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Medical Tribune 04/2018

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50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE 50. Jahrgang j Nr. 4 j 24. Jänner 2018 Medizin Medien Austria j www.medonline.at Durchimpfungsraten verbessern ohne Zwang IMPFTAG ■ So absurd es scheint: In Europa sterben noch immer Menschen an Masern. Wie man Impfmüde besser erreichen kann, war Thema am Impftag in Wien. Diese Woche: SCHWERPUNKT HERZ-KREISLAUF ▶ Seite 9–12 ■ AUS DEM INHALT Wenn’s weh tut: 46.000 Telefonate Die telefonische Gesundheitsberatung „Wenn’s weh tut! 1450“ läuft seit einem Jahr im Testbetrieb in drei Bundesländern. Die Betreiber freuen sich über guten Zulauf, sehen eine Entlastung von Hausärzten und Ambulanzen und wollen das Projekt alsbald bundesweit ausrollen. ▶ SEITE 3 Über 75 klafft eine große Datenlücke Obwohl gerade alte Menschen häufiger Herzinfarkte erleiden, sind sie in vielen Studien unterrepräsentiert oder werden gar ausgeschlossen. Entsprechend rar sind valide Daten für Empfehlungen zur optimalen Behandlung. Die Vermutung steht im Raum, dass vielleicht auch deshalb die Mortalität nach einem Myokardinfarkt mit dem Alter ansteigt. ▶ SEITE 10 Nicht jeder sieht Impfungen so gelassen entgegen wie dieses Baby. Doch Barrieren lassen sich abbauen, man muss nur wissen, wie. Echte Impfgegner sind eine gesellschaftliche Randerscheinung. Schiebt man ihnen die Hauptschuld an den klaffenden Impflücken in der Bevölkerung zu und setzt infolgedessen auf Zwang, macht man es sich wohl nicht nur zu einfach, sondern wird auch auf Widerstand stoßen. Warum das so ist, hat die deutsche Psychologin und Expertin für Impfentscheidungen, Prof. Dr. Cornelia Betsch, am Impftag in Wien erklärt. Das bedeutet aber nicht, dass man den Durchimpfungsraten untätig beim Sinken zuschauen muss. Denn Alternativen zur Impfpflicht gibt es einige. Eine einfache, aber erfolgversprechende wäre ein Opt-out-Modell, ähnlich der gesetzlichen Regelung der Organspende in Österreich. Weiters gilt es, zielgenaue Interventionen zu setzen, die sich an den vorherrschenden Gründen für das Nichtimpfen orientieren – doch dazu muss man diese erst einmal analysieren. Impflücken von Jung eltern könnten sich schnell beim Kinderarzt schließen lassen, aus rechtlichen Gründen ist das aber gar nicht so einfach. ▶ SEITE 6–7 Die Alu-Angst geht um Mit Fakten statt Mythen gelingt es, Ängste vor den Hilfsstoffen in Impfungen abzubauen. ▶ SEITE 6 Schnell wieder zu Hause Im Klinikum Graz wurde kürzlich die größte chirurgische Tagesklinik Österreichs eröffnet. ▶ SEITE 8 Herzrisiko senken Kardiovaskuläre Erkrankungen sind in der diabetischen Population häufig. Neue Medikamente zeigen Effekte in der Prävention. ▶ SEITE 9 Plättchenhemmung Die Sache ist nicht immer ganz einfach, denn es gibt so manche problematische Konstellation. ▶ SEITE 11 Kongress-Vorschau Bis zum Sommer steht eine große Palette von Fortbildungs-Highlights zur Auswahl. ▶ SEITE 13 „Süße“ Babys Eine Leitlinie hilft, Hypoglykämien bei Neugeborenen von Müttern mit Diabetes zu vermeiden. ▶ SEITE 15 „Eine internationale Blamage“ FOTOS: SDOMINICK, SUSANDANIELS / GETTYIMAGES Ist der Bradikyninabbau gehemmt, drohen Ödeme. Dicke Lippe auf Rezept Arzneimittelinduzierte Angioödeme treten mitunter erst Jahre nach der Ersteinnahme des betreffenden Medikaments auf. Das gefürchtete Larynxödem entwickelt sich in einem Drittel der Fälle. ▶ SEITE 14 Die Wiener Patientenanwältin Dr. Sigrid Pilz hält vieles im VP-FP-Regierungsprogramm für „gescheit und richtig“, ihre Euphorie hält sich derzeit aber noch in Grenzen: „Ich werde mir die Umsetzung genau ansehen“, verspricht sie im Interview. Eine Sache kritisiert Pilz indes schon jetzt scharf: „Die Frau Gesundheitsministerin hat bereits den gesundheitspolitischen Sündenfall begangen, da sie das Aus für einen konsequenten Nichtraucherschutz mitträgt. Das ist ein gesundheitspolitisches Desaster, das viele Tote erzeugt, und eine internationale Blamage.“ ▶ SEITE 4 Fehldiagnose: Woran es hapert Hinterwandinfarkt verkannt! Legionellenpneumonie übersehen! Nicht nur jungen oder müden Ärzten unterlaufen Fehldiagnosen. Der medizinische Irrtum nimmt laut einer US-Analyse den dritten Rangplatz auf der Liste der häufigsten Todesursachen ein. Literaturdaten zufolge liegt der Anteil der Fehldiagnosen bei 10–15 %. Bei der Beschäftigung mit möglichen Ursachen fanden Forscher Spannendes heraus: Mangelndes Wissen ist in der Regel nicht die führende Ursache, oft liegen aber systematische Denkund Wahrnehmungsfehler vor. Medical Tribune zeigt die Tücken im diagnostischen Prozess auf und was Ärzte tun können, um sich und ihre Patienten vor falschen Diagnosen bestmöglich zu schützen. ▶ SEITE 2

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