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Medical Tribune 18/2018

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50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE 50. Jahrgang j Nr. 18 j 2. Mai 2018 Medizin Medien Austria j www.medonline.at j Medical Tribune Österreich Das Land der begrenzten Möglichkeiten Im amerikanischen Gesundheitssystem bleibt kein Stein auf dem anderen: Die beiden größten Apotheken- bzw. Pharmahandelskonzerne schließen sich mit zwei der größten Krankenversicherer zusammen. Es entstehen Riesen, an denen man künftig kaum noch vorbeikommt. Mitverantwortlich für diese Milliardendeals zeichnet ein Unternehmen aus einer ganz anderen Branche: Online-Riese Amazon streckt seine Fühler Richtung Gesundheitsmarkt aus und setzt damit die etablierten Anbieter unter Druck. Diese gewinnen durch die Fusionen an Marktmacht gegenüber den Kunden aus der Pharmaindustrie. Ob am Ende aber auch die Patienten profitieren, darf bezweifelt werden. ▶ SEITE 3 Gesunde Leistung für die Wirtschaft Gesundheit wird in der öffentlichen Diskussion oft als Kostenfaktor wahrgenommen. Tatsächlich ist der Sektor aber ein Wirtschaftsfaktor mit Wachstumspotenzial. Das IHS hat berechnet, dass das Thema Gesundheit mit all seinen Facetten 47,26 Milliarden Euro an Wertschöpfung lukriert und jeder fünfte Job in Österreich daran hängt. ▶ SEITE 4 Fieber ist der Buhmann unter den Symptomen ÖGIT 2018 ■ Seit mindestens 600 Millionen Jahren reagieren Immunsysteme verschiedenster Kreaturen mit Temperaturerhöhung. Kann das sinnlos sein? Die Erwartung, dass Fieberkrämpfe durch die Senkung des Fiebers verhindert werden, wurde nicht erfüllt. Hunde und Katzen tun es, auch Vögel und Fische – sie reagieren auf Infekte mit vorübergehender Temperaturerhöhung. Selbst bei Insekten werden fieberähnliche Reaktionen beobachtet. „Es scheint so zu sein, dass immunologische Prozesse am effektivsten bei Fieber funktionieren“, erklärte Univ.-Prof. Dr. Heinz Burgmann, Med Uni Wien, am Infektiologiekongress in Saalfelden. Woher kommt dann das schlechte Image dieses Symptoms? Teilweise geht das auf Zeiten zurück, als man nichts über die kausalen Umstände wusste. So wurde das Fieber als Krankheit gesehen, nicht als Reaktion, wie z.B. das „Fleckfieber“. Unhinterfragte antipyretische Therapie ist heutzutage nicht mehr gefragt. Die Indikationen dafür wurden enger. ▶ SEITE 9 Diese Woche: SCHWERPUNKT INFEKTIOLOGIE ▶ Seite 9–12 ■ AUS DEM INHALT Getarntes Melanom Pigmentarme Formen des „schwarzen Hautkrebses“ entgehen leicht der Aufmerksamkeit. ▶ SEITE 6 Korrekt sprayen Patienten müssen üben, ihre Kortikosteroide richtig anzuwenden. Dann sinkt auch die Skepsis. ▶ SEITE 6 Runner’s Diarrhea Nicht nur Herz, Muskeln und Gelenke machen Sportlern zu schaffen, sondern auch die Verdauung. ▶ SEITE 7 Leben ohne Netz Hand aufs Herz: Schauen Sie auch zu oft nach, was sich auf Facebook, Instagram und Twitter tut? Ein Linzer Suchtmediziner weiß Rat. ▶ SEITE 8 Tierisch ansteckend Bornaviren haben bisher vor allem Veterinärmediziner beschäftigt. Es gibt aber auch humane Opfer. ▶ SEITE 11 Bis(s) zur Sepsis Ein völlig unspektakulärer Hundebiss kostete das Herrchen erst die Galle und dann fast das Leben. ▶ SEITE 12 FOTOS: LUCAA15 / GETTYIMAGES; MEDUNI WIEN / HÖRMANDINGER Das Ehepaar Kandel freute sich über späte Anerkennung in Wien. Ehrendoktorat für Eric Kandel Als herausragender Forscher, Humanist und Nobelpreisträger hat der Neurowissenschaftler die moderne Medizin geprägt – jetzt wurde ihm das Ehrendoktorat der Med Uni Wien verliehen. ▶ SEITE 15 Kassen empört über Regierung Die Regierung zeigt sich entschlossen, die Sozialversicherungsreform durchzuziehen. Aus 21 Trägern sollen fünf werden und die Selbstverwaltung (Vertreter der Sozialpartner entscheiden in den Gremien) wackelt. Dabei dürfte die Regierung nicht zimperlich vorgehen: Sie fachte – aus SV- Sicht absichtlich – eine Privilegiendebatte an und goss Öl ins Feuer. Übrig blieb nicht viel, außer dass mehr Rücklagen als gesetzlich notwendig gebildet werden und manch Generaldirektor einen langen Arbeitsweg hat. Nun schlagen die Kassen zurück, eine drohte bereits mit Streik. ▶ SEITE 2 Immunsystem wird altersmüde Junge Erwachsene können noch fast mühelos auf neue Antigene reagieren, auch verfügen sie bereits über einen ansehnlichen Pool von Memory- Zellen, der ihre bisherigen immunologischen Erfahrungen widerspiegelt. Im Alter lässt die Abwehrfähigkeit des Immunsystems jedoch nach. Daher sollte der bestehende Memory-Zell-Pool durch Impfungen beizeiten getriggert werden, „um diese Zellen so lange wie möglich ins hohe Alter mitnehmen zu können“, mahnte Univ.-Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt von der MedUni Wien am Infektiologiekongress in Saalfelden. Dazu reicht es nicht, den Impfpass nur vor Fernreisen hervorzuholen. Eines der Sorgenkinder ist die Keuchhustenimpfung. ▶ SEITE 10 © iStock.com/vm, Symbolpackung, Symbolabbildung, 2018_04_Rosuvastatin_I_MT_01 ERSTMALS TEILBAR Kraft braucht Verantwortung GREEN BOX AB MAI Fachkurzinformationen auf Seite 14

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