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Medical Tribune 24/2017

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Medical Tribune

15 JAHRE IMG/1A/2016/12/8Happy Birthday! 49. Jahrgang j Nr. 24 j 14. Juni 2017 Medizin Medien Austria j www.medonline.at Gutachten setzt Assistenzärztin unter Druck Der Todesfall einer vermeintlichen Migräne-Patientin, die mit einer Kopfschmerzdiagnose aus einer Linzer Notfallambulanz im November 2016 entlassen worden war und danach an einer Aneurysma-Ruptur verstorben ist, schlägt Wellen. Ein Gutachten attestiert nun, dass „zweifellos eine klinische Indikation zur Abklärung der Kopfschmerzen mittels CCT“ vorgelegen habe. Die Staatsanwaltschaft Linz ermittelt in dem Strafverfahren und will der betroffenen Assistenzärztin die Möglichkeit zu einer Stellungnahme geben. Medical Tribune ging derweil der Frage nach, wie sich junge Ärzte vorsehen können, um nicht in eine ähnliche Situation zu geraten. ▶ SEITE 3 Steuerschonend auf der Reise Wenn die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, ist guter Rat teuer. Inwieweit sind etwa Reisekosten steuerlich absetzbar, wenn man an einem Ärztekongress teilnimmt und den Aufenthalt um ein paar private Urlaubstage verlängert? Lange war das gar nicht möglich, dann hatte der Gesetzgeber ein Einsehen. Es gilt jedoch ein paar Grundregeln zu beachten. ▶ SEITE 4 Nebenwirkungen törnen nicht nur Patienten ab PHARMAKOVIGILANZ ■ Die Meldemoral in Sachen Arzneimittelnebenwirkungen ist dürftig – dabei spielen diese sogar im Bett eine Rolle. Der Rest ist Schweigen. Flaute im Bett muss nicht immer an der Beziehung liegen – häufig sind Medikamente der Spielverderber. Die Ursachen sexueller Funktionsstörungen (am häufigsten tritt erektile Dysfunktion auf) sind vielfältig, nicht selten sind sie aber iatrogen. Zahlreiche im klinischen Alltag eingesetzte Medikamente können Libido, Potenz und Orgasmus negativ beeinflussen. Dazu zählen nicht nur Antidepressiva und Betablocker, sondern auch Analgetika oder Statine. Deren unerwünschte Nebenwirkungen wurden auf den Ärztetagen in Grado diskutiert. Medical Tribune war vor Ort und machte einen Konsens aus: In der Praxis müsse man diese Probleme aktiv ansprechen, da die Patienten dies von sich aus nur selten tun. Wobei: Wenn es um Nebenwirkungen geht, sind Ärzte selbst kein Vorbild in Sachen Kommunikation. Gut 10.000 Nebenwirkungen wurden 2016 österreichweit gemeldet, lediglich 221 kamen von niedergelassenen Ärzten. Und das waren entgegen dem bundesweiten Trend auch noch weniger als im Jahr zuvor. ▶ SEITE 5/9 Diese Woche: SCHWERPUNKT ALLGEMEINMEDIZIN ▶ Seite 9–15 ■ AUS DEM INHALT Populismus als Schutz In Zeiten zunehmender Ängste erfüllen Populismus und Fundamentalismus eine „Schutzfunktion“. ▶ SEITE 2 ESTS in Innsbruck 1500 Thoraxchirurgen trafen sich zum weltweit größten Kongress ihres Fachgebiets in Tirol. ▶ SEITE 6 Neuer Bildungsweg Teva-ratiopharm startet eine Fortbildungsinitiative, die Unabhängigkeit verspricht. ▶ SEITE 8 Brummende Schädel Es gibt etliche Grunderkrankungen, die von Kopfschmerzen begleitet werden, z.B. Schlafapnoe, Trigeminusneuralgie, Glaukom. ▶ SEITE 12 Crohn in Remission Wie lässt sich der Therapieerfolg bei M. Crohn erhalten? Ein Konsensus der ECCO gibt Auskunft. ▶ SEITE 13 Hartnäckiger Reflux Alarmsymptome, Risikofaktoren und fehlendes Therapie-Ansprechen sind Gründe für die Endoskopie. ▶ SEITE 14 FOTOS: GPOINTSTUDIO / GETTYIMAGES; MT-ARCHIV Mit der Stuhllehne kann man sich Stöße ins Abdomen versetzen. Erste Hilfe mit dem Stuhl Das Ersticken durch Fremdkörper in den Atemwegen ist eine gefürchtete Todesursache. Britische Forscher haben untersucht, ob außer dem Heimlich-Griff noch andere Manöver, die Druck auf das Diaphragma ausüben, hilfreich sind – oder sogar weniger riskant: Denn der plötzliche Druck kann Rippenbrüche oder Milzrupturen zur Folge haben. ▶ SEITE 11 Gelenkschmerz vom Diabetes Stoffwechselerkrankungen können zu Beschwerden führen, die nicht immer leicht von Rheuma abzugrenzen sind. Bei den Ärztetagen in Grado fasste ein Rheumatologe zusammen, mit welchen endokrinen Arthropathien bei Vorliegen eines Diabetes mellitus oder einer Schilddrüsenerkrankung zu rechnen ist – das Spektrum reicht vom „Stiff Hand Syndrome“ über den Charcot-Fuß über die diabetische Amyotrophie bis hin zum Morbus Forestier. Manchmal ist der Gelenkschmerz sogar der erste Hinweis auf die Stoffwechselerkrankung. ▶ SEITE 10 Apoplex- vs. Blutungsrisiko Gerade bei älteren multimorbiden Patienten drohen bei der Antikoagulation einige Fallstricke. Gleichzeitig ist aber diese Patientengruppe besonders häufig von Vorhofflimmern betroffen. CHA 2 DS 2 -VASc-Score und HAS-BLED-Score helfen dabei, Schlaganfall- und Blutungsrisiko abzuschätzen und gegeneinander abzuwägen. Bei der Wahl des richtigen Antikoagulans gilt es, Komorbiditäten und potenzielle Interaktionen mit anderen Arzneimitteln zu berücksichtigen. Steht ein Eingriff an, sollten Pausieren und Bridging mit Heparin wohlüberlegt sein. Notwendig sind sie nämlich nicht immer. Gerade das Bridging kann vielen Patienten nämlich sogar mehr schaden als nützen. ▶ SEITE 15 Adam liebt CandAm® 3 Stärken 2 Substanzen kombiniert Candesartan + Amlodipin 1 - fach verordnen CandAm® Das Neu-Original © rh2010 - Fotolia.com, Symbolpackung, 2017_06_CandAm_I_MT_01 Fachkurzinformationen auf Seite 14

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