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Medical Tribune 21/2017

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Medical Tribune

15 JAHRE IMG/1A/2016/12/8Happy Birthday! 49. Jahrgang j Nr. 21 j 24. Mai 2017 Medizin Medien Austria j www.medonline.at Was der Schlag aus der Steckdose anrichten kann Stromschläge können die verschiedensten Schäden auslösen. So können das Herz, die Atemwege, die Haut, das ZNS, die Blutgefäße, die Niere oder das muskuloskelettale System im Mitleidenschaft gezogen werden. Vor allem die kardialen Läsionen sind gefürchtet, denn schon wegen seiner Lage ist das Herz besonders exponiert, egal, ob der Strom von Hand zu Hand oder von der Hand bis zum Fuß durch den Körper fließt: Er durchdringt immer das Herz. Als Folge drohen lebensgefährliche Arrhythmien, die sich gelegentlich erst später manifestieren. Selbst haushaltsüblicher Wechselstrom reicht schon, um eine Asystolie auszulösen. ▶ SEITE 5 Kampfansage an Essstörungen Im Therapie- und Kompetenzzentrum „intakt“ begleiten Ärzte und Therapeuten Patienten mit Essstörungen ambulant auf dem Weg aus ihrer Erkrankung. Die Praxis im 9. Wiener Gemeindebezirk funktioniert wie eine wahlärztliche Gruppenpraxis. Die Wiener Gebietskrankenkasse spielt (noch) nicht mit, sodass man keine Kassen-Therapieplätze anbieten kann. ▶ SEITE 4 So haben Primärversorger Schweden erobert POLITIK & PRAXIS ■ In Österreich wird debattiert, im Norden ist Primärversorgung gelebte Praxis. Medical Tribune wirft einen Blick auf das schwedische Modell. Schweden wird in vielen Bereichen gerne als Vorbild zitiert, so auch in Sachen moderner Primärversorgung. Kaum ein gesundheitspolitisches Thema wird in Österreich so heiß diskutiert wie die Primärversorgung. Rahmenbedingungen und Details sind umstritten, in einem sind sich Experten aber einig: An Primärversorgungszentren führt künftig kein Weg vorbei. Da kann es nicht schaden, über den Tellerrand zu blicken und zu fragen: Wie läuft diese Versorgung in Ländern, in denen Primärversorger bereits einen hohen Stellenwert haben und ein hohes Ausmaß an interprofessioneller Zusammenarbeit zum Alltag gehört? Medical Tribune stieß dabei auf Schweden und einen deutschen Allgemeinmediziner, der dort lange tätig war. Er erklärt, wie die Finanzierung funktioniert – ohne private Versicherungen und mitunter auch ohne eine Vergütung einzelner Besuche – und dass Interprofessionalität bereits in der Ausbildung beginnt. Ein Modellprojekt zeigt, wie mit der Primärversorgung sogar der Hausärztemangel kompensiert werden kann. In Österreich sorgen derweil Neuwahlen für neue Verunsicherung. ▶ SEITE 2–3 Diese Woche: SCHWERPUNKT DIABETES ▶ Seite 9–13 ■ AUS DEM INHALT Auf Crystal Meth Die S3-Leitlinie zu Methamphetamin-bezogenen Störungen gibt Hilfestellung bei der Versorgung. ▶ SEITE 7 Was meint der Kollege? „Wer weiß weiter?“ heißt ein neues Online-Forum, in dem Ärzte schwierige Fälle diskutieren können. ▶ SEITE 8 Autonome Neuropathie Viele Diabetiker entwickeln aufgrund einer autonomen Neuropathie gastrointestinale Symptome. ▶ SEITE 10 Hightech-Diabetiker Insulinpumpen ermöglichen eine fast kontinuierliche Gabe von kurz wirksamen Insulinen. ▶ SEITE 11 Polyneuropathie Experten der American Diabetes Association raten, ein Screening bei Menschen mit Prädiabetes und Symptomen durchzuführen. ▶ SEITE 13 Arrhythmie durch Arznei Die Verlängerung der QT-Zeit kann die gefürchtete Torsade-de- pointes- Tachykardie hervorrufen. ▶ SEITE 14 FOTOS: MARKRUBENS / ISTOCK; HANS LABLER Dr. Ulrike Melmer ist Allgemeinmedizinerin in Wien-Favoriten. „Manchmal macht es einfach Spaß“ Nach zehn Jahren zögern immer noch viele Ärzte, am Programm „Therapie Aktiv“ für Diabetiker teilzunehmen. Medical Tribune sprach mit einer Mitwirkenden der ersten Stunde über ihre Erfahrungen. ▶ SEITE 12 Leber heilen unter „Substis“ Ein Wiener Hepatitis-C-Therapieprogramm für Opiatabhängige sorgte für Furore auf dem Substitutionsforum in Mondsee. Der Hepatologe Univ.- Prof. Dr. Michael Gschwantler und der Suchtmediziner Dr. Hans Haltmayer stellten das Konzept der „Directly observed therapy“ vor, mit Pankreopriver Diabetes dem sie bis Anfang Mai 2017 bei 72 von 73 Substitutionspatienten eine virologische Heilung erreicht haben: Die HCV-Medikamente werden gemeinsam mit den Substitutionsmedikamenten in einer niedrigschwelligen Suchthilfeeinrichtung oder einer Apotheke verabreicht. ▶ SEITE 6 Auf der ÖDG-Frühjahrstagung in Innsbruck berichtete Univ.-Prof. Dr. Thomas Wascher über das sehr heterogene Krankheitsbild des pankreopriven Diabetes, hinter dem ätiologisch neben Pankreatektomien auch akute und chronische Pankreatitiden stecken können – nach einer akuten Pankreatitis wird von 15 Prozent Betroffenen ausgegangen, bei chronischer Pankreatitis werden zwischen 30 und 80 Prozent vermutet. Behandlungsstragien sind fast nur für die operierten Patienten beschrieben. Das Ziel der antihyperglykämischen Therapie ist abhängig von der Grunderkrankung, von der Restlebenserwartung und der Bereitschaft und Fähigkeit zur Therapieadhärenz. ▶ SEITE 9 Adam liebt CandAm® 3 Stärken 2 Substanzen kombiniert Candesartan + Amlodipin 1 - fach verordnen CandAm® Das Neu-Original © rh2010 - Fotolia.com, Symbolpackung, 2017_04_CandAm_I_MT_01 Fachkurzinformationen auf Seite 14

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