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Medical Tribune 20/2018

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50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE 50. Jahrgang j Nr. 20 j 16. Mai 2018 Medizin Medien Austria j www.medonline.at j Medical Tribune Österreich „Der Paravent der Intransparenz wird überall hingestellt“ „Wenn wir ein Problem haben, dann in der Primärversorgung“, sagt Dr. Clemens Martin Auer und ortet Defizite in der Organisationskraft, aus der eine Steuerungsproblematik im heimischen Gesundheitssystem resultiere. Auch die unzureichende Transparenz missfällt ihm. Insgesamt stellt der Sektionsleiter im Gesundheitsministerium dem System im Interview aber ein gutes Zeugnis aus. Von Ambulanzgebühren hält er nichts: „Warum soll ich die Bevölkerung bestrafen, wenn die Versorgungsstrukturen nicht zugänglich genug sind?“ Große Hoffnungen setzt Auer stattdessen auf die neuen Primärversorgungseinheiten. ▶ SEITE 3 Honorarabschluss: Bares für Rares Lange haben sie gedauert, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Honorarverhandlungen zwischen Ärztekammer, WGKK und Stadt Wien haben zu Verbesserungen geführt, wobei Akzente auf „Mangelfächer“ gesetzt werden. Wer sich etwa als Allgemeinmediziner in Favoriten niederlässt, wird mit 44.000 Euro Startkapital gefördert. Und bis 2020 erhalten Allgemeinmediziner und Kinderärzte 30 Prozent mehr Honorar. ▶ SEITE 4 Stoffwechselentgleisung als pädiatrischer Notfall ÖDG-TAGUNG ■ Bei rund 23 Prozent der Kinder wird der Diabetes erst durch die diabetische Ketoazidose diagnostiziert. Bei Kleinkindern sind es sogar 70 Prozent. Die Ketoazidose wird meist erst spät erkannt, obwohl die Beschwerden oft schon Tage zuvor einsetzen. Dass jedes vierte Kind, das neu an Typ-1-Diabetes erkrankt, mit einer schweren, potenziell tödlichen Stoffwechselentgleisung ins Krankenhaus kommt, zeigt, dass die Strategien zur Diabetes-Früherkennung bisher nicht besonders erfolgreich waren. „Wir müssen einfach noch besser werden“, lautete das nüchterne Resümee, das die Pädiaterin Prof. Dr. Sabine Hofer von der Medizinischen Universität Innsbruck auf der Frühjahrstagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft in Graz zog. In den letzten 30 Jahren sind keine wirklichen Fortschritte erzielt worden, was den hohen Prozentsatz von Ketoazidosen bei der Manifestation eines Typ-1-Diabetes anbelangt. Zuletzt ist die Rate laut Hofer sogar wieder leicht angestiegen. ▶ SEITE 9 Diese Woche: PLATTFORM DIABETES ▶ Seite 9–15 ■ AUS DEM INHALT Safer Sex in der Karibik Ein WHO-Experte erklärt, wie und wo genau Honeymooners aufs Zika- Virus achten müssen. ▶ SEITE 6 Ruf nach Screening Gefäßmediziner sprechen sich für das Aortenaneurysma-Screening nach deutschem Vorbild aus. ▶ SEITE 8 Basalinsuline im Duett Bei fortgeschrittenem Typ-2-Diabetes werden mit einfachen Strategien akzeptable BZ-Werte erzielt. ▶ SEITE 13 Absurde Zeitreise Dr. Stelzl erinnert sich daran, was im Jahr 2003 noch alles schier undenkbar gewesen wäre. ▶ SEITE 16 AUGMENTED REALITY Jetzt neu: Über die Augmented Reality App von medONLINE kommen Sie zu multimedialen Inhal ten, die Sie via Handy sehen kön nen. Heute auf den Seiten 9, 10 und 15. Achten Sie auf dieses Zeichen FOTOS: JUANMONINO, SEREGRAFF / GETTYIMAGES P. knowlesi gilt seit 80 Jahren als Malaria-Erreger bei Makaken. Reisefieber aus dem Fernen Osten Aus Thailand sind einige Fälle bekannt, in denen Menschen sich die „Affenmalaria“, ausgelöst durch Plasmodium knowlesi, eingefangen haben, wurde auf der Linzer Reisemedizin-Tagung berichtet. ▶ SEITE 7 Ein Fall für den Volksanwalt Den aktuellen Jahresbericht der Volksanwaltschaft kann man sich in Bezug auf die Altenpflege nicht schönreden: „Würde man das Prob lem auf vereinzelte ,Missstände‘ oder ,schwarze Schafe‘ in der Branche zurückführen, so wäre das ein Verharmlosungsversuch, der die Dramatik der Lage verkennt“, wird unmissverständlich klargestellt. Die Probleme seien struktureller Art. Interdisziplinäre Experten stießen bei Besuchen in Heimen unter anderem in 60 Prozent der Fälle auf eine „bedenkliche Medikation“. Laut Volksanwaltschaft besteht dringender Handlungsbedarf. ▶ SEITE 2 Neue Insuline im Sauseschritt Auf der Suche nach rascher wirkenden Insulinen gibt es derzeit drei erfolgversprechende Ansätze, die zumindest kleine Verbesserungen erhoffen lassen. Bei der Produktion von Insulin muss immer ein Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Stabilität gefunden werden. Nun liegen erste klinische Studien zu den neuen, ultraschnellen Insulinen vor. Der wichtigste Effekt dürfte die Verbesserung der postprandialen Glukosewerte sein. Wenn der Preis nicht dagegen spricht, sollten diese neuen Entwicklungen den Patienten daher nicht vorenthalten werden, meinte Dr. Tim Heise vom Profil Institut für Stoffwechselforschung in Neuss auf der ÖDG-Frühjahrstagung in Graz. ▶ SEITE 15 © iStock.com/vm, Symbolpackung, Symbolabbildung, 2018_05_Rosuvastatin_I_MT_01 ERSTMALS TEILBAR Kraft braucht Verantwortung SEIT MAI 2018 GREEN BOX Fachkurzinformationen auf Seite 14 MT_20_18_s01.indd 1 11.05.2018 10:52:49

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