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Medical Tribune 19/2017

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14 GERIATRIE

14 GERIATRIE Medical Tribune j Nr. 19 j 10. Mai 2017 Blutdruckziele für die Praxis STUDIE ■ Mit der Auswertung einer britischen Hausarzt-Datenbank wurde versucht, den Zielblutdruck bei über 80-jährigen Hypertonikern zu bestimmen. Die Mortalität war bei einem systolischen Blutdruck < 135 mmHg erhöht. In den meisten Leitlinien wird für über 80-Jährige ein systolischer Zielblutdruck unter 140 bis 150 mmHg empfohlen. Relativ wenig ist aber bisher darüber bekannt, wie es um die Prognose der hochbetagten Senioren unter einer antihypertensiven Therapie bestellt ist und mit welchem Blutdruck die Älteren am besten fahren. Dr. João Delgado von der Universität Exeter, GB, und seine Arbeitsgruppe wollten Klarheit in dieser Frage schaffen. Dazu werteten sie die in britischen Hausarzt-Registern erfassten Daten von mehr als 79.000 über 80-Jährigen aus, die mit mindestens einem Antihypertensivum behandelt wurden. Zu Studienbeginn litten diese weder an Demenz, Krebs, KHK oder Schlaganfall noch an Herzinsuffizienz oder fortgeschrittener Nierenschwäche. Während der Nachbeobachtungszeit von rund zwölf Jahren verstarben knapp 26.000 Teilnehmer. Die Häufigkeit von Myokardinfarkten stieg linear mit zunehmendem systolischen Blutdruck. Die Schlaganfall- und Herz insuffizienzrate erhöhte sich ab 145 mmHg. Ein Zusammenhang zwischen systolischem Blutdruck und Frakturrisiko war nicht nachweisbar. Die geringste Mortalität wurde bei einem systolischen Blutdruck zwischen 135 und 155 mmHg festgestellt. Die Sterblichkeit von Patienten mit einem systolischen Blutdruck < 135 mmHg war deutlich höher als in dieser Referenzgruppe (HR 1,25). Auf 13 Menschen mit einem so niedrigen Blutdruck kam ein zusätzlicher Todesfall. Die Dauer des Follow-ups hatte keinen Einfluss auf diesen Zusammenhang, ebenso wenig wie eine zusätzliche Berücksichtigung des diastolischen Blutdrucks. Diese Daten unterstützen die Hypothese, dass sich eine zu starke Absenkung des systolischen Blutdrucks (< 135 mmHg) bei ansonsten gesunden hochbetagten Hypertonikern eher negativ auf die Prognose auswirkt. Offen ist dabei noch, ob ein ungeplanter Abfall des Blutdrucks unter diesen Wert generell als Prädiktor für eine ungünstige Prognose bei dieser Altersgruppe herangezogen werden kann. MW Delgado J et al., J Am Geriatr Soc 2016 Dec 2016; doi: 10.1111/jgs.14712 Mit Herzschrittmacher zum MRT-Scan TECHNIK ■ Risiken für Patient und Schrittmacher sind selbst bei nicht explizit als MRT-fähig zugelassenen Geräten gering. Die Daten sollten vorher ausgelesen werden. Patienten mit einem nicht MRT-fähigen Herzschrittmacher bzw. implantierbaren Kardioverter-Defibrillator (ICD) sollten sich wegen der Gefahr von Sondenüberhitzung und Fehlfunktionen nicht den starken Magnetfeldern im MRT aussetzen, so die bekannte Empfehlung. Doch gehen wohl von vielen neueren Geräten, auch wenn sie nicht explizit als MRT-fähig zugelassen sind, kaum mehr Risiken für Herz und Gerät aus. Diese Vermutung konnten Kardiologen und Radiologen um Dr. Robert J. Russo vom Scripps Research Institute in San Diego in einer großen prospektiven Untersuchung bestätigen, zumindest für MRT-Untersuchungen außerhalb des Thorax. Einbezogen in die von 2009 bis 2014 durchgeführte Kohortenstudie waren 1000 Patienten mit Herzschrittmacher sowie 500 Patienten mit ICD, bei denen ein MRT anstand. Bevor sich die Patienten mitsamt ihrem Metallgerät im No-Pacing- oder ggf. asynchronen Pacing-Modus in die 1,5-Tesla-Röhre legten, wurden die Schrittmacher sicherheitshalber mithilfe eines Standardprogramms ausgelesen und reprogrammiert. Größere, klinisch relevante Technikausfälle sowie ventrikuläre Arrhythmien traten nicht auf. Bei sechs der insgesamt 1500 Patienten wurde ein selbstlimitierendes Vorhofflimmern oder -flattern registriert, fünf dieser Patienten hatten die Diagnose paroxysmales Vorhofflimmern und nahmen Warfarin. Vereinzelt veränderten sich Aktivierungsschwelle, Batteriespannung oder P- und R-Wellen-Amplituden, allerdings immer ohne klinische Konsequenzen. Sechsmal kam es zu einem partiellen Reset mit Datenverlust, alle Geräte waren aber schon älter. Mehrfache MRT-Untersuchungen steigerten das Risiko für kardiale oder gerätetechnische Zwischenfälle nicht. BK Russo RJ et al., N Engl J Med 2017; 376: 755–764 FOTO: CECILIE_ARCURS / ISTOCK CandAm ® 8 mg/5 mg Hartkapseln. CandAm ® 16 mg/5 mg Hartkapseln. CandAm ® 16 mg/10 mg Hartkapseln. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: CandAm ® 8 mg/5 mg Hartkapseln: Jede Hartkapsel enthält 8 mg Candesartan Cilexetil und 5 mg Amlodipin (entsprechend 6,935 mg Amlodipinbesilat). Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Hartkapsel enthält 101,95 mg Lactose-Monohydrat. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: CandAm ® 16 mg/5 mg Hartkapseln: Jede Hartkapsel enthält 16 mg Candesartan Cilexetil und 5 mg Amlodipin (entsprechend 6,935 mg Amlodipinbesilat). Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Hartkapsel enthält 203,90 mg Lactose-Monohydrat. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: CandAm ® 16 mg/10 mg Hartkapseln: Jede Hartkapsel enthält 16 mg Candesartan Cilexetil und 10 mg Amlodipin (entsprechend 13,87 mg Amlodipinbesilat). Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: Jede Hartkapsel enthält 203,90 mg Lactose-Monohydrat. Liste der sonstigen Bestandteile: Kapselinhalt: Lactose Monohydrat; Maisstärke; Carmellose-Calcium; Macrogol 8000; Hydroxypropylcellulose; Magnesiumstearat. Kapselhülle von CandAm ® 8 mg/5 mg Hartkapseln: Chinolingelb (E104); Eisenoxid, gelb (E172); Titandioxid (E171); Gelatine. Kapselhülle von CandAm ® 16 mg/5 mg Hartkapseln: Chinolingelb (E104); Titandioxid (E171); Gelatine. Kapselhülle von CandAm ® 16 mg/10 mg Hartkapseln: Titandioxid (E171); Gelatine. Schwarze Drucktinte bei CandAm ® 16 mg/5 mg Hartkapseln: Schellack (E904); Eisenoxid, schwarz (E172); Propylenglycol; konzentrierte Ammoniaklösung; Kaliumhydroxid. Anwendungsgebiete: CandAm ® ist angezeigt als Substitutionstherapie bei erwachsenen Patienten mit essentieller Hypertonie, deren Blutdruck bereits mit der gleichzeitigen Gabe von Candesartan und Amlodipin in gleicher Dosierung ausreichend kontrolliert wird. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, gegen Dihydropyridinderivate oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile. Zweites und drittes Schwangerschaftstrimester (siehe Abschnitte 4.4 und 4.6). Obstruktion der Gallengänge und schwere Leberinsuffizienz. Schock (einschließlich kardiogenem Schock). schwere Hypotonie. Obstruktion des linksventrikulären Ausflusstrakts (z.B. hochgradige Aortenstenose). Hämodynamisch instabile Herzinsuffizienz nach akutem Myokardinfarkt. Die gleichzeitige Anwendung von CandAm ® mit Aliskiren-haltigen Arzneimitteln ist bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73 m 2 ) kontraindiziert (siehe Abschnitte 4.5 und 5.1). Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel mit Wirkung auf das Renin-Angiotensin-System, Angiotensin-II-Antagonisten und Calciumkanalblocker. ATC-Code: C09DB07. CandAm ® 8 mg/5 mg Hartkapseln, OP zu 30 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig. CandAm ® 16 mg/5 mg Hartkapseln, OP zu 30 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig. CandAm ® 16 mg/10 mg Hartkapseln, OP zu 30.Stück, Rezept- und apothekenpflichtig. Pharmazeutischer Unternehmer: +pharma arzneimittel gmbh, A-8054 Graz, E-Mail: pluspharma@ pluspharma.at. Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Gewöhnungseffekten und zu den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Cerebokan ® 80 mg – Filmtabletten. Inhaber der Zulassung: Dr. Willmar Schwabe GmbH & Co. KG, Willmar-Schwabe-Str. 4, 76227 Karlsruhe, Deutschland. Vertrieb in Österreich: Austroplant-Arzneimittel GmbH, Wien. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält als Wirkstoff: 80 mg Trockenextrakt aus Ginkgo-biloba-Blättern (EGb 761 ® ) (DEV = 35 - 67:1). Der Extrakt ist quantifiziert auf 17,6 – 21,6 mg Ginkgoflavonglykoside und 4,32 – 5,28 mg Terpenlaktone, davon 2,24 – 2,72 mg Ginkgolide A,B und C und 2,08 – 2,56 mg Bilobalid. Erstes Auszugsmittel Aceton 60% m/m. Liste der sonstigen Bestandteile: Lactose-Monohydrat, Siliciumdioxid (hochdispers, wasserfrei), Cellulose (mikrokristalline), Maisstärke, Croscarmellose Natrium, Magnesiumstearat (pflanzlichen Ursprungs), Hypromellose, Macrogol 1500, Dimeticon, alpha-octadecyl-omega-hydroxypoly(oxyethylen)-5, Sorbinsäure, Eisenoxid rot (E-172), Eisenoxid braun (E-172), Titandioxid (E-171), Talkum. Anwendungsgebiete: Cerebokan 80 mg - Filmtabletten werden angewendet bei Erwachsenen zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten geistigen Leistungseinbußen im Rahmen eines therapeutischen Gesamtkonzeptes bei dementiellen Syndromen mit der Leitsymptomatik: Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmung, Schwindel, Kopfschmerzen. Zur primären Zielgruppe gehören Patienten mit dementiellem Syndrom bei primär degenerativer Demenz, vaskulärer Demenz und Mischformen aus beiden. Das individuelle Ansprechen auf die Medikation kann nicht vorausgesagt werden. Hinweis: Bevor die Behandlung mit Cerebokan 80 mg - Filmtabletten begonnen wird, sollte geklärt werden, ob die Krankheitsbeschwerden nicht auf einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung beruhen. Verlängerung der schmerzfreien Gehstrecke bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit bei Stadium II nach FONTAINE (Claudicatio intermittens) im Rahmen physikalisch-therapeutischer Maßnahmen, insbesondere Gehtraining. Vertigo. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile des Arzneimittels, Schwangerschaft. Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere Antidementiva, Ginkgo biloba. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Angaben zu Dosierung, Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen, Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen und Haltbarkeit sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Inkontan 15 mg/30 mg Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 15 mg/30 mg Trospiumchlorid. Liste der sonstigen Bestandteile: Carboxymethylstärke-Natrium, mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Maisstärke, Povidon K25, hochdisperses Siliciumdioxid, Stearinsäure (pflanzlich); E 171 (Titandioxid), Hypromellose. Anwendungsgebiete: Zur Behandlung der Detrusor-Instabilität oder der Detrusor-Hyperreflexie mit den Symptomen Pollakisurie, imperativer Harndrang und Dranginkontinenz bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Trospiumchlorid oder einen der sonstigen Bestandteile, Harnverhaltung, nicht ausreichend behandeltes oder unbehandeltes Engwinkelglaukom, Tachyarrhythmie, Myasthenia gravis, schwere chronisch entzündliche Darmerkrankung (Colitis ulcerosa und Morbus Crohn), toxisches Megakolon, dialysepflichtige Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml/min/1,73 m²). Pharmakotherapeutische Gruppe: Urologika, Mittel bei häufiger Blasenentleerung und Inkontinenz. ATC-Code: G04BD09. Inhaber der Zulassung: Pharm. Fabrik Montavit Ges.m.b.H., A-6067 Absam/Tirol. Abgabe: Rezeptpflichtig, apothekenpflichtig. Informationen betreffend Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkung mit anderen Mitteln, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekte entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Stand der Information: 08/2016. Otanol 1 mg Ohrentropfen, Lösung. Zusammensetzung: Eine 0,5 ml Einzeldosis enthält: Ciprofloxacin, 1 mg (als Hydrochlorid). Hilfsstoffe: Glycerol, Polysorbat 20, Natriumacetat, Essigsäure, Methylcellulose (E 461), Natriumhydroxid oder Salzsäure (zur pH-Werteinstellung), Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Topische Behandlung der chronisch-eitrigen Otitis media und der akuten Otitis externa, verursacht durch Ciprofloxacin-empfindliche Erreger. Die allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind zu berücksichtigen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Ciprofloxacin, gegen andere Antibiotika vom Chinolontyp oder einen der sonstigen Bestandteile. Pharmakotherapeutische Gruppe: Otologika. Antiinfektiva; ATC-Code: S02AA15. Packungsgrößen: 20 Stück. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Kassenstatus: Yellow Box, RE2. Zulassungsinhaber: Gebro Pharma GmbH, 6391 Fieberbrunn, Österreich. Stand der Fachkurzinformation: 28.07.2011. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen sowie Gewöhnungseffekten entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Rasagilin ratiopharm 1 mg Tabletten. Qualitative und Quantitative Zusammensetzung: Jede Tablette enthält 1 mg Rasagilin (als Mesilat). Anwendungsgebiete: Rasagilin ratiopharm ist zur Behandlung der idiopathischen Parkinson-Krankheit (PK) als Monotherapie (ohne Levodopa) oder als Zusatztherapie (mit Levodopa) bei Patienten mit End-of-dose-Fluktuationen indiziert. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den arzneilich wirksamen Bestandteil oder einen der sonstigen Bestandteile. Gleichzeitige Behandlung mit anderen Monoaminoxidase-(MAO)-Hemmern (einschließlich nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel und Naturheilmittel, z.B. Johanniskraut) oder Pethidin (siehe Abschnitt 4.5 der Fachinformation). Mindestens 14 Tage müssen zwischen dem Absetzen von Rasagilin und der Einleitung einer Behandlung mit MAO-Hemmern oder Pethidin liegen. Rasagilin ist bei Patienten mit stark eingeschränkter Leberfunktion kontraindiziert. Pharmakotherapeutische Gruppe: Anti-Parkinson-Mittel, Monoaminoxidase-B-Hemmer, ATC-Code: N04BD02. Liste der sonstigen Bestandteile: Mannitol (Ph. Eur.), Maisstärke, Vorverkleisterte Stärke (aus Mais), Hochdisperses Siliciumdioxid, Stearinsäure (Ph. Eur.),Talkum. Art und Inhalt des Behältnisses: Blisterpackungen: Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen zu 7, 10, 28, 30, 100 oder 112 Tabletten. Perforierte Aluminium/Aluminium-Blisterpackungen mit 10 x 1, 30 x 1 und 100 x 1 Tabletten zur Abgabe von Einzeldosen. Flaschen: Weiße Hochdruckpolyethylen-Flasche mit oder ohne kindersichere Verschlusskappe mit 30 Tabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Inhaber der Zulassung: Teva Pharma B.V., Swensweg 5, 2031 GA Haarlem, Niederlande. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Stand der Information: 09/2015. Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu verfügbar. Weitere Hinweise zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Nebenwirkungen und zutreffendenfalls Angaben über die Gewöhnungseffekte sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. ▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8 der Fachinformation. Repatha ® 140 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze. Repatha ® 140 mg Injektionslösung in einem Fertigpen. Repatha ® 420 mg Injektionslösung in einer Patrone. Qualitative und Quantitative Zusammensetzung: Jede Fertigspritze enthält 140 mg Evolocumab in 1 ml Lösung. Jeder Fertigpen enthält 140 mg Evolocumab in 1 ml Lösung. Jede Patrone enthält 420 mg Evolocumab in 3,5 ml Lösung (120 mg/ml). Repatha ist ein humaner monoklonaler IgG2-Antikörper, der mittels rekombinanter DNA-Technologie in Ovarialzellen des Chinesischen Hamsters (CHO) hergestellt wird. Liste der sonstigen Bestandteile: Prolin, Essigsäure 99 %, Polysorbat 80, Natriumhydroxid (zur pH-Wert-Einstellung), Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Hypercholesterinämie und gemischte Dyslipidämie Repatha wird bei Erwachsenen mit primärer Hypercholesterinämie (heterozygot familiär und nicht-familiär) oder gemischter Dyslipidämie zusätzlich zu diätetischer Therapie angewendet: in Kombination mit einem Statin oder einem Statin mit anderen lipidsenkenden Therapien bei Patienten, die mit der maximal tolerierbaren Statin-Dosis die LDL-C-Ziele nicht erreichen, oder allein oder in Kombination mit anderen lipidsenkenden Therapien bei Patienten mit Statin-Intoleranz oder für welche ein Statin kontraindiziert ist. Homozygote familiäre Hypercholesterinämie Repatha wird bei Erwachsenen und Jugendlichen im Alter von 12 Jahren und älter mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie in Kombination mit anderen lipidsenkenden Therapien angewendet. Die Wirkung von Repatha auf kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität wurde bisher noch nicht nachgewiesen. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Pharmakotherapeutische Gruppe: andere Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen, ATC-Code: C10AX13. Inhaber der Zulassung: Amgen Europe B.V., 4817 ZK Breda, NL, Vertreter in Österreich: Amgen GmbH, 1040 Wien. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: Februar 2017. Weitere Angaben zu Dosierung, Art und Dauer der Anwendung, besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit sowie zu Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Heumann’s Blasen- und Nierentee Solubitrat. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1,2 g Teeaufgusspulver (= 1 Messlöffel) enthalten: Dickextrakt aus Betulae folium (Birkenblätter, DEV 4 - 8 : 1) 224 mg, (Auszugsmittel: Wasser), und Dickextrakt aus Solidaginis herba (Riesengoldrutenkraut, DEV 4 - 7 : 1) 250 mg, (Auszugsmittel: Wasser). Liste der sonstigen Bestandteile: Maltodextrin, Ammoniak-Zuckercouleur E 150c, Orangenaroma, Karamellaroma, Saccharin-Natrium, Bitterfenchelöl. • Anwendungsgebiete: Zur Durchspülung bei krampfartigen und entzündlichen Erkrankungen der Harnwege, Nierengrieß, zur Vor- und Nachsorgebehandlung bei Harnsteinen. Heumann’s Blasen- und Nierentee Solubitrat wir angewendet bei Erwachsen und Jugendlichen ab 12 Jahren. • Gegenanzeichen: Heumann’s Blasen- und Nierentee Solubitrat darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile. • Inhaber der Zulassung: sanofi-aventis GmbH, Wien; • Abgabe: Rezeptfrei, apothekenpflichtig• Pharmakotherapeutische Gruppe: Urologika; ATC-Code: G04BX; • Stand der Information: Dezember 2014. Weitere Angaben zu den besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie den ggf. Gewöhnungseffekten sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Volon A 10 mg-Kristallsuspension-Ampulle, Volon A 40 mg-Kristallsuspension-Ampulle, Volon A 40 mg-Kristallsuspension-Spritzampulle, Volon A 80 mg-Kristallsuspension-Spritzampulle. Zusammensetzung: Volon A 10 mg: 1 Ampulle zu 1 ml enthält 10 mg Triamcinolonacetonid und 9,9 mg Benzylalkohol. Volon A 40 mg: 1 Ampulle bzw. Spritzampulle zu 1 ml enthält 40 mg Triamcinolonacetonid und 9,9 mg Benzylalkohol. Volon A 80 mg: 1 Spritzampulle zu 2 ml enthält 80 mg Triamcinolonacetonid und 19,8 mg Benzylalkohol. Sonstige Bestandteile: Natriumcarboxymethylcellulose, Polysorbat 80, Natriumchlorid, Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Volon A 10 mg: Intrafokale Therapie: bei entzündlichen und rheumatischen Erkrankungen an Muskeln, Bänder und Sehnen, z.B. nicht bakterielle Tendinitis und Bursitis, Tendovaginitis, Epikondylitis, Periarthropathie der Schulter. Volon A 40 mg: Intrafokale Therapie: bei Entzündungen der Schleimbeutel und des Periosts. Zur intrafokalen Behandlung von Tendinitis, Tendovaginitis und Epikondylistis wird Volon A 10 mg-Kristallsuspension-Ampulle empfohlen. Volon A 10 mg/40 mg: Subläsionale Therapie: bei bestimmten Hauterkrankungen wie Keloiden, Neurodermitis circumscripta (Lichen simplex chronicus), isolierten Psoriasisherden, Lupus erythematodes chronicus discoides, Lichen ruber planus et verrucosus sowie Lichen planus der Mundschleimhaut, Lichen sclerosus et atropicus und bei schweren Verläufen von Alopecia areata. Intraartikuläre Therapie: bei entzündlichen und degenerativen Gelenkerkrankungen, aber nicht bei bakteriell infizierten; außerdem als Zusatz zur Synviorthese mit Radionukliden oder Chemikalien. Kristallsuspensionen sollten vorrangig zur intraartikulären Therapie großer Gelenke eingesetzt werden. Hierbei können Suspensionen mit geringer Kristallgröße eine bessere lokale Verträglichkeit besitzen. Suspensionen mit langer Verweildauer im Gelenk sollten bevorzugt verwendet werden, da sie eine längere lokale Wirksamkeit aufweisen. Zur Verweildauer von Volon A 10 mg-Kristallsuspension-Ampulle im Gelenk siehe Fachinformation 5.2. Die Therapie kleiner Gelenke sollte wegen der geringeren Gewebsreizung vorrangig mit wässrigen Lösungen oder mikrokristallinen Suspensionen erfolgen. Es empfiehlt sich zur Infiltrationstherapie bevorzugt wässrige Glucocorticoid-Lösungen (oder mikrokristalline Suspensionen) zu verwenden, um Kristallreaktionen und insbesondere Sehnenschäden und Sehnenruptur zu vermeiden. Bei Volon A-Kristallsuspension-Ampulle bzw. Spritzampulle handelt es sich um eine Kristallsuspension mit einer mittleren Partikelgröße von etwa 10 µm (siehe Fachinformation 5.2). Volon A 40 mg/80 mg: Systemische (intramuskuläre) Anwendung: bei Erkrankungen, die auf eine systemische bzw. lokale Glucocorticoidtherapie (falls erforderlich zusätzlich zur Basistherapie) ansprechen, bei denen aber eine orale bzw. lokale Behandlung nicht möglich oder unzureichend ist. zur kurzfristigen Therapie von schweren Verlaufsformen einer Pollenallergie und anderen Allergien, schwere persistierende Formen des Asthma bronchiale (falls mit hochdosierten inhalativen Steroiden in Kombination mit anderen Controller-Arzneimitteln keine Asthmakontrolle erzielt wird). ausgedehnte, schwere und akute Formen von folgenden Hauterkrankungen: Kontaktdermatitiden, Pemphigus vulgaris, Psoriasis, Dermatitis herpetiformis Duhring, atopische, exfoliative, ekzematoide Dermatitis. Gegenanzeigen: Volon A 10 mg/40 mg/80 mg: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile, Magen-Darm-Ulcera, höhergradige Osteoporose, schwere Myopathien, Virosen (z.B. Varizellen), Herpes simplex, Herpes zoster (virämische Phase), Poliomyelitis mit Ausnahme der bulbärencephalitischen Form, HBsAg-positive chronisch aktive Hepatitis, Lymphadenitis nach BCG-Impfung, Systemmykosen und Parasitosen, Eng- und Weitwinkelglaukom, Divertikulitis, frische Darmanastomosen, metastasierende Karzinome, bei Lokaltherapie Infektionen im Anwendungsbereich, ca. 8 Wochen vor bis 2 Wochen nach einer Schutzimpfung, Psychiatrische Anamnese, Amöbeninfektionen, periorale Dermatitis, Rosacaea, Krampferkrankungen, Myasthenia gravis. Volon A-Kristallsuspension-Ampulle bzw. Spritzampulle nicht intravitreal anwenden! Da es sich um eine Kristallsuspension handelt, darf Volon A Kristallsuspension-Ampulle bzw. Spritzampulle nicht intravenös injiziert werden. Volon A Ampulle bzw. Spritzampulle nicht intravitreal anwenden! Volon A 10mg/40mg: Bei folgenden Erkrankungen sollte keine intraartikuläre Injektion erfolgen: bakterielle Arthritiden, Infektionen innerhalb oder in unmittelbarer Nähe des zu behandelnden Gelenks, Sehnenruptur, Instabilität des zu behandelnden Gelenks, Periartikuläre Kalzifikation, Charcot-Gelenk, Blutungsneigung (durch Antikoagulantien oder spontan), nicht vaskularisierte Knochennekrose. Volon A 40 mg/80 mg: Die intramuskuläre Anwendung von Corticosteroiden ist bei idiopathischer, thrombozytopenischer Purpura kontraindiziert. Volon A 10 mg: nicht anwenden bei Kindern unter 14 Jahren. Volon A 40 mg: nicht anwenden bei Kindern unter 14 Jahren und nicht intramuskulär anwenden bei Jugendlichen unter 16 Jahren. Volon A 80 mg: darf bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nicht angewendet werden. Allgemein gilt für die Anwendung von Volon A-Kristallsuspension-Ampulle bzw. Spritzampulle im Wachstumsalter eine sehr strenge Indikationsstellung. Pharmakotherapeutische Gruppe: Corticosteroide zur systemischen Anwendung, Glucocorticoide, Triamcinolonacetonid. ATC-Code: H02AB08. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Pharmazeutischer Unternehmer: Dermapharm GmbH, 1090 Wien. Stand: 03/2014. Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Gewöhnungseffekten und zu den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung sind den veröffentlichten Fachinformationen zu entnehmen. Xarelto 10 mg/15 mg/20 mg Filmtabletten (Vor Verschreibung bitte die Fachinformation beachten). ▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen, siehe Abschnitt 4.8. Qualitative und Quantitative Zusammensetzung: Wirkstoff: 10 mg/15 mg/20 mg Rivaroxaban. Sonstige Bestandteile: Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Lactose-Monohydrat, Hypromellose, Natriumdodecylsulfat, Magnesiumstearat; Filmüberzug: Macrogol 3350, Hypromellose, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172). Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede 10 mg/15 mg/20 mg Filmtablette enthält 26,51 mg/24,13 mg/ 21,76 mg Lactose (als Monohydrat). Pharmakotherapeutische Gruppe: Direkte Faktor-Xa-Inhibitoren, ATC-Code: B01AF01. Anwendungsgebiete: 10 mg: Zur Prophylaxe venöser Thromboembolien (VTE) bei erwachsenen Patienten nach elektiven Hüft- oder Kniegelenksersatzoperationen. 15 mg/20 mg: Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern und einem oder mehreren Risikofaktoren, wie kongestiver Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ab 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke in der Anamnese. Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen. Besondere Patientengruppen: Patienten, die kardiovertiert werden sollen: Bei Patienten, bei denen eine Kardioversion erforderlich sein kann, kann die Behandlung mit Xarelto 15 mg / 20 mg begonnen oder fortgesetzt werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile; akute, klinisch relevante Blutungen; Läsionen oder klinische Situationen mit einem signifikanten Risiko einer schweren Blutung; die gleichzeitige Anwendung von anderen Antikoagulanzien, außer in der speziellen Situation der Umstellung der Antikoagulationstherapie (siehe Abschnitt 4.2) oder wenn UFH in Dosen gegeben wird, die notwendig sind, um die Durchgängigkeit eines zentralvenösen oder arteriellen Katheters zu erhalten; Lebererkrankungen, die mit einer Koagulopathie und einem klinisch relevanten Blutungsrisiko, einschließlich zirrhotischer Patienten mit Child Pugh B und C, verbunden sind; Schwangerschaft u. Stillzeit. Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen: Eine klinische Überwachung in Übereinstimmung mit der antikoagulatorischen Praxis wird während der gesamten Behandlungsdauer empfohlen. Die Gabe von Xarelto sollte bei Auftreten einer schweren Blutung unterbrochen werden. Mit zunehmendem Alter kann sich das Blutungsrisiko erhöhen. Nicht empfohlen: bei Patienten mit einer schweren Nierenfunktionseinschränkung (Kreatinin- Clearance < 15 ml/min); bei Patienten, die zeitgleich eine systemische Behandlung mit Wirkstoffen, die gleichzeitig stark CYP3A4 und P-gp inhibieren, z.B. Azol-Antimykotika oder HIV-Proteaseinhibitoren, erhalten; bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko; bei Patienten, die gleichzeitig starke CYP3A4 Induktoren erhalten, es sei denn der Patient wird engmaschig auf Anzeichen oder Symptome einer Thrombose überwacht; 15 mg / 20 mg zusätzlich: - bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko; da keine Daten vorliegen. Nicht empfohlen aufgrund des Fehlens von Daten: bei Patienten unter 18 Jahren; bei Patienten, die zeitgleich mit Dronedaron behandelt werden; 15 mg/20 mg: bei Patienten mit künstlichen Herzklappen; bei Patienten mit einer LE, die hämodynamisch instabil sind oder eine Thrombolyse oder pulmonale Embolektomie benötigen. Mit Vorsicht empfohlen: bei Patienten mit einer schweren Nierenfunktionsstörung (Kreatinin- Clearance 15 - 29 ml/min) oder mit einer Nierenfunktionsstörung, wenn gleichzeitig andere Arzneimittel eingenommen werden, die zu erhöhten Rivaroxaban Plasmaspiegeln führen; bei Patienten, die gleichzeitig auf die Gerinnung wirkende Arzneimittel erhalten, bei Erkrankungen, die mit einem erhöhten Blutungsrisiko einhergehen; bei der Anwendung von neuraxialer Anästhesie oder Spinal/Epiduralanästhesie; 10 mg zusätzlich: mit Vorsicht anzuwenden – bei Patienten mit erhöhtem Blutungsrisiko. 15 mg/20 mg: es gelten spezielle Dosisempfehlungen für Patienten mit einer mittelschweren oder schweren Nierenfunktionsstörung und im Fall von Patienten mit einer TVT/LE nur dann, deren abgeschätztes Blutungsrisiko das Risiko für eine rezidivierende TVT/LE überwiegt. Bei Patienten mit dem Risiko einer ulzerativen gastrointestinalen Erkrankung kann eine prophylaktische Behandlung erwogen werden. Obwohl die Behandlung mit Rivaroxaban keine Routineüberwachung der Exposition erfordert, können die mit einem kalibrierten quantitativen Anti-Faktor Xa-Test bestimmten Rivaroxaban-Spiegel in Ausnahmesituationen hilfreich sein. Xarelto enthält Lactose. Nebenwirkungen: Häufig: Anämie, Schwindel, Kopfschmerzen, Augeneinblutungen, Hypotonie, Hämatome, Epistaxis, Hämoptyse, Zahnfleischbluten, gastrointestinale Blutung, gastrointestinale und abdominale Schmerzen, Dyspepsie, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Pruritus, Hautrötung, Ekchymose, kutane und subkutane Blutung, Schmerzen in den Extremitäten, Blutung im Urogenitaltrakt (einschließlich Hämaturie und Menorrhagie), Einschränkung der Nierenfunktion, Fieber, periphere Ödeme, verminderte Leistungsfähigkeit, Transaminasenanstieg, Blutung nach einem Eingriff (einschl. postoperativer Anämie und Wundblutung), Bluterguss, Wundsekretion. Gelegentlich: Thrombozythämie, allergische Reaktion, allergische Dermatitis, zerebrale und intrakranielle Blutungen, Synkope, Tachykardie, trockener Mund, Leberfunktionsstörung, Urtikaria, Hämarthros, sich unwohl fühlen, kutane und subkutane Blutung, Anstieg von Bilirubin, alkalischer Phosphatase, LDH, Lipase, Amylase und der GGT. Selten: Gelbsucht, Blutung in einen Muskel, lokale Ödeme, Anstieg von konjugiertem Bilirubin, vaskuläres Pseudoaneurysma. Nicht bekannt: Kompartmentsyndrom oder (akutes) Nierenversagen als Folge einer Blutung, Erfahrungen seit der Marktzulassung (Häufigkeit nicht abschätzbar): Angioödem und allergisches Ödem, Cholestase und Hepatitis (einschließlich hepatozelluläre Schädigung), Thrombozytopenie. Inhaber der Zulassung: Bayer Pharma AG, D-13342 Berlin, Deutschland. Verschreibungs-/ Apothekenpflicht: Rezeptpflichtig (NR), apothekenpflichtig. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten sind den veröffentlichten Fachinformationen zu entnehmen. Stand der Information: Jänner 2017. Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung: Österreich, Bayer Austria Ges.m.b.H., Tel: +43-(0)1-711 460.

Medical Tribune j Nr. 19 j 10. Mai 2017 GERIATRIE 15 Dronabinol in der Palliativmedizin THERAPIEFORUM ■ Das aus der Hanfpflanze gewonnene Cannabinoid Dronabinol kann bei Palliativpatienten als First-Line-Therapie zur Appetitsteigerung und als Add-On zur Behandlung von therapierefraktärer Übelkeit und Emesis eingesetzt werden. Zunächst sei es wichtig, begrifflich zwischen Cannabis und Cannabinoiden zu unterscheiden, stellt Prim. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Likar, Vorstand der Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin, am Geriatriekongress in Wien gleich eingangs klar. Cannabinoide sind einzelne, chemisch definierte Verbindungen. Unter Cannabis dagegen versteht man Pflanzenmaterial oder Extrakte, die etwa 30 verschiedene Cannabinoide enthalten. Suchtmittelrezept Die Cannabinoide können direkt aus der Pflanze gewonnen, aber auch (semi)synthetisch hergestellt werden. In Österreich ist sowohl das aus dem Nutzhanf Cannabis sativa gewonnene Dronabinol (Delta-9-Tetrahydrocannabinol) als auch ein synthetisches THC verfügbar. „Die paradoxe Situation in Österreich ist, dass das, was aus der Naturpflanze ist, ein Suchtmittelrezept braucht, das, was synthetisch ist, aber nicht“, veranschaulicht Likar die uneinheitliche Gesetzeslage, denen die Arzneistoffe je nach Gewinnung derzeit noch unterliegen: Likar plädiert Cannabinoid-Rezeptoren Lokalisation haben Einfluss auf CB1-Rezeptoren ZNS, peripheres Nervensystem auch in Leber, Dünndarm, Hoden, Fettzellen • Koordination • Schmerzverarbeitung • Wahrnehmung, Gedächtnis • Emotionen • Appetit dafür, die Verschreibung zu vereinheitlichen und „von den Suchtmittelrezepten wegzugehen“. Eine Sicht, die am Geriatriekongress insgesamt große Zustimmung aus dem Publikum erfuhr – immerhin zähle bei Palliativpatienten die schnelle Verfügbarkeit eines Arzneistoffes ganz besonders. Appetitmangel und Übelkeit Zur Appetitsteigerung kann Dronabinol als First-Line-Therapie eingesetzt werden. Neben den Cannabinoiden steht in dieser Indikation noch Megestrol zur Verfügung, das jedoch ein ungünstigeres Nebenwirkungsprofil aufweist, weshalb Likar empfiehlt, den Cannabinoiden hier den CB2-Rezeptoren Immunsystem, Mikroglia, Hirnstamm, Milz Immunfunktion Vorzug zu geben. Von der appetitsteigernden Wirkung der Cannabinoide profitieren allerdings nur Patienten, die vor der Behandlung zumindest noch ein wenig Appetit zeigen, wie Likar verdeutlicht: „Es muss ein Appetit da sein, damit man ihn steigern kann.“ Sind Übelkeit und Erbrechen bei Palliativpatienten mit anderen Substanzen nicht beherrschbar, kann Dronabinol Erleichterung verschaffen. In dieser Indikation kommt Dronabinol allerdings nur als Add-on-Therapie infrage, wenn andere Antiemetika wie 5HT3-Rezeptorantagonisten oder Metoclopramid zur Symptomkontrolle nicht ausreichen. Die anti emetische Wirkung des Dronabinols wird über Cannabinoidrezeptoren im Nucleus tractus solitarius vermittelt. Auch bei anders nicht beherrschbaren Tumorschmerzen stellt Dronabinol eine Therapieoption dar – allerdings derzeit nur off-label im Rahmen eines individuellen Heilversuchs. Kontraindikationen Für Cannabinoide gelten folgende Kontraindikationen: ▶ Herzinsuffizienz ▶ Psychose ▶ Angststörung ▶ Psychiatrische Erkrankungen bei Verwandten ersten Grades (besonders, wenn der Patient unter 30 ist) ▶ Drogenmissbrauch oder -abhängigkeit Die letzte Kontraindikation spielt in der Behandlung chronischer Schmerzen eine Rolle, sie sei jedoch in der Palliativmedizin irrelevant, wie Likar klarstellt: „Bei Palliativpatienten spielt es keine Rolle, ob eine positive Anamnese für gegenwärtigen oder vergangenen Drogenmissbrauch da ist.“ Die orale Bioverfügbarkeit von Dronabinol ist mit 6 bis 20 Prozent nicht allzu hoch. Da die Substanz lipophil ist, lässt sich die Resorption durch die Einnahme gemeinsam mit fetthaltiger Nahrung verbessern. Fett hilft bei der Resorption Ein Stückchen Brot mit Olivenöl wäre beispielsweise eine praktikable Lösung. Bei oraler Gabe tritt die Wirkung 30 Minuten bis zwei Stunden nach der Applikation ein und hält für sechs bis acht Stunden an – das ist der Grund, weshalb Dronabinol dreimal täglich verabreicht werden sollte. IKO 12. Gemeinsamer Österreichisch-Deutscher Geriatriekongress, 57. Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie; Wien, April 2017 Dosierung der Dronabinol-Tropfen ▶ Einschleichende Dosierung nach dem Prinzip „Start slow and go slow“ ▶ Beginn mit 3 x täglich 2,5 mg ▶ Bei Bedarf langsam titrierend auf eine Maximaldosierung von 3 x 10 mg steigern Antikoagulierter Patient brauchte akute Laparotomie FALL ■ Das Team um Prim. Priv.-Doz. Dr. Karl-Heinz Stadlbauer berichtet von der ersten Anwendung des Dabigatran-Antidots Idarucizumab im Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck. Es wurde erfolgreich bei einem multimorbiden Patienten mit Indikation zur akuten Laparotomie eingesetzt. Ein 83-jähriger Patient mit multiplen Vorerkrankungen wurde bereits seit einigen Tagen auf der neurologischen Abteilung wegen einer bakterieller Spondylodiszitis, eines Musculus-psoas-Abszess und Sepsis mit Klebsiella oxytoca leitlinien- und antibiogrammgerecht antibiotisch therapiert (Ceftriaxon und Levofloxacin i.v.). Aufgrund eines chronischen Vorhoffflimmerns mit mehreren zerebralen Insulten und gleichzeitig bestehender chronischer Niereninsuffizienz war der Patient mit Dabigatran (2 x 110 mg) vortherapiert. Da sich im Verlauf der Behandlung der Allgemeinzustand des Patienten aufgrund eines neu aufgetretenen akuten Abdomens rapide verschlechterte, wurde vom Neurologen ein CT angefertigt und die Allgemeinchirurgie involviert. Kolon war perforiert Im Abdomen-CT wurde eine Perforation des Colon descendens mit großen Mengen freier Luft im Abdomen diagnostiziert. Gleichzeitig zeigten die Laborbefunde bereits deutlich erhöhte Entzündungsparameter sowie pathologische Gerinnungsparameter, ein beginnendes akutes Nierenversagen und deutlich pathologische Leberfunktionsparameter. Auffällig war die deutlich erniedrigte Prothrombinzeit, welche bereits bei Aufnahme des Patienten imponiert hatte. Da eine medikamentöse Ursache ausgeschlossen werden konnte und die Leberfunktionsparameter bei der Aufnahme bis auf eine moderat erhöhte GGT noch im Normbereich waren, gingen die behandelnden Ärzte von einer septischen Koagulopathie aus. Nach der Indikationsstellung zur akuten Laparotomie wurde der Patient den diensthabenden Anästhesisten vorgestellt und zur weiteren präoperativen Vorbereitung in den Aufwachraum übernommen. Dort stellte sich heraus, dass die letzte Dabigatran-Einnahme (110 mg am Morgen desselben Tages) weniger als 24 Stunden zurücklag. Der Eingriff war jedoch unaufschiebbar. Daher wurde sofort Idarucizumab in empfohlener Dosierung (2 x 2,5 g i.v. innerhalb von 15 Minuten) verabreicht und unmittelbar danach eine Gerinnungskontrolle durchgeführt. Da zu diesem Zeitpunkt das Drugmonitoring im Vöcklabrucker Spital noch nicht rund um die Uhr verfügbar war, wurde die Thrombinzeit bestimmt und ein Rotations-Thromb-Elastogramm angefertigt. Sobald die Thrombinzeit vorlag, wurde der Patient in den OP gebracht. Zur Kreislaufstabilisierung wurde eine Volumentherapie mit einer kristalloiden Lösung eingeleitet (bis Übergabe an die ICU 4300 ml). Aufgrund einer verlängerten Clotting Time entschloss sich der diensthabende Anästhesist weiters, 500 IE eines Humanen Prothrombinkomplexes zu verabreichen. Der Eingriff selbst verlief komplikationslos und ohne erhöhte Blutungsneigung. Ein deutlicher Hämoglobin-Abfall wurde registriert, der war allerdings nicht auf eine intraoperative Blutung, sondern auf den Verdünnungseffekt durch die Infusion zurückzuführen. MEDICAL TRIBUNE *Artikel „Theophyllin raus aus Stufenschema“, MT 18/2017, Seite 7 www.medonline.at Postoperativ wurde der Patient auf die ICU verlegt. Dort zielte man mit einer initial breit angelegten Anti biose auf die Mitbehandlung der Spondylodiszitis ab und die septische Kardiomyopathie wurde mittels Levosimendan-Zyklus therapiert. Nach 16 Tagen konnte der Patient auf die neurologische Normalstation verlegt werden. Ausgehend vom auch durch intensivierte antibiotische Therapie nicht sanierbaren Abszess entwickelte sich eine erneute Sepsis mit septischen Streuherden im Gehirn, sodass eine erneute intensivmedizinische Betreuung nötig war. Da weder die antibiotische Therapie anschlug, noch eine chirurgische Herdsanierung möglich war, wurde ein palliativer Behandlungsansatz verfolgt. Wenige Tage später verstarb der Patient. RED

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