-vermittelnder Mutationen, wie der T315I-Mutation, fördern. 5 DIE ANTWORT: ICLUSIG ® (PONATINIB), TKI DER 3. GENERATION ** SCHNELL 49 % MENGEN VON ≤ 10 % 7 TIEF 40 % DAUERHAFT 82 % DER CP-CML PATIENTEN ERREICHEN 3 MONATE NACH THERAPIEBEGINN BCR/ABL-TRANSKRIPT- DER CP-CML PATIENTEN ERREICHEN IM 5-JAHRES- UPDATE EIN MMR (30% MR4, 24 % MR4.5)8 DER CP-CML PATIENTEN BEHIELTEN DAS MCYR FÜR EINEN ZEITRAUM VON MINDESTENS 5 JAHREN BEI8 ICLUSIG ® eröffnet die Chance auf ein schnelles, tiefes und dauerhaftes Ansprechen. Die entsprechende FKI finden Sie an anderer Stelle in diesem Medium. *Bei der Behandlung mit einem TKI der 2. Generation in der 2. Therapielinie nach Imatinib. Fachkurzinformation siehe Seite 46 **Iclusig ® ist indiziert bei erwachsenen CML Patienten in der chronischen Phase, akzelerierten Phase oder Blastenkrise, die behandlungsresistent gegenüber Dasatinib bzw. Nilotinib sind, dieDasatinib oder Nilotinib nicht vertragen und bei denen eine anschließende Behandlung mit Imatinib klinisch nicht geeignet ist, oder bei denen eine T315I-Mutation vorliegt. 9 MC Y R = gutes zytogenetisches Ansprechen; CP-CML = chronische myeloische Leukämie in der chronischen Phase; MMR = gutes molekulares Ansprechen; MR4 = tiefes molekulares Ansprechen von 4 Log-Stufen; MR4.5 = tiefes molekulares Ansprechen von 4.5 Log-Stufen. References: 1. Tam CS, et al. Blood 2008; 112: 516 – 518. 2. Cortes JE, et al. N Engl J Med 2013; 359: 1783 – 1796. 3. Cortes JE, et al. Blood 2011; 118: 4567 – 4576. 4. Kantarjian HM, et al. Blood 2011; 117: 1141 – 1145. 5. Jabbour E, et al. Clin Lymphoma Myeloma 2015; 15 (6): 323 – 334. 6. Lipton JH, et al. Leuk Res 2015; 39: 58 – 64. 7. Müller MC, et al. Poster presented at ASCO Annual Meeting 2016; J Clin Oncol 2016; 34 (15 suppl): Abstract 7053. 8. Kantarjian HM et al. Poster presented at ASCO Annual Meeting 2017; J Clin Oncol 2017; 35 (15 suppl): Abstract 7012. 9. Iclusig ® (Ponatinib). Aktuelle Fachinformation (September 2017). © 2017 Incyte Biosciences Austria GmbH, Vienna. All rights reserved. Date of Preparation: November 2017, AT/ICLG/P/17/0017 REGAIN CONTROL, MAINTAIN CONTROL

EDITORIAL Zweiklassenmedizin nach Postleitzahl Kostenexplosion. Mit der Etablierung der Immuntherapie wurde eine neue Ära in der Behandlung von Krebserkrankungen eingeläutet, die Gesundheitssysteme weltweit vor eine nahezu unlösbare Herausforderung stellt. Die Kosten einer Immuntherapie liegen heute bei ca. 100.000 Euro pro Jahr und Patient und werden weiter steigen: Rezente Studien kombinieren immer häufiger zwei oder mehr Immuntherapeutika miteinander. Eine Kostenexplosion der onkologischen Medikamente in dieser Dimension war nicht zu erwarten und konnte daher in den Jahresbudgets der Spitalsträger nicht entsprechend berücksichtigt werden. Ein weiterer Faktor, der eine verlässliche Budgetplanung erschwert, ist die Tatsache, dass die Zulassung der Immuntherapie nicht nach den bisher gewohnten Regeln abläuft. Im Rahmen von sogenannten Basket- oder Umbrella-Trials werden unterschiedliche Tumore mit identen genetischen Veränderungen untersucht. Auf diese Art erfolgte z.B. die Zulassung des Checkpoint-Inhibitors Pembrolizumab als Therapie der letzten Wahl bei allen metastasierten soliden Tumoren, deren Zellen eine ausgeprägte Mikrosatelliteninstabilität oder einen Mangel an DNA-Mismatch-Reparaturproteinen aufweisen. Weitere Zulassungen auf Basis von Biomarkerbestimmungen – letztlich unabhängig vom betroffenen Organ – sind wohl zu erwarten. Ökonomie vor Onkologie. Unter dem Eindruck der kaum zu bewältigenden Budgetsituation gibt es erste Tendenzen, nicht mehr alle Medikamente bzw. therapeutische Interventionen, die „regulativ“ zugelassen wurden, auch tatsächlich anzubieten. Diese Entscheidung, ob eine Therapie angeboten wird, wird nicht mehr von OnkologInnen getroffen, sondern erfolgt immer häufiger auf Basis ökonomischer Aspekte durch die Krankenhausträger. Parallel dazu ist eine dramatische Zunahme von PatientInnen aus anderen Bundesländern in den (hämato-)onkologischen Abteilungen der Wiener Spitäler, und hier v.a. des Allgemeinen Krankenhauses, zu beobachten. Hintergrund dieser Entwicklung ist die Tatsache, dass PatientInnen über die neuen Entwicklungen informiert sind und diese begreiflicherweise für sich einfordern. Zusätzlich werden PatientInnen auch gezielt von onkologisch tätigen MedizinerInnen zugewiesen, die keine Möglichkeit haben, ihren PatientInnen die Immuntherapie im eigenen Haus anbieten zu können. Fehl-Zentralisierung. Der Anstieg der PatientInnenfrequenzen führt nicht nur zu einer Belastung des Budgets innerhalb der Wiener Spitäler, sondern zu mittlerweile dramatischen Überlastungen dieser onkologischen Abteilungen und zu bedenklichen Wartezeiten für den Behandlungsbeginn. Zusätzlich führt die in der Regel gute Verträglichkeit und die – im Vergleich zu einer Chemotherapie – höhere Wirksamkeit dieser Medikamente dazu, dass die Therapie über einen sehr langen Zeitraum gegeben werden kann, wodurch die Anzahl der PatientInnen, die zu einem Zeitpunkt in Behandlung stehen, deutlich zugenommen hat. Im Gegensatz zu einer gewünschten Zentrumsmedizin bei seltenen Krebserkrankungen sollten Routinebehandlungen gerade bei onkologischen PatientInnen wohnortnahe angeboten werden. Immuntherapie erfordert zwar eine hohe Expertise, die jedoch in allen onkologischen Schwerpunktzentren auch der Bundesländer abgedeckt sein sollte. Dass an solchen Zentren zugelassene Medikamente aus kostenökonomischen Gründen nicht eingesetzt und Patienten nach Wien „abgeschoben“ werden, kann nicht hingenommen werden. Preismodelle verhandeln. Österreich hat international einen Spitzenplatz in der Krebstherapie, und diesen gilt es zu verteidigen. Jetzt gilt es, diesen Vorteil für unsere PatientInnen auch dadurch zu sichern, dass wir gemeinsam – von 1010 Wien bis 9010 Klagenfurt – an neuen Preismodellen mit der Industrie arbeiten. FOTO: BARBARA KROBATH Ihre Meinung ist uns wichtig! Bitte schreiben Sie an krebshilfe@medizin-medien.at Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant Präsident der ABCSG Univ.-Prof. Dr. Gabriela Kornek Präsidentin von Leben mit Krebs Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda Präsident der Österr. Krebshilfe 1–2/2018

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