Aufrufe
vor 2 Jahren

Medical Tribune 18/2017

  • Text
  • Patienten
  • Medizin
  • Studien
  • Wien
  • Placebo
  • Behandlung
  • Therapie
  • Misteltherapie
  • Salofalk
  • Tribune
  • Medonline.at

Medical Tribune

15 JAHRE IMG/1A/2016/12/8Happy Birthday! 49. Jahrgang j Nr. 18 j 3. Mai 2017 Medizin Medien Austria j www.medonline.at Der Effekt, den es gar nicht geben dürfte PLACEBO ■ Scheintherapien wirken, und das sogar, wenn der Patient weiß, dass er „nur“ ein Placebo erhalten hat. Warum das so ist, ist noch ein Rätsel. Diese Woche: SCHWERPUNKT KOMPLEMENTÄR- MEDIZIN ▶ Seite 9–12 ■ AUS DEM INHALT Fachkurzinformationen auf Seite 12 Stairway to Asthma Control In der bald erwarteten neuen deutschen Asthma-Leitlinie steht das Stufenschema wieder im Zentrum. Im Detail ändert sich allerdings einiges. Biologika sind OCS vorzuziehen und Theophyllin fliegt raus. ▶ SEITE 7 Diskussion um Medizin 4.0 Von Datenbanken über Weaeables bis hin zu künstlicher Intelligenz, die Krebspatienten in Afrika therapiert: Die Zukunft ist digital, gerade auch in der Medizin. Doch gerade sie nimmt die Herausforderungen moderner Technik nur sehr zögerlich an. Experten schlagen Alarm, dass vor allem in Europa dringend Handlungsbedarf besteht. ▶ SEITE 4–5 Mithilfe der funktionellen MRT wurde es erstmals möglich, den Placebo-Effekt im Gehirn darzustellen. Placebo kann vieles sein: Scheinmedikamente aus Zucker und aus Kochsalzlösung, aber auch Prozeduren wie Akupunktur an „sinnlosen“ Stellen. Sogar chirurgische Eingriffe lassen sich vortäuschen. Und diese Therapien haben einen Effekt, der nicht zu unterschätzen ist. Der Medizinhistoriker Prof. Dr. Robert Jütte hat am Pneumologie-Kongress in Stuttgart deutlich gemacht, dass die Wirkung keinesfalls nur der Einbildungskraft zugeschrieben werden könne, denn in vielen Fällen habe man mit Scheinbehandlungen „sehr reale körperliche Effekte“ erreicht. Bei manchen Erkrankungen ist allerdings tatsächlich kaum ein Nutzen zu verzeichnen. Am Kongress war zu erfahren, in welchen Fällen der Einsatz von Placebos gerechtfertigt ist. ▶ SEITE 9 PHC-Gesetz mit Tücken Dr. Pichlbauer wundert sich über die plötzliche Begeisterung für das Primärversorgungsgesetz. ▶ SEITE 3 Blut im Harn Wenn es massiv aus dem Harntrakt blutet, ist Gefahr im Verzug und rasches Handeln erforderlich. ▶ SEITE 6 Krebstherapie zu Hause Ein Pilotprojekt der Uniklinik Innsbruck zur Myelomtherapie durch Homecare steht am Start. ▶ SEITE 8 Heilung durch die Blume Cochrane-Reviews nahmen die Datenlage für Phytotherapeutika unter die Lupe. ▶ SEITE 10 Chronischer Schmerz Die Akupunkturforschung hat Fahrt aufgenommen und belegt Effekte durch das Nadeln. ▶ SEITE 11 Überdosis Colchicin Bei einem Vergiftungsverdacht kann die Analyse der Plasmaspiegel nicht abgewartet werden. ▶ SEITE 15 FOTOS: CHRIS RYAN / ISTOCK; PHOTONEWS.AT / GEORGES SCHNEIDER Alexander Biach wurde in den Hauptverband-Vorstand entsandt. Strukturreform in der Warteschleife Alexander Biach folgt Ulrike Rabmer-Koller in den Hauptverband der Sozialversicherungsträger nach und wird wohl auch dessen Chef. Dann gilt es, endlich eine Strukturreform durchzusetzen. ▶ SEITE 3 Bioethik lotet die moralischen Grenzen der Medizin aus ORGANOIDE ■ Sie zählen zu den bedeutsamsten wissenschaftlichen Errungenschaften der letzten Jahre: Organmodelle, die im Labor aus menschlichen Stammzellen gezüchtet werden und zu einem lebenden Gewebeverband heranwachsen. Solche Organoide eröffnen der Wissenschaft neue Möglichkeiten, das Potenzial ist enorm. Allerdings werfen sie auch ethische Fragen auf. Allen voran: Wem gehören Organoide? Über derartige Fragen wurde am Bioethik-Symposium im Wiener IMBA diskutiert. Für die kommerzielle Nutzung von Organoiden scheint eine Regelung der Inhaberschaft und eine gerechte Verteilung der Rechte auf Patienten bzw. Spender, Forscher und den Ersteller der Organoide vonnöten. ▶ SEITE 2 NS-MEDIZIN ■ Ein heikles Thema sind die Gräueltaten während der NS- Zeit – die medizinischen Versuche, die an KZ-Häftlingen durchgeführt wurden, und die Frage, wie man mit daraus gewonnenen Erkenntnissen umgeht. Im Zuge der Aufarbeitung entstand der „Nürnberg-Code“, der das Fundament heutiger bioethischer Konventionen darstellt. Die internationale Konferenz „Medical Ethics in the 70 Years after the Nuremberg Code, 1947 to the Present“ beschäftigte sich mit dem Thema und seinen Implikationen bis in die Gegenwart. Medical Tribune war vor Ort und beleuchtet ein dunkles Kapitel der Geschichte – auch, was das Verhalten österreichischer Ärzte in den Folgejahren der Nürnberger Prozesse betrifft. ▶ SEITE 14 Adam liebt CandAm® 3 Stärken 2 Substanzen kombiniert Candesartan + Amlodipin 1 - fach verordnen CandAm® Das Neu-Original © rh2010 - Fotolia.com, Symbolpackung, 2017_04_CandAm_I_MT_01 Fachkurzinformationen auf Seite 12

ärztemagazin

Medical Tribune