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Medical Tribune 17/2018

Medical Tribune

50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE 50. Jahrgang j Nr. 17 j 25. April 2018 Medizin Medien Austria j www.medonline.at j Medical Tribune Österreich CED-Patienten setzen auf die falsche Diät Heuer stand der Kongress des Verbandes der Diaetologen Österreichs unter dem Zeichen der Darmgesundheit. Im Zuge dessen wurden die Ernährungsgewohnheiten von Menschen mit Morbus Crohn und Colitis ulcerosa auf wissenschaftliche Evidenz abgeklopft. 90 Prozent der Morbus-Crohn-Patienten und 71 Prozent der Colitis-ulcerosa-Patienten halten während der Remission eine Eliminationsdiät – und lassen dabei oft das Falsche weg, nämlich Milchprodukte, Gemüse und Obst. Dadurch kommt es zu einer reduzierten Aufnahme von Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Kalzium und verschiedenen Vitaminen. ▶ SEITE 9 Onkologen schlagen Alarm Die Erfolge in der Onkologie sind unbestritten, Österreich braucht keine internationalen Vergleiche zu scheuen. Dass die Versorgungsqualität auf hohem Niveau bleibt, ist aber kein Selbstläufer. Im Gegenteil: Führende Onkologen schlagen Alarm. Die Ressourcen seien knapp, in der klinischen Forschung droht man zurückzufallen. Im Schulterschluss mit der Industrie wurde der Aktionsplan „Agenda Krebs 2030“ präsentiert. ▶ SEITE 8 ResearchGate: So tickt das „Facebook für Forscher“ SOCIAL MEDIA ■ 14 Millionen User, 100 Millionen frei zugängliche Dokumente – und jedes Monat kommen 3,3 Millionen Publikationen dazu. Das ruft Kritiker auf den Plan. Wissenschaftler sind oft Einzelkämpfer – unter www.researchgate.net können sie sich vernetzen. Was haben Bill Gates, PayPal-Mitbegründer Peter Thiel und Hollywood-Star Ashton Kutcher gemeinsam? Sie zählen zu den prominenten Investoren von Research Gate. Das soziale Netzwerk für Forscher wurde 2008 von zwei jungen Ärzten und einem Informatiker gegründet. Das Ziel des Berliner Unternehmens: Wissenschaftler weltweit miteinander zu vernetzen, indem sie nicht nur ihre Studien, sondern auch sämtliche Zwischenschritte frei zugänglich machen. Inzwischen zählt die Plattform 14 Millionen Mitglieder aus 193 Ländern. Und mehr als 100 Millionen veröffentlichte Dokumente. Traditionelle Verlagshäuser sind „not amused“. Medical Tribune wirft einen Blick hinter die Kulissen. ▶ SEITE 2 Diese Woche: SCHWERPUNKT ERNÄHRUNG ▶ Seite 9–12 ■ AUS DEM INHALT Medizin 4.0 Hochkarätige Experten diskutieren über Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. ▶ SEITE 4 Pulmonale Hypertonie Die Abschätzung der Prognose wird einfacher und gelingt auch ohne Hämodynamik. ▶ SEITE 5 Beschneiden oder nicht? Eine deutsche Leitlinie erklärt, wann bei Phimosen Salben und Abwarten ausreichen. ▶ SEITE 7 Gefährliche Wurst Das Darmkrebsrisiko durch verarbeitetes und rotes Fleisch wurde am Diätologenkongress in Wien zusammengefasst. ▶ SEITE 10 Doch kein Schlaganfall Nasenpolypen und Asthma brachten bei einer älteren Dame eine seltene Erkrankung ans Licht. ▶ SEITE 13 Differenzialdiagnosen Schmerzen und Taubheitsgefühle im Handgelenk können unvermutete Ursachen haben. ▶ SEITE 15 FOTO: DELIORMANLI; SOLIDCOLOURS / GETTYIMAGES Bringt eine Zusammenlegung von Kassen wirklich Einsparungen? Schützenhilfe aus dem Ausland Im Kampf gegen Fusionen von Krankenkassen holte sich die OÖGKK Hilfe aus Deutschland: Dr. Helmut Platzer, Ex-Chef der AOK Bayern, erklärt, dass Fusionen in Deutschland keine Einsparungen gebracht haben. ▶ SEITE 3 Wiener Studie zeigt Defizite auf Mädchen mit Turner-Syndrom werden von Pädiatern in der Regel bestens versorgt. Mit der Entlassung in die Erwachsenenwelt beginnt allerdings für fast alle Patientinnen eine schwierige Phase. Eine von Wiener Experten durchgeführte Studie deckt Defizite in der Versorgung auf: Nur drei von 39 erwachsenen Frauen mit Turner-Syndrom wurden medizinisch so betreut, wie es den Empfehlungen entspricht. „Als wir das Ergebnis der Studie gesehen haben, war uns klar, dass wir eine riesige Baustelle vor uns haben“, sagt Dr. Diana-Alexandra Ertl von der MedUni Wien. ▶ SEITE 6 Sterben durch Nahrungsverzicht Die Palliativgesellschaft hat eine Stellungnahme veröffentlicht, die dem Arzt eine ethische und rechtliche Orientierung gibt, wenn sein Patient beschließt zu sterben, indem er nicht mehr isst und trinkt. Dadurch entsteht ein erheblicher Betreuungsbedarf. Doch hat der Behandler überhaupt das Recht, die Symptome zu lindern? Oder macht er sich damit der Beihilfe zum Suizid schuldig? Im Positionspapier wird diskutiert, wie die Lage juristisch bewertet wird und welchen Stellenwert der Wunsch des Patienten hat. Schließlich erfüllt die Missachtung des Patientenwillens den Straftatbestand der eigenmächtigen Heilbehandlung, wenn etwa eine Zwangsernährung begonnen wird. ▶ SEITE 12 © iStock.com/vm, Symbolpackung, Symbolabbildung, 2018_04_Rosuvastatin_I_MT_01 ERSTMALS TEILBAR Kraft braucht Verantwortung GREEN BOX AB MAI Fachkurzinformationen auf Seite 14 MT_17_18_s01.indd 1 20.04.2018 11:05:23

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