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Medical Tribune 25/2017

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15 JAHRE IMG/1A/2016/12/8Happy Birthday! 49. Jahrgang j Nr. 25 j 21. Juni 2017 Medizin Medien Austria j www.medonline.at Die Borreliose mauserte sich zur Modekrankheit INFEKTIOLOGIE ■ Obwohl immer wieder behauptet wird, dass die Borreliose unterdiagnostiziert sei, ist der entsprechende Verdacht oft zu rasch bei der Hand. Diese Woche: SCHWERPUNKT INFEKTIOLOGIE ▶ Seite 9–15 ■ AUS DEM INHALT Fachkurzinformationen auf Seite 14 Ärztekammer am Scheideweg In der Österreichischen Ärztekammer bahnt sich ein Chefwechsel an. Einer der Drahtzieher im Hintergrund ist Dr. Peter Niedermoser aus Linz. Er spart nicht mit Kritik – intern, vor allem aber am PVE-Gesetz. ▶ SEITE 3 Vertuscht Aus Fehlern könnte man lernen, wenn es eine Fehlerkultur im Gesundheitssektor gäbe. ▶ SEITE 7 „Sonne ohne Reue“ 30 Jahre hat die Krebshilfe-Initiative auf dem Buckel. Mit Erfolg, wie die Rückschau zeigt. ▶ SEITE 8 Pro & Contra Impfpflicht Ist Impfzwang eine ethische Verpflichtung oder ein Verstoß gegen die persönliche Integrität? ▶ SEITE 13 Chagas-Erreger schlägt aufs Herz Die Chagas-Erkrankung verläuft initial meist grippeähnlich. In dieser Phase kann sich aber auch eine Myokarditis entwickeln, die mit einer Letalität von 5–15 % einhergeht. Danach bleiben viele Patienten über zehn bis 20 Jahre symptomfrei. Ein Drittel entwickelt aber kardiologische Mani festationen oder gastroenterologische Komplikationen. ▶ SEITE 11 „Die Borreliose ist eine Modeerkrankung und überdiagnostiziert“, ist der Infektiologe und Tropenmedizinier Dr. Marton Széll von der Medizinischen Universität Wien überzeugt. Im Gespräch mit der MT erklärt er einen Grund dafür: Die Borreliose wird mit einer Unmenge von Symptomen in Verbindung gebracht. Von Effloreszenzen über Schmerzen im Bewegungsapparat bis hin zu Depressionen: Wann immer solche Beschwerden auftreten, ist der Borrelioseverdacht nicht weit, nicht nur bei googelnden Patienten, sondern auch bei vielen Ärzten. Als Reaktion darauf hat Széll kürzlich die „10 Gebote der Borreliose – für Ärzte“ verfasst. Ins Auge stechen etwa das zweite Gebot („Eine prophylaktische Gabe von Antibiotika ist unnötig“) oder das neunte Gebot („Wenn eine Borreliosetherapie nicht greift, ist in erster Linie die Diagnose zu hinterfragen und keine weiteren Therapien durchzuführen“). ▶ SEITE 9 Malaria auf dem Rückzug Die Zahl der Malaria-Fälle ist weltweit auf 212 Millionen gesunken (davon 90 % in Afrika) und jene der Todesfälle auf 429.000. ▶ SEITE 14 Cocooning Impfexperte Kollaritsch plädiert für eine Immuniserung der Familie zum Schutz des Neugeborenen. ▶ SEITE 15 Mangelware Angesichts des Ärztemangels müsste man die verbliebenen Haus ärzte verhätscheln, findet Dr. Stelzl. ▶ SEITE 16 Sandflohbefall kennt man in Äthiopien, Kenia oder Tansania. Sandfloh im Fuß als Reisesouvenir Meist bohrt sich der Hautparasit völlig unbemerkt in die Fußsohle, da die Empfehlung nicht eingehalten wird, auf Reisen in gefährdete Gebiete geschlossene Schuhe zu tragen. Mit topischen Antihelminthika ist dem Floh schwer beizukommen. Nun verspricht die Therapie mit Dimeticon-Zubereitungen Erfolg, und Silikonöle drehen den Larven die Luft ab. ▶ SEITE 10 Spirale im Kreuzfeuer der Kritik Drei Jahre vor dem 60. Geburtstag der Pille stehen Levonorgestrel-haltige Hormonspiralen (Intrauterine Devices, IUDs) im Kreuzfeuer die Kritik. Anlass für die Aufregung ist eine kürzlich im Fachjournal „Psychoneuroendocrinology“ veröffentlichte Studie, die die Spiralen mit Depressionen, Angststörungen und Unruhezuständen in Verbindung bringt. Auch das Pharmacovigilance Risk Assessment Committee (PRAC) der EMA prüft derzeit, ob ein Zusammenhang zwischen Levonorgestrel und psychischen Erkrankungen bestehen könnte. ▶ SEITE 2 „Wir müssen auf die Ärzte hören“ Dr. Alexander Biach, der neue Vorstandsvorsitzende des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, erläutert im Gespräch mit der Medical Tribune seine Strategie. Und outet sich als Fan von ELGA. „Das System ist wirklich super“, so Biach. Es gebe ohnehin kein Zurück: „Der ELGA-Zug rollt und ist nicht mehr aufzuhalten.“ Grundsätzlich will Biach möglichst alle Systempartner in Entscheidungsprozesse einbinden, gerade auch die Ärzte. Das System müsse zwar optimiert, aber nicht unbedingt gänzlich neu erfunden werden. In der Vergangenheit sei zu inflationär mit dem Wort Reformen umgegangen worden. „Ich möchte lieber das Wort Verbesserung pflegen“, sagt der Hauptverbands-Chef. ▶ SEITE 6 Adam liebt CandAm® 3 Stärken 2 Substanzen kombiniert Candesartan + Amlodipin 1 - fach verordnen CandAm® Das Neu-Original © rh2010 - Fotolia.com, Symbolpackung, 2017_06_CandAm_I_MT_01 Fachkurzinformationen auf Seite 14

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