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Medical Tribune 29-35/2018

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14 PHARMA

14 PHARMA Medical Tribune j Nr. 2935 j 29. August 2018 ■ CHMP-EMPFEHLUNGEN Der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA (CHMP) hat bei seiner letzten Sitzung folgende Zulassungsempfehlungen abgegeben: ▶ Imfinzi ® (Durvalumab, Astra- Zeneca) zur Behandlung des nicht- kleinzelligen Lungenkarzinoms. Neue Tablettenanlage in Graz FORSCHUNG ■ Mit der neuen Pulverbeschichtungsanlage „Consigma CTL 25“ können neue Formulierungen rascher hergestellt und getestet werden. ▶ Onpattro TM (Patisiran, Alnylam Pharmaceuticals) zur Behandlung der hereditären Transthyretin-vermittelten Amyloidose bei Erwachsenen mit einer Polyneuropathie im Stadium 1 oder 2. Das Medikament wurde in einem beschleunigten Verfahren begutachtet. ▶ Kigabeq ® (Vigabatrin, Orphelia Pharma) zur Behandlung von Spasmen bei Kindern (West-Syndrom) und resistenter partieller Epilepsie. ▶ Slenyto ® (Melatonin, RAD Neurim Pharmaceuticals) zur Behandlung von Schlaflosigkeit bei Kindern und Erwachsenen mit Autismus-Spektrum-Störungen oder Smith-Magenis-Syndrom. ▶ Symkevi ® (Tezacaftor/Ivacaftor, Vertex) zur Therapie von Patienten mit zystischer Fibrose ab 12 Jahren. ▶ Xerava ® (Eravacyclin, Tetraphase Pharmaceuticals) zur Behandlung von komplizierten intraabdominellen Infektionen bei Erwachsenen. ▶ Braftovi ® (Encorafenib, Pierre Fabre) und Mektovi ® (Binimetinib, Pierre Fabre), die in Kombination zur Behandlung von Patienten mit inoperablem oder metastasiertem Melanom mit einer BRAF-V600- Mutation eingesetzt werden. ▶ Verzenios ® (Abemaciclib, Eli Lilly) zur Behandlung von Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs. ▶ Ilumetri ® (Tildrakizumab, Almirall) zur Behandlung der moderaten bis schweren Plaque-Psoriasis. ▶ Hulio ® (Adalimumab, Mylan) zur Behandlung bestimmter inflammatorischer und autoimmuner Störungen. ▶ Pelgraz ® (Pegfilgrastim, Accord Healthcare) und Udenyca ® (Pegfilgrastim, ERA Consulting) zur Verminderung der Dauer von Neutropenie und des Auftretens febriler Neutropenie bei Patienten, die eine zytotoxische Chemotherapie erhalten. ▶ Deferiprone Lipomed ® (Deferipron, Lipomed) zur Behandlung einer Eisenüberladung bei Patienten mit Thalassaemia major. ▶ Gefitinib Mylan ® (Gefitinib, Mylan) zur Behandlung des nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms. ▶ Lenalidomide Accord ® (Lenalidomid, Accord Healthcare) zur Behandlung des Multiplen Myeloms. Von der Entdeckung pharmazeutischer Wirkstoffkombinationen bis zur Zulassung als serienreifes Medikament vergeht viel Zeit. Um diesen Vorgang abzukürzen, eröffnete die Research Center Pharmaceutical Engineering GmbH (RCPE) im Mai 2017 in Graz eine Pilotfabrik, in der auch Forschung in Kooperation mit Firmen aus der Pharmabranche betrieben wird. Nun wurde die Ausstattung der RCPE um rund fünf Millionen Euro AML-Therapie in der Phase I/II Menarini Ricerche, ein Unternehmen der Menarini-Gruppe, hat bekanntgegeben, dass es das Sponsoring der Phase-I/II-Studie zu MEN1703/SEL24 in der Behandlung von Patienten mit rezidivierter bzw. refraktärer akuter myeloischer Leukämie (AML) in den USA von Selvita zur Gänze übernommen hat. MEN1703/SEL24 ist ein oraler dualer PIM-/FLT3-Kinase-Inhibitor. Präklinische Daten lassen auf eine Wirkung bei weiteren malignen hämatologischen Erkrankungen und festen Tumoren hoffen. Selvita S.A. und die Menarini-Gruppe hatten im Vorjahr eine globale Lizenzvereinbarung für SEL24/MEN1703 unterzeichnet. RED erweitert. Somit konnte eine neue Pulverbeschichtungsanlage in Betrieb genommen werden. Mit der „Consigma CTL 25“ können beschichtete Tabletten auch in Kleinmengen, z.B. für Pilotstudien oder klinische Forschung, hergestellt werden. Der gesamte Herstellungsablauf umfasst Dosierung, Mischen von Rohstoffen, Nass- oder Schmelzgranulation, Trocknung und Kühlung, Tablettierung und schließlich Beschichtung in einer einzigen Produktionslinie. „Mit der neuen Anlage und dem neuen Prozessraum können wir modernste Simulationen, neueste Sensoren und Formulierungen unverzüglich in der Praxis testen und auswerten“, sagt Univ.-Prof. DI Dr. Johannes Khinast, wissenschaftlicher Leiter des RCPE. RCPE ist ein K1-Kompetenzzentrum, das sich zu 65 % im Besitz der TU Graz befindet. Die Karl-Franzens- Universität Graz ist mit 20 % beteiligt und die Joanneum Research GmbH mit 15 %. APA/RED JAK-Hemmer für RA-Patienten RHEUMATOLOGIE ■ Eine Forschungsgruppe um Prof. Dr. Gerd- Rüdiger Burmester von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie der Berliner Charité hat die Anwendung von Upadacitinib bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) untersucht, bei denen konventionelle synthetische krankheitsmodifizierende Antirheumatika nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Upadacitinib, ein selektiver Inhibitor der Januskinase-1 (JAK-1), hatte sich in einer Phase-II-Studie bei dieser Patientengruppe als wirksam erwiesen. Nun wurden Ergebnisse der Phase-III-Studie SELECT-NEXT veröffentlicht, in der Upadacitinib im Vergleich zu Placebo eine deutliche Reduktion der Gelenkschwellungen bewirkte. Die Patienten hatten zudem weniger Schmerzen und ihre Gelenkfunktion wurde verbessert. „Unsere Ergebnisse belegen, dass JAK-Inhibitoren eine wirksame alternative Behandlungsoption für Patientinnen und Patienten mit Langzeitkrankheiten sind, die nicht ausreichend auf konventionelle Medikamente ansprechen oder für die ein Biopharmazeutikum keine gute Option ist“, kommentierte Burmester. RED Burmester GR et al., Lancet 2018; doi: 10.1016/S0140-6736(18)31115-2 Astec 35 (52,5; 70) Mikrogramm/h Transdermales Pflaster. Zusammensetzung: Ein transdermales Pflaster enthält 20 (30; 40) mg Buprenorphin. Wirkstoffhaltige Fläche: 25 (37,5; 50) cm 2 . Nominale Abgaberate: 35 (52,5; 70) Mikrogramm Buprenorphin pro Stunde. Hilfsstoffe: Sojaöl. Adhäsive Matrix mit Wirkstoff: Styren-Butadien-Styren (SBS) und Styren-Butadien Blockcopolymer, Kolophonium Harz, Antioxidans (2,4-Bis(1,1-Dimethylethyl)phenyl phosphit (3:1); Tris(2,4-Di-Tert-Butylphenyl)phosphate), Aloe Vera Blätterextrakt Öl (enthält auch raffiniertes Sojaöl und all-rac-α-Tocopherolacetat (Ph.Eur.)). Trägerschicht: Pigmentiertes Polyethylen, thermoplastisches Harz und aluminiumbedampftes überzogenes Polyester, blaue Beschriftungstinte. Abziehfolie mit Abziehhilfe: Polyesterfilm, einseitig silikonisiert (wird vor dem Aufkleben abgezogen). Anwendungsgebiete: Mäßig starke bis starke Tumorschmerzen und starke Schmerzen bei ungenügender Wirksamkeit nicht-opioider Schmerzmittel. Astec ist für die Behandlung von akuten Schmerzen nicht geeignet. Gegenanzeigen: Astec darf nicht angewendet werden: bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Buprenorphin, Soja, Erdnuss oder einen der sonstigen Bestandteile; bei opioidabhängigen Patienten und zur Behandlung bei Drogensubstitution; bei Krankheitszuständen, bei denen eine schwergradige Störung des Atemzentrums und der Atemfunktion vorliegt oder sich entwickeln kann; bei Patienten, die MAO-Hemmer erhalten oder innerhalb der letzten 2 Wochen erhalten haben; bei Patienten mit Myasthenia gravis; bei Patienten mit Delirium tremens; in der Schwangerschaft. Pharmakotherapeutische Gruppe: Opioide, Oripavin-Derivate. ATC-Code: N02AE01. Packungsgrößen: Die Packungen enthalten 4, 5, 8, 10, 16 oder 24 (6x4) einzeln versiegelte transdermale Pflaster. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Abgabe: Suchtgift, Abgabe nur auf Suchtgiftrezept, apothekenpflichtig. Kassenstatus: Green-Box. Zulassungsinhaber: Gebro Pharma GmbH, 6391 Fieberbrunn. Stand der Information: Dezember 2014. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen sowie Gewöhnungseffekten entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. Fulvestrant ratiopharm 250 mg Injektionslösung in einer Fertigspritze. Qualitative und Quantitative Zusammensetzung: Eine Fertigspritze enthält 250 mg Fulvestrant. Jeder ml Lösung enthält 50 mg Fulvestrant. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede Fertigspritze enthält: 500 mg Ethanol 96% (Alkohol), 500 mg Benzylalkohol, 750 mg Benzylbenzoat. Anwendungsgebiete: Fulvestrant ratiopharm ist angezeigt: - als Monotherapie zur Behandlung von Östrogenrezeptor-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom bei postmenopausalen Frauen: die keine vorhergehende endokrine Therapie erhalten haben, oder mit Rezidiv während oder nach adjuvanter Antiöstrogen-Therapie oder bei Progression der Erkrankung unter Antiöstrogen-Therapie. - in Kombination mit Palbociclib zur Behandlung des Hormonrezeptor-(HR)-positiven, humanen Wachstumsfaktor-Rezeptor-2-(HER2)-negativen, lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinoms bei Frauen, die eine vorhergehende endokrine Therapie erhalten haben (siehe Abschnitt 5.1 der Fachinformation). Bei prä- oder perimenopausalen Frauen sollte die Kombinationstherapie mit Palbociclib mit einem Luteinisierungshormon-Releasinghormon-(LHRH)-Agonisten kombiniert werden. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen genannten sonstigen Bestandteile. Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6 der Fachinformation). Schwere Einschränkung der Leberfunktion (siehe Abschnitte 4.4 und 5.2 der Fachinformation). Pharmakotherapeutische Gruppe: Endokrine Therapie, Antiöstrogene, ATC-Code: L02BA03. Liste der sonstigen Bestandteile: Ethanol (96 %), Benzylalkohol, Benzylbenzoat, raffiniertes Rizinusöl. Art und Inhalt des Behältnisses: Ein Fertigspritzensatz enthält: Eine Fertigspritze aus klarem Typ-1-Glas mit einem Stempel aus Polypropylen, ausgestattet mit einem Luer-Lock Anschluss, die 5 ml Fulvestrant ratiopharm Injektionslösung enthält. Außerdem ist eine Injektionsnadel mit Sicherheitssystem zur Verbindung mit dem Zylinder beigefügt. Oder Zwei Fertigspritzen aus klarem Typ-1-Glas mit einem Stempel aus Polypropylen, ausgestattet mit einem Luer-Lock Anschluss, die jeweils 5 ml Fulvestrant ratiopharm Injektionslösung enthalten. Außerdem sind Injektionsnadeln mit Sicherheitssystem zur Verbindung mit jedem Zylinder beigefügt. Inhaber der Zulassung: TEVA B.V., Swensweg 5, 2031 GA Haarlem, Niederlande, Tel.Nr.: +43/1/97007-0, Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ratiopharm.at. Rezeptpflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: 02/2018. Weitere Hinweise zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Nebenwirkungen und zutreffendenfalls Angaben über die Gewöhnungseffekte sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Ivabradin Genericon 5 mg Filmtabletten und Ivabradin Genericon 7,5 mg Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Ivabradin Genericon 5 mg Filmtabletten: Eine Filmtablette enthält 5 mg Ivabradin (entsprechend 5,390 mg Ivabradin als Hydrochlorid). Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 1,344 mg Lactose-Monohydrat. Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1. Ivabradin Genericon 7,5 mg Filmtabletten: Eine Filmtablette enthält 7,5 mg Ivabradin (entsprechend 8,085 mg Ivabradin als Hydrochlorid). Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 2,016 mg Lactose-Monohydrat. Vollständige Auflistung der sonstigen Bestandteile, siehe Abschnitt 6.1. Anwendungsgebiete: Symptomatische Behandlung der chronischen stabilen Angina pectoris: Ivabradin ist indiziert zur symptomatischen Behandlung der chronischen stabilen Angina pectoris bei Erwachsenen mit koronarer Herzkrankheit bei normalem Sinusrhythmus und einer Herzfrequenz von ≥ 70 Schlägen pro Minute (bpm). Ivabradin ist indiziert: bei Erwachsenen mit einer Unverträglichkeit für Betablocker, oder bei denen Betablocker kontraindiziert sind, oder in Kombination mit Betablockern bei Patienten, die mit einer optimalen Betablockerdosis unzureichend eingestellt sind. Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz: Ivabradin ist indiziert bei chronischer Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II bis IV mit systolischer Dysfunktion, bei Patienten im Sinusrhythmus mit einer Herzfrequenz ≥ 75 Schläge pro Minute (bpm), in Kombination mit Standardtherapie einschließlich Betablocker oder wenn Betablocker kontraindiziert sind oder eine Unverträglichkeit vorliegt (siehe Abschnitt 5.1). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile; Herzfrequenz im Ruhezustand unter 70 Schläge pro Minute vor der Behandlung; Kardiogener Schock; Akuter Myokardinfarkt; Schwere Hypotonie (< 90/50 mmHg); Schwere Leberinsuffizienz; Sick-Sinus-Syndrom; SA-Block; Instabile oder akute Herzinsuffizienz; Herzschrittmacher-Abhängigkeit (Herzfrequenz wird ausschließlich durch den Schrittmacher erzeugt) Instabile Angina pectoris; AV-Block 3. Grades; Anwendung von starken Cytochrom P450 3A4-Hemmern wie Antimykotika vom Azoltyp (Ketoconazol, Itraconazol), Makrolidantibiotika (Clarithromycin, Erythromycin per os, Josamycin, Telithromycin), HIV-Proteaseinhibitoren (Nelfinavir, Ritonavir) und Nefazodon (siehe Abschnitte 4.5 und 5.2); Kombination mit Verapamil oder Diltiazem (moderate CYP3A4-Inhibitoren mit herzfrequenzsenkenden Eigenschaften (siehe Abschnitt 4.5); Schwangerschaft, Stillzeit und Frauen im gebärfähigen Alter, die keine angemessenen Methoden zur Empfängnisverhütung anwenden (siehe Abschnitt 4.6). Pharmakotherapeutische Gruppe: Herztherapie, Andere Herzmittel, ATC-Code: C01EB17. Ivabradin Genericon 5 mg Filmtabletten, OP zu 28 und 56 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Ivabradin Genericon 7,5 mg Filmtabletten, OP zu 28 und 56 Stück, Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Pharmazeutischer Unternehmer: Genericon Pharma Gesellschaft m.b.H., A-8054 Graz. E-Mail: genericon@genericon.at. Weitere Angaben zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Gewöhnungseffekten und zu den Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. LIXIANA 15 mg Filmtabletten, LIXIANA 30 mg Filmtabletten, LIXIANA 60 mg Filmtabletten. ▼ Dieses Arzneimittel unterliegt einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung zu melden. Hinweise zur Meldung von Nebenwirkungen siehe Abschnitt 4.8. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Jede Filmtablette enthält 15mg/30 mg/60mg Edoxaban (als Tosilat). Liste der sonstigen Bestandteile: Tablettenkern: Mannitol (E 421), vorverkleisterte Stärke, Crospovidon, Hyprolose, Magnesiumstearat (E 470b); Filmüberzug: Hypromellose (E 464), Macrogol 8000, Titandioxid (E 171), Talkum, Carnaubawachs, Eisen(III)-oxid x H 2 O (E 172), Eisen(III)-oxid (E 172). Pharmakotherapeutische Gruppe: Andere antithrombotische Mittel, ATC-Code: B01AF03. Anwendungsgebiete: Prophylaxe von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern (NVAF) und einem oder mehreren Risikofaktoren wie kongestiver Herzinsuffizienz, Hypertonie, Alter ≥ 75 Jahren, Diabetes mellitus, Schlaganfall oder transitorischer ischämischer Attacke (TIA) in der Anamnese. Behandlung von tiefen Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prophylaxe von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen (siehe Abschnitt 4.4 für Hinweise zu hämodynamisch instabilen LE-Patienten). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten sonstigen Bestandteile. Klinisch relevante akute Blutung; Lebererkrankungen, die mit Koagulopathie und klinisch relevantem Blutungsrisiko einhergehen. Läsionen oder klinische Situationen, wenn diese als signifikantes Risiko für eine schwere Blutung angesehen werden. Dies können unter anderem akute oder kürzlich aufgetretene gastrointestinale Ulzerationen, maligne Neoplasien mit hohem Blutungsrisiko, kürzlich aufgetretene Hirn- oder Rückenmarksverletzungen, kürzlich durchgeführte chirurgische Eingriffe an Gehirn, Rückenmark oder Augen, kürzlich aufgetretene intrakranielle Blutungen, bekannte oder vermutete Ösophagusvarizen, arteriovenöse Fehlbildungen, vaskuläre Aneurysmen oder größere intraspinale oder intrazerebrale vaskuläre Anomalien sein. Nicht eingestellte schwere Hypertonie. Die gleichzeitige Anwendung von anderen Antikoagulanzien, z.B. unfraktionierte Heparine (UFH), niedermolekulare Heparine (Enoxaparin, Dalteparin etc.), Heparinderivate (Fondaparinux etc.), orale Antikoagulanzien (Warfarin, Dabigatranetexilat, Rivaroxaban, Apixaban etc.), außer in der speziellen Situation der Umstellung der oralen Antikoagulationstherapie (siehe Abschnitt 4.2) oder wenn UFH in Dosen gegeben wird, die notwendig sind, um die Durchgängigkeit eines zentralvenösen oder arteriellen Katheters zu erhalten (siehe Abschnitt 4.5). Schwangerschaft und Stillzeit (siehe Abschnitt 4.6). Die Informationen zu den Abschnitten Dosierung und Art der Anwendung, besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit, Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen sowie Nebenwirkungen, Gewöhnungseffekte und Überdosierung sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Inhaber der Zulassung: Daiichi Sankyo Europe GmbH, Zielstattstraße 48, 81379 München, Deutschland. Verschreibungspflicht/ Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: Juli 2017. Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung. Österreich: Daiichi Sankyo Austria GmbH; Tel: +43-(0) 1 485 86 42 0. Pradaxa 75 mg Hartkapseln, Pradaxa 110 mg Hartkapseln, Pradaxa 150 mg Hartkapseln. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG: Pradaxa 75 mg Hartkapseln: Jede Hartkapsel enthält 75 mg Dabigatranetexilat (als Mesilat). Pradaxa 110 mg Hartkapseln: Jede Hartkapsel enthält 110 mg Dabigatranetexilat (als Mesilat). Pradaxa 150 mg Hartkapseln: Jede Hartkapsel enthält 150 mg Dabigatranetexilat (als Mesilat). Dabigatran ist ein stark wirksamer, kompetitiver, reversibler direkter Thrombin-Hemmer. Dabigatran hemmt sowohl freies als auch fibringebundenes Thrombin und die thrombininduzierte Thrombozytenaggregation. Liste der sonstigen Bestandteile: Pradaxa 75 mg Hartkapseln: Kapselinhalt: Weinsäure, Arabisches Gummi, Hypromellose, Dimeticon 350, Talkum, Hyprolose (53.4-80.5% m/m Hydroxypropoxy-Gruppen). Kapselhülle: Carrageenan (Ph.Eur.), Kaliumchlorid, Titandioxid, Hypromellose. Schwarze Druckfarbe: Schellack, Eisen(II,III)-oxid (E 172), Kaliumhydroxid. Pradaxa 110 mg Hartkapseln und Pradaxa 150 mg Hartkapseln: Kapselinhalt: Weinsäure (Ph.Eur.), Arabisches Gummi, Hypromellose, Dimeticon 350, Talkum, Hyprolose (53.4-80.5% m/m Hydroxypropoxy-Gruppen). Kapselhülle: Carrageenan (Ph.Eur.), Kaliumchlorid, Titandioxid, Indigocarmin (E 132), Hypromellose. Schwarze Druckfarbe: Schellack (entwachst), Eisen(II,III)-oxid (E 172), Kaliumhydroxid. Anwendungsgebiete: Pradaxa 75 mg Hartkapseln: Primärprävention von venösen thromboembolischen Ereignissen bei erwachsenen Patienten nach elektivem chirurgischen Hüft- oder Kniegelenksersatz. Pradaxa 110 mg Hartkapseln: Primärprävention von venösen thromboembolischen Ereignissen bei erwachsenen Patienten nach elektivem chirurgischen Hüft- oder Kniegelenksersatz. Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern mit einem oder mehreren Risikofaktoren, wie z. B. vorausgegangener Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacke (TIA); Alter ≥ 75 Jahre; Herzinsuffizienz (NYHA Klasse ≥ II); Diabetes mellitus; arterielle Hypertonie. Behandlung tiefer Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prävention von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen. Pradaxa 150 mg Hartkapseln: Prävention von Schlaganfall und systemischer Embolie bei erwachsenen Patienten mit nicht valvulärem Vorhofflimmern mit einem oder mehreren Risikofaktoren, wie z. B. vorausgegangener Schlaganfall oder transitorische ischämische Attacke (TIA); Alter ≥ 75 Jahre; Herzinsuffizienz (NYHA Klasse ≥ II); Diabetes mellitus; arterielle Hypertonie. Behandlung tiefer Venenthrombosen (TVT) und Lungenembolien (LE) sowie Prävention von rezidivierenden TVT und LE bei Erwachsenen. Gegenanzeigen: • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile • Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion (CrCl < 30 ml/min) • Akute, klinisch relevante Blutung • Läsionen oder klinische Situationen, die als signifikanter Risikofaktor einer schweren Blutung angesehen werden. Dies kann z. B. akute oder kürzlich aufgetretene gastrointestinale Ulzerationen, maligne Neoplasien mit hohem Blutungsrisiko, kürzlich aufgetretene Hirn- oder Rückenmarksverletzungen, kürzlich erfolgte chirurgische Eingriffe an Gehirn, Rückenmark oder Augen, kürzlich aufgetretene intrakranielle Blutungen, bekannte oder vermutete Ösophagusvarizen, arteriovenöse Fehlbildungen, vaskuläre Aneurysmen oder größere intraspinale oder intrazerebrale vaskuläre Anomalien beinhalten. • Die gleichzeitige Anwendung von anderen Antikoagulanzien z. B. unfraktionierte Heparine, niedermolekulare Heparine (Enoxaparin, Dalteparin etc.), Heparinderivate (Fondaparinux etc.), orale Antikoagulanzien (Warfarin, Rivaroxaban, Apixaban etc.), außer unter besonderen Umständen. Dazu gehören die Umstellung der Antikoagulationstherapie (siehe Abschnitt 4.2), wenn unfraktioniertes Heparin in Dosen gegeben wird, die notwendig sind, um die Durchgängigkeit eines zentralvenösen- oder arteriellen Katheters zu erhalten, oder wenn unfraktioniertes Heparin während der Katheterablation von Vorhofflimmern gegeben wird. • Beeinträchtigung der Leberfunktion oder Lebererkrankung, die Auswirkungen auf das Überleben erwarten lässt • Gleichzeitige Behandlung mit den folgenden starken P-Glykoproteinhemmern: systemisch verabreichtes Ketoconazol, Ciclosporin, Itraconazol und Dronedaron • Patienten mit künstlichen Herzklappen, die eine gerinnungshemmende Therapie benötigen. INHABER DER ZULASSUNG: Boehringer Ingelheim International GmbH, Binger Str. 173, D-55216 Ingelheim am Rhein - Deutschland. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rp, apothekenpflichtig. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln und Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Zusätzliche medizinische Informationen erhalten Sie telefonisch unter 01/80105-7870 bzw. per e-Mail unter MEDmedicalinformation.AT@boehringer-ingelheim.com. Stand der Fachkurzinformation: Juni 2018. Praxbind 2,5 g/50 ml Injektions-/Infusionslösung. QUALITATIVE UND QUANTITATIVE ZUSAMMENSETZUNG: Jeder ml Injektions-/Infusionslösung enthält 50 mg Idarucizumab. Jede Durchstechflasche enthält 2,5 g Idarucizumab in 50 ml. Idarucizumab wird durch rekombinante DNA-Technologie in Ovarialzellen des chinesischen Hamsters hergestellt. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: Jede 50 ml Durchstechflasche enthält 2 g Sorbitol und 25 mg Natrium. Liste der sonstigen Bestandteile: Natriumacetat-Trihydrat, Essigsäure, Sorbitol, Polysorbat 20, Wasser für Injektionszwecke. Anwendungsgebiete: Praxbind ist ein spezifisches Antidot für Dabigatran und wird angewendet bei mit Pradaxa (Dabigatranetexilat) behandelten erwachsenen Patienten, wenn eine rasche Aufhebung der antikoagulatorischen Wirkung erforderlich ist: • bei Notfalloperationen/dringenden Eingriffen • bei lebensbedrohlichen oder nicht beherrschbaren Blutungen. Gegenanzeigen: Keine. INHABER DER ZULASSUNG: Boehringer Ingelheim International GmbH, Binger Straße 173, 55216 Ingelheim am Rhein, Deutschland. Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln und Nebenwirkungen sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Zusätzliche medizinische Informationen erhalten Sie telefonisch unter 01/80105-7870 bzw. per e-Mail unter MEDmedicalinformation.AT@boehringer-ingelheim.com. Stand der Fachkurzinformation: Jänner 2016. Heumann’s Blasen- und Nierentee Solubitrat. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Messlöffel (=1,2 g) Teeaufgusspulver enthält: Dickextrakt aus Betulae folium (Birkenblätter, Droge-Extrakt-Verhältnis (DEV) 4 - 8 : 1) 224 mg, (Auszugsmittel: Wasser), und Dickextrakt aus Solidaginis herba (Riesengoldrutenkraut, Droge-Extrakt-Verhältnis (DEV) 4 - 7 : 1) 250 mg, (Auszugsmittel: Wasser). Liste der sonstigen Bestandteile: Maltodextrin, Ammoniak-Zuckercouleur E 150c, Orangenaroma, Karamellaroma, Saccharin-Natrium, Bitterfenchelöl. • Anwendungsgebiete: Pflanzliches Arzneimittel zur Durchspülung bei krampfartigen und entzündlichen Erkrankungen der Harnwege, Nierengrieß, zur Vor- und Nachsorgebehandlung bei Harnsteinen. Heumann’s Blasen- und Nierentee Solubitrat wir angewendet bei Erwachsen und Jugendlichen ab 12 Jahren. Dieses Arzneimittel wird angewendet bei Erwachsen und Jugendlichen ab 12 Jahren. • Gegenanzeichen: Überempfindlichkeit gegen Birken bzw. Birkenpollen, Goldrute oder andere Korbblütler, oder einen der sonstigen Bestandteile. Krankheiten, bei denen auf eine reduzierte Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden muss, wie z. B. bei schweren Herz- und Nierenerkrankungen. Ödemen infolge von Herz- und Niereninsuffizienz • Inhaber der Zulassung: sanofi-aventis GmbH, Wien; • Abgabe: Rezeptfrei, apothekenpflichtig • Pharmakotherapeutische Gruppe: Urologika; ATC-Code: G04BX • Stand der Information: Februar 2018. Weitere Angaben zu den besonderen Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit, Nebenwirkungen sowie den ggf. Gewöhnungseffekten sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Atorvadivid 10 / 20 / 30 / 40 mg – Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält 10 / 20 / 30 / 40 mg Atorvastatin (als Atorvastatin-Calcium). Sonstiger Bestandteil mit bekannter Wirkung: 1,8 / 3,6 / 5,4 / 7,2 mg Lactose-Monohydrat. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: Mittel, die den Lipidstoffwechsel beeinflussen, HMG-CoAReduktasehemmer, ATC-Code: C10AA05. Anwendungsgebiete: Hypercholesterinämie: Die Anwendung von Atorvadivid ist zusätzlich zu einer Diät, zur Senkung erhöhter Gesamtcholesterin-, LDL-Cholesterin-, Apo-Lipoprotein-B- und Triglyzeridspiegel angezeigt, bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 10 Jahren mit primärer Hypercholesterinämie, einschließlich familiärer Hypercholesterinämie (heterozygote Variante) oder kombinierter (gemischter) Hyperlipidämie (entsprechend Typ II a und II b nach Fredrickson), wenn Diät und andere nicht pharmakologische Maßnahmen keine ausreichende Wirkung erzielen. Atorvadivid ist auch zur Senkung von Gesamt- und LDL-Cholesterin bei Erwachsenen mit homozygoter familiärer Hypercholesterinämie angezeigt - entweder zusätzlich zu anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z. B. LDL-Apherese) oder falls solche Behandlungsmöglichkeiten nicht verfügbar sind. Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen: Zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse bei erwachsenen Patienten, deren Risiko für ein erstes kardiovaskuläres Ereignis als hoch eingestuft wird, zusätzlich zur Behandlung weiterer Risikofaktoren. Gegenanzeigen: Atorvadivid ist kontraindiziert bei Patienten: mit Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile; mit aktiver Lebererkrankung oder unklarer, dauerhafter Erhöhung der Serumtransaminasen auf mehr als das 3fache des oberen Normalwertes; in der Schwangerschaft, während der Stillzeit und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die keine geeignete Verhütungsmethode anwenden. Liste der sonstigen Bestandteile: Tablettenkern: Natriumcarbonat (wasserfrei), mikrokristalline Cellulose, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A), Povidon (K 25), hochdisperses Siliciumdioxid, Magnesiumstearat. Filmüberzug: Hypromellose, Macrogol 4000, Titandioxid, Lactose-Monohydrat. Inhaber der Zulassung: Hexal Pharma GmbH, 1020 Wien, Österreich. Rezeptpflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: Jänner 2018. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten sowie Angaben zu Fertilität, Schwangerschaft, Stillzeit sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. Simvastatin Hexal 20 /30 /40 /80 mg - Filmtabletten. Qualitative und quantitative Zusammensetzung: Simvastatin Hexal 20 mg – Filmtabletten: 1 Filmtablette enthält 20 mg Simvastatin. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 61,25 mg Lactose-Monohydrat. Simvastatin Hexal 30 mg – Filmtabletten: 1 Filmtablette enthält 30 mg Simvastatin. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 286 mg Lactose-Monohydrat. Simvastatin Hexal 40 mg – Filmtabletten: 1 Filmtablette enthält 40 mg Simvastatin. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 122,50 mg Lactose-Monohydrat. Simvastatin Hexal 80 mg – Filmtabletten: 1 Filmtablette enthält 80 mg Simvastatin. Sonstige Bestandteile mit bekannter Wirkung: 561,8 mg Lactose-Monohydrat. Wirkstoffgruppe: Pharmakotherapeutische Gruppe: HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren, ATC-Code: C10A A01. Anwendungsgebiete: Hypercholesterinämie: Zur Behandlung der primären Hypercholesterinämie oder kombinierten Dyslipidämie begleitend zu Diät, wenn Diät und andere nicht pharmakologische Maßnahmen (z. B. körperliches Training, Gewichtsabnahme) allein nicht ausreichen. Zur Behandlung der homozygoten familiären Hypercholesterinämie begleitend zu Diät und anderen lipidsenkenden Maßnahmen (z. B. LDL-Apherese) oder wenn solche Maßnahmen nicht geeignet sind. Kardiovaskuläre Prävention: Zur Senkung kardiovaskulärer Mortalität und Morbidität bei Patienten mit manifester atherosklerotischer Herzerkrankung oder Diabetes mellitus, deren Cholesterinwerte normal oder erhöht sind. Begleitend zur Korrektur anderer Risikofaktoren und kardioprotektiver Therapie. Gegenanzeigen: • Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile • Aktive Lebererkrankung oder unklare andauernde Erhöhung der Serum-Transaminasen • Schwangerschaft und Stillzeit • Gleichzeitige Gabe von potenten CYP3A4-Inhibitoren (Substanzen, welche die AUC ca. um das 2 - 5-Fache erhöhen) (z. B. Itraconazol, Ketoconazol, Posaconazol, Voriconazol, HIV-Protease-Inhibitoren (z.B. Nelfinavir), Boceprevir, Telaprevir, Erythromycin, Clarithromycin, Telithromycin, Nefazodon und Arzneimittel die Cobicistat enthalten. • Gleichzeitige Gabe von Gemfibrozil, Ciclosporin oder Danazol • Gleichzeitige Anwendung von Lomitapid und höheren Simvastatin Dosen als 40 mg bei Patienten mit HoFH. Liste der sonstigen Bestandteile: Tablettenkern für Simvastatin Hexal 30 mg und 80 mg – Filmtabletten: Ascorbinsäure (E300), Butylhydroxyanisol (E320), mikrokristalline Cellulose, Citronensäure-Monohydrat (E330), vorverkleisterte Maisstärke, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.). Tablettenkern für Simvastatin Hexal 20 mg und 40 mg – Filmtabletten: vorverkleisterte Stärke, Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Butylhydroxyanisol (E320), Citronensäure-Monohydrat (E330), Magnesiumstearat. Filmüberzug: Hypromellose, Talkum, Titandioxid (E 171); zusätzlich für Simvastatin Hexal 20 mg – Filmtabletten: Eisen(III)-oxid rot (E 172), Eisen(III)-hydroxid-oxid gelb (E 172); zusätzlich für Simvastatin Hexal 40 mg – Filmtabletten: Eisen(III)-oxid rot (E 172); zusätzlich für Simvastatin Hexal 80 mg – Filmtabletten: Indigocarmin, Aluminiumsalz (E 132), Chinolingelb (E 104). Inhaber der Zulassung: Hexal Pharma GmbH, 1020 Wien, Österreich. Rezept-/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig. Stand der Information: Mai 2018. Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln oder sonstigen Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Gewöhnungseffekten sowie Angaben zu Fertilität, Schwangerschaft und Stillzeit sind der veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen. MT_29-35-s14.indd 14 23.08.2018 13:56:36

Medical Tribune j Nr. 2935 j 29. August 2018 MEDIZIN 15 Mikrobiom und Anastomoseninsuffizienz SERIE ■ Es wurde viel unternommen, um möglichst einwandfreie, reproduzierbare Anastomosen zu erzeugen. Doch es zeigt sich: Ob es zu einer Anastomoseninsuffizienz kommt oder nicht, ist einzelnen Vertretern der kommensalen intestinalen Mikrobiota geschuldet. MIKROBIOM Generationen von Chirurginnen und Chirurgen wurden geschult, getrimmt, gedrillt, bei Darmoperationen technisch perfekte Anastomosen zu gestalten. Dabei wurde von zweireihig auf einreihig, von Einzelnähten auf Fortlaufnaht, von allschichtiger Naht auf seromuskuläre Nähte, von evertierender auf Stoß-auf-Stoß- bzw. invertierende Nahttechnik umgestellt. Nahtmaterialien wurden immer mehr verbessert, Hilfsmittel wie Klammernahtgeräte und Roboter wurden erfunden, um technisch möglichst einwandfreie, reproduzierbare Anastomosen zu erzeugen. Aber jetzt gipfelt alles in der Erkenntnis: Ob es zu einer Anastomoseninsuffizienz kommt oder nicht, ist einzelnen Vertretern der kommensalen intestinalen Mikrobiota geschuldet! Schlüsselkeime Folge 6 Durch das Operationstrauma bedingt, können kommensale Bakterien wie Enterokokken kollagenolytische Aktivitäten entwickeln, die Extrazellulärmatrix auflösen und eine Nahtinsuffizienz herbeiführen. 1 Auch der Mukus spielt eine wichtige Rolle 2 sowie Akkermansia muciniphila durch Bildung von ROS (reactive oxygen species)- und Aktivierung von FPR (formyl peptide receptors)-abhängigen Mechanismen. 3 Fazit für die Praxis ▶ Eine Anastomoseninsuffizienz ist nicht notwendigerweise ein chirurgisch-technischer Fehler. ▶ Ischämie kann in Anwesenheit von Bakterien zu einer Nahtinsuffizienz führen. ▶ Pseudomonas aeruginosa und Enterococcus faecalis sind die derzeit bekanntesten Bakterien mit nachgewiesener kollagenolytischer Aktivität. ▶ Lokale Antibiotika kombiniert mit mechanischer Darmreinigung senken die Anastomoseninsuffizienzrate signifikant. ▶ Multispezies-Probiotika, wie z.B. ein Gemisch aus Laktobazillen, Bifidobakterien und Enterokokkus, helfen nicht, eine Anastomose n- insuffizienz zu verhindern, sie sind sogar kontraproduktiv. Autor: Univ.-Prof. Dr. Johann Pfeifer Klinische Abteilung für Allgemeinchirurgie und Abteilung für Chirurgische Forschung, Universitätsklinik für Chirurgie, Medizinische Universität Graz johann.pfeifer@medunigraz.at Systemische Antibiotika können hier nicht helfen, wohl aber können lokal angewandte Antibiotika die entgleiste Darmflora wirksam besiegen; Versuche, mit der Zufuhr von Multispezies- Probiotika, enthaltend ein Gemisch von Laktobazillen, Bifidobakterien und Enterokokkus 4 , eine verbesserte Wundheilung herbeizuführen, sind hier kontraproduktiv! Die Chirurgie im ureigensten Sinn ist tief mit Wundheilung und Wundnähten verbunden. Deshalb wurden schon früh verschiedene Nahtmaterialien eingesetzt (Pflanzenfasern, Pferdehaar, Tiersehnen, Metallfäden u.a.). Frühzeitig wurde auch erkannt, dass einem Zusammenbrechen einer Anastomose (Anastomoseninsuffizienz) offensichtlich eine bakterielle Dys balance zugrunde liegt. Da aber in der Regel erfahrene Chirurgen weniger Anastomosenprobleme haben und da bei Auflösung der Anastomose in den ersten 48 Stunden praktisch immer ein technisches Problem im Vordergrund zu stehen scheint, wurde zunächst nur an die Möglichkeit einer technischen Genese gedacht. Daher auch die wiederkehrende Forderung, eine glattrandige, die Wundränder wenig traumatisierende, spannungsfreie, gut durchblutete, technisch einwandfreie Darmanastomose zu schaffen. In der Rückschau ist auffallend, dass trotz verbesserter Anastomosentechniken die Rate der Insuffizienzen immer ziemlich konstant bei 11 % blieb, mit einer prozentuellen Zunahme, je knapper die Anastomose beim Analkanal zu liegen kommt. 5 Rechtzeitige Gabe von lokalen Antibiotika konnte die Insuffizienzrate aber sehr deutlich minimieren (6 % vs. 95 %). Dabei ist zu beachten, dass der Beginn der Antibiotikagabe unbedingt schon vor dem chirurgischen Eingriff erfolgen und dass dabei der Darm entleert sein muss, weil Stuhlreste die Wirksamkeit des Antibiotikums vermindern. 6 Die Darmreinigung mit PEG (Polyethylenglykol) wird idealerweise auf zwei Dosen gesplittet, sie verändert nur kurzfristig das Ökosystem im Darm und eine Restitutio ad integrum der intestinalen Mikrobiota stellt sich schon bald nach der Operation ein. 7 Pathogenese einer Nahtinsuffizienz Jeder Risikofaktor kann das Mikrobiom beeinflussen. Intraoperativer Blutverlust, Ischämie und Gewebetrauma fördern die Ansiedlung und Vermehrung kollagenolytischer Bakterien wie Enterococcus faecalis oder Pseudomonas aeruginosa. Schließlich wird auch das durch die Operation in Mitleidenschaft gezogene Darmgewebe angeregt, Kollagenasen zu produzieren. mod. nach Alverdy 2017 1 Pathomechanismus Nach heutigem Wissensstand 2,8 sind drei Hauptfaktoren für eine Insuffizienzentstehung bedeutsam (vgl. Abb.): A. Mikrobiom: Die intestinale Mikrobiota des Menschen scheint lebenslang ziemlich stabil zu sein, wenngleich Alter, Essgewohnheiten, Rauchen, Stress usw. kurzfristig eine lokale Veränderung bewirken können. Interessant ist aber, dass im Tier experiment im Zuge einer Operation z.B. eine 500-fache Erhöhung von Enterococcus feststellbar war. 5 Auch bei kolektomierten Patienten wurde besonders eine Erhöhung von Enterococcus, Staphylococcus und Pseudomonas gesehen. 9 Dies ist deshalb so bedeutsam, da besonders Pseudomonas aeruginosa und Enterococcus faecalis Schlüsselkeime der Anastomoseninsuffi zienz sind. P. aeruginosa gehört zu den opportunistischen Keimen und kommt in der Umwelt häufig vor. Normalerweise bereitet die mukosale Darmbarriere einen deutlichen Schutz vor diesem Keim. Aber bei Verletzungen des Epithels (wie nach Operationen), kann sich dieser gramnegative leicht ausbreiten, zählt er doch zu den führenden nosokomialen Krankenhauskeimen. Dabei kann sich sein pathogenes Potenzial ändern, wobei ein besonderes Naheverhältnis zu Epithelzellen mit veränderter Polarität gegeben ist (z.B. nach Bestrahlung) oder wie auch bei traumatisiertem Gewebe. Die gesteigerte Pathogenität führt letztlich zu einem verstärkten Kollagenabbau und damit zum Zusammenbruch der Anastomose. Enterococcus faecalis kann neben der direkten kollagenolytischen Aktivität auch die Metalloprotease MMP9 aktivieren, welche die Extrazellularmatrix auflöst. Jedoch können lokale Antibiotika die Funktion der Kollagenolyse und der MMP9-Aktivität herabsetzen (und so eine Insuffizienz verhindern). Besonders interessant ist das Ergebnis von 16S-rRNA-Bakterienuntersuchungen, dass postoperativ die luminale Mikrobiota praktisch keine nennenswerten Veränderungen aufweist, während die Gewebe-assoziierte Mi krobiota durch das Trauma deutlich verändert wurde und kommensale Bakterien plötzlich andere, für die Wundheilung schädliche Wirkungen entfalten. B. Entzündungsantwort: Man geht davon aus, dass eine Verfeinerung der chirurgischen Technik besonders die lokale Entzündung unterdrückt. Sauerstoffsättigungsmessungen kombiniert mit Mikrobiomanalysen haben ergeben, dass die erwartete Verbesserung der Wundheilung durch Hyperoxygenierung nicht stattffindet, da nur die luminale Mikrobiota verändert wird. 10 C. Wirtsempfänglichkeit (host susceptibility): wird über Genomveränderungen geregelt. Alternative Konzepte Nach chirurgischem Trauma ist die Phosphatkonzentration im Lumen des Intestinaltraktes deutlich vermindert (ein Signal für die Aktivierung der bakteriziden Virulenz), hierzu gibt es erste Versuche mit Polyphosphat-beladenen Polyethylenglykol-Hydrogel-Nanopartikeln zur Verhinderung eines destruktiven P. aeruginosa-Phänotyps. 11 Untersucht wurde auch, ob mit Probiotika eine Verringerung oder gar Verhinderung von Anastomoseninsuffizienzen möglich ist. Die derzeitige Studienlage zeigt nur sehr schlecht konzipierte Untersuchungen. So wurde z.B. mit einem Multispezies- Probiotikum (enthaltend B. longum, L. acidophilus und E. faecalis) hochdosiert, dreimal täglich, gearbeitet. Dabei ist hinlänglich bekannt, dass E. faecalis Nahtinsuffizienzen durch die Bildung von Kollagenasen verursacht. Trotzdem fanden die Studienautoren 4,12 einen statistisch gerade noch signifikanten Unterschied bei einer sogenannten „doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studie“ (mit der kleinen Fallzahl 30/0 in der Multispezies-Gruppe zu 30/2 in der Placebogruppe; p = 0,49). In der Studie wurden zusätzlich vor, während und nach der Operation massive Gaben von lokal wirksamen Reserve-Antibiotika verabreicht – die natürlich gewirkt haben; im Abstract wird das mit keinem Wort erwähnt. Basierend auf derartigen „Erkenntnissen“ kann so ein Multispezies-Probiotikum zur Vermeidung einer Anastomoseninsuffizienz nicht empfohlen werden. 1 Alverdy JC, J Am Coll Surg 2017; doi: 10.1016/j.jamcollsurg.2017.05.005 2 Praagh JB, Ann Surg 2018; doi: 10.1097/SLA.0000000000002651 3 Bachmann R, Gut 2017; 66: 738–49 4 Kvasnovsky CI, Colorectal Dis 2015; 840–8; doi: 10.1111/codi.13046 5 Shogan BD, Gastrointest Surg 2013; 17(9): 1698–707 6 Schardey HM, Coloproctology 2017; 39: 94–100; doi: 10.1007/s00053-016-0136-x 7 Jalanka J, Gut 2015; 64: 1562–8 8 Lee JA, FEBS 2017 Nov; doi: 10.1111/febs.14346 9 Ohigashi S, J Gastrointest Surg 2013; 17(9): 1657–64 10 Albenberg L, Gastroenterol 2014; 147(5): 1055–63.e8; doi: 10.1053/j.gastro.2014.07.020 11 Yin Y, Ann Biomed Eng 2016; doi: 10.1007/s10439-016-1740-1 12 Zangh JW, Am J Med Sci 2012; 343(3): 199–205 MEDICAL TRIBUNE *Artikel „Neue Guidelines zu M. Behçet“, MT 27–28/2018, S. 13 www.medonline.at MT_29-35-s15.indd 15 23.08.2018 13:48:39

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