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Medical Tribune 29-35/2018

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8 MEDIZIN

8 MEDIZIN Medical Tribune j Nr. 2935 j 29. August 2018 ■ WISSENSCHAFT FÜR DIE PRAXIS Facebook-Challenge: sich selbst bei der Herzdruckmassage filmen. Wiederbelebung auf der Trabrennbahn REANIMATION ■ Eine Facebook-Challenge und ein Weltrekordversuch sollen die Laienreanimation pushen. „Der plötzliche Herztod gilt in der westlichen Welt als dritthäufigste Todesursache. Statistisch erleidet jeder zehnte Mensch einen außerklinischen Herzstillstand“, erklärt Dr. Fritz Firlinger, Leitender Notarzt des Oberösterreichischen Roten Kreuzes: „Von den 12.000 Österreichern, die im Laufe eines Jahres einen plötzlichen Herzstillstand erleiden, versterben etwa 10.000. Mehr als 1.000 davon könnten zusätzlich gerettet werden, wenn mehr Laien sofort nach dem Herzstillstand mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen würden.“ Der Rettungsdienst erreicht den Patienten im Durchschnitt nach frühestens acht bis elf Minuten. „Das Gehirn nimmt bereits nach drei bis fünf Minuten bleibenden Schaden“, streicht Firlinger die Wichtigkeit einer umgehenden Laienreanimation heraus: „In mehr als 60 Prozent wird ein Herzstillstand von Laien beobachtet. Wenn diese sofort mit der Herzdruckmassage beginnen, verdreifacht sich die Überlebensrate.“ ■ KOPF ODER ZAHL Weltrekordversuch Um möglichst schnell reagieren zu können, sollte das Reanimieren immer wieder geübt werden. Am 22. September wird in Wels unter dem Motto „Hand aufs Herz“ im ganz großen Stil trainiert. Auf der Trabrennbahn auf dem Welser Messegelände wird ein Weltrekordversuch unternommen: Die Initiatoren der Aktion hoffen auf 12.000 Teilnehmer, die zeitgleich eine Wiederbelebung an einer Reanimationspuppe simulieren. Auch mit einer Facebook-Challenge versucht man, das Bewusstsein der Bevölkerung für die Laienreanimation zu heben und Teilnehmer für den Weltrekordversuch zu gewinnen. Bei einer solchen Challenge werden Einzelpersonen oder Teams per Videobotschaft herausgefordert, eine Leistung für einen guten Zweck zu erbringen. Bekannt wurde vor vier Jahren die „Ice Bucket Challenge“, bei der sich die Teilnehmer einen Eimer eiskaltes Wasser über den Kopf gossen, um auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateral sklerose (ALS) aufmerksam zu machen. #handaufsherzwels In Rahmen von „Hand aufs Herz“ werden Interessierte nun angehalten, sich selbst beim Üben von Herzdruckmassagen zu filmen, zu bestätigen, am Weltrekordversuch im gleichzeitigen Reanimationstraining in Wels teilzunehmen und einen weiteren Teilnehmer durch eine Nominierung herauszufordern. Die auf Facebook mit dem Hashtag #handaufsherzwels geposteten Videos sollen möglichst oft geteilt werden, um die Wichtigkeit der Botschaft zu verbreiten und weitere Teilnehmer für die Aktion zu gewinnen. Ob an einer richtigen Reanimationspuppe, an einem Stofftier oder einem Polster – das überlebenswichtige Drücken am Brustkorb kann in diesem Fall überall trainiert werden. Nimmt der jeweils Nominierte die Herausforderung nicht an, muss er als Ersatz drei weitere Teilnehmer am Weltrekordversuch stellen. An Personen solle keinesfalls geübt werden, warnen die Initiatoren. RED Anmeldung zum Weltrekordversuch unter: handaufsherz.co.at 1,98 % der Patienten, die 2015 ein künstliches Hüftgelenk erhalten hatten, mussten laut Endoprothetikbericht des Gesundheitsministeriums innerhalb eines Jahres erneut operiert werden. Beim Kniegelenk waren es 2,13 %. Die häufigsten Gründe waren eine Lockerung des Gelenks (Hüfte: 32,49 %, Knie: 24,17 %) und Infektionen (Hüfte: 21,90 %, Knie: 34,39 %). 65 % der betroffenen Hüftgelenkspatienten waren übergewichtig (Kniegelenk 81 %). APA/RED Multivitamine reduzieren Neuropathie durch Chemo In einer aktuellen Studie wurde bei 1.225 Patientinnen mit Brustkrebs, die Paclitaxel erhielten, der Effekt von Multivitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln auf die Chemotherapie-assoziierte Neuropathie untersucht. Die Patientinnen wurden hinsichtlich ihrer Verwendung von Multivitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln befragt. Eine Chemotherapie-assoziierte Neuropathie wurde anhand der allgemeinen Terminologiekriterien für unerwünschte Ereignisse des National Cancer Institute- und des FACT/GOG-Ntx (Functional Assessment of Cancer Therapy/ Gynecologic Oncology Group Neurotoxicity)-Fragebogens ermittelt. Die Verwendung von Multivitaminen vor der Diagnose eines Mammakarzinoms war mit weniger Neuropathie-Symptomen verknüpft (Risikoreduktion um 40 %). Bei der Verwendung von Multivitaminen während der Behandlung bestand ebenfalls ein Trend zu weniger Neuropathie- Symp tomen, allerdings war dieser Unterschied nicht statistisch signifikant. Die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln vor oder während der Behandlung hatte hingegen keinen Einfluss auf Neuropathie-Symptome. Zirpoli GR et al., J Natl Cancer Inst 2017; doi: 10.1093/jnci/djx098. PMID: 29546345 Effekt von Stress auf das Brustkrebsrisiko Es wird häufig angenommen, dass Stress das Risiko für Brustkrebs erhöht, obwohl dafür bisher keine Daten vorgelegen sind. In einer prospektiven australischen Kohortenstudie wurden nun 3.054 Frauen mit erhöhtem Mammakarzinomrisiko über einen Zeitraum von 15 Jahren untersucht, um den Effekt von Stress auf das Mammakarzinomrisiko zu untersuchen. Dazu wurden aus der australischen Datenbank Daten zu Frauen, die anhand eines BRCA1/2-Tests oder aufgrund der Familienvorgeschichte ein hohes Risiko für Brustkrebs tragen, identifiziert. Akute oder chronische Stressoren wurden in den drei Jahren davor anhand des Life Events and Difficulties Schedule bewertet. Weiters wurden in der Studie mittels dreijährlich validierter Fragebögen die folgenden persönlichkeitsbedingten Faktoren untersucht: Optimismus, soziale Unterstützung, Antiemotionalität und Umgang mit Ärger. In der Studie entwickelten vier Prozent der Frauen während einer mittleren Nachbeobachtung von sieben Jahren einen Brustkrebs. Die Anzahl akuter oder chronischer Stressoren hing nicht mit dem Ausbruch von Brustkrebs zusammen. Auch persönlichkeitsbezogene Faktoren waren nicht mit dem Ausbruch von Brustkrebs assoziiert. Butow P et al., Psychooncology 2018; doi: 10.1002/pon.4740 Sport nach Brustkrebs von Vorteil In einer Metaanalyse von 60 randomisierten klinischen Studien wurde der Effekt von körperlicher Aktivität auf den Verlauf nach kurativer Therapie eines Mammakarzinoms untersucht. Die Aktivität bestand in Beratungsprogrammen oder strukturierten Programmen mit beaufsichtigten bzw. individuellen Übungseinheiten. Die primären Ergebnisse waren das Sport wirkt sich günstig auf Gewicht und Lebensqualität aus. Patientinnen, die Paclitaxel erhielten, wurden untersucht. Gesamtüberleben und das krankheitsfreie Überleben. In 24 Studien wurde nachgewiesen, dass körperliche Aktivität mit Gewichtsreduktion einherging, und zwar um durchschnittlich 1,4 kg. In 19 Studien wurde eine Senkung des BMI um durchschnittlich -0,89 kg/m 2 nachgewiesen, in 16 Studien ein niedrigerer prozentualer Fettanteil (-1,60 Prozentpunkte) und in 22 Studien eine verbesserte Lebensqualität. Nur eine Studie untersuchte das Überleben und fand nach einer Nachbeobachtung von 101 Monaten eine schützende Wirkung der körperlichen Aktivität auf das Gesamtüberleben, nicht aber eine Auswirkung auf das krankheitsfreie Überleben. Soares Falcetta F, Breast Cancer Res Treat 2018; doi: 10.1007/s10549-018-4786-y Für die Praxis Multivitamine, die vor und während der Behandlung mit Paclitaxel verwendet wurden, scheinen die Symptome einer Chemotherapie-induzierten peripheren Neuropathie zu reduzieren. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass in dieser Studie die Verwendung von Multivitaminen nur ein Begleitumstand für andere Verhaltensweisen war, die für die Reduktion der Neuropathie verantwortlich sind. Die Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln hatte dagegen keine Wirkung. Für die Praxis Bei Frauen mit hohem Risiko für Brustkrebs erhöhen weder akute noch chronische Stressoren noch persönlichkeitsbedingte Faktoren das Risiko für Brustkrebs. Die Ergebnisse widerlegen die verbreitete Ansicht, dass Stress das Risiko für Brustkrebs erhöht. Für die Praxis Von Univ.-Prof. Dr. Heinz Hammer Med Uni Graz Bei Patientinnen mit Brustkrebs im Frühstadium, die sich einer kurativen Behandlung unterzogen hatten, ist körperliche Aktivität mit Vorteilen bezüglich BMI, Gewichtsreduktion und der Lebens qualität assoziiert. Es liegen jedoch nicht genug Studien vor, um eine Aussage über das Überleben abzuleiten. Einschränkend muss festgestellt werden, dass die untersuchten Studien sehr heterogen waren und bezüglich der Fragestellung geringe methodische Qualität hatten. FOTOS: VANESSA HAMMER; HIGHWAYSTARZ-PHOTOGRAPHY, KATARZYNABIALASIEWICZ, LJUBAPHOTO / GETTYIMAGES MT_29-35-s08.indd 8 23.08.2018 13:41:00

Medical Tribune j Nr. 2935 j 29. August 2018 9 ▶ GERIATRIE ■ MELDUNGEN US: Empfehlung zurückgezogen Vor sechs Jahren sprach sich die US Preventive Services Task Force für eine Vitamin-D-Ergänzung zur Sturzprophylaxe von selbstständig lebenden Älteren aus. In den 2018 aktualisierten Empfehlungen rückt die Arbeitsgruppe aufgrund neuer Daten davon ab. Über 65-Jährige (wohlgemerkt ohne Osteoporose oder Cholecalciferol-Mangel) würden von entsprechenden Supplementen doch nicht profitieren. ABR US Preventive Services Task Force, JAMA 2018; 319: 1696–1704 FOTOS: UNIVERSITÄT SIEGEN; RE:PUBLICA Eine Testphase in einem Altersheim im deutschen Siegen hat gezeigt: Die meisten Bewohner reagieren positiv auf den Roboter „Pepper“. Roboter singt mit Demenzpatienten TECHNIK ■ Können Roboter dabei helfen, die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu bewältigen? Auf der „Re:publica“, Europas größter Konferenz über Digitalisierung und Gesellschaft, kam auch der Roboter selbst zu Wort. ANNE KRAMPE-SCHEIDLER Pepper beobachtet das Gewusel im Saal, dreht den Kopf mal nach links, mal nach rechts. Wie überall, wo der Roboter auftritt, wird er schnell zum Publikumsmagneten. Mit einer Höhe von 1,20 Meter und großen, neugierigen Augen wirkt er fast wie ein Kind. Das ist beabsichtigt, denn er soll bei älteren Pflegebedürftigen Vertrauen wecken, um Pflegekräfte zu entlasten. Besser als ein schlechter menschlicher Pfleger? Dr. Rainer Wieching von der Universität Siegen (rechts unten im Bild) betreut in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Kiel die Forschungsgruppe „Anwendungsnahe Robotik in der Altenpflege“ (AriA) und berichtet in Berlin auf der „Re:publica“, Europas größter Konferenz über Digitalisierung und Gesellschaft, von seinen Erfahrungen. „Der Erfolg von Pepper steht und fällt mit der Akzeptanz“, sagt er. Wenn der humanoide Roboter vom Band läuft, ist er eine leere Hülle. Erst die Programmierer verleihen ihm spezielle Fähigkeiten. Ein wichtiges Ziel seines Forschungsprojekts besteht darin, diese erlebbar zu machen. Dass Roboter in Japan bereits gut akzeptiert werden, zeigt ein Video, in dem ein älteres Ehepaar mit Pepper redet, der am häuslichen Esstisch platziert und wie ein Mensch gekleidet ist. „Viele Japaner glauben, dass auch Dinge eine Seele haben. Deshalb behandeln sie Roboter wie Menschen. In Europa wäre das undenkbar“, erklärt Robotik-Forscherin Sarah Cosentino von der Waseda-Universität Tokio. Auch die pflegerische Betreuung durch Roboter ist in Japan nichts Ungewöhnliches. Als die Wochenzeitung „Zeit“ darüber berichtete, reichten die Leserkommentare von „Super Sache“ über „Besser gut von einem Roboter gepflegt als schlecht oder gar nicht von einem Pfleger“ bis zu „Nach Entlasten kommt Ersetzen“. „Die Vorstellung, dass Roboter uns zerstören und die Weltherrschaft übernehmen, ist in Europa eher zu finden als in Japan. Dort werden sie vor allem als Helfer gesehen“, bestätigt Wieching und plädiert für eine realistischere Einordnung. „Der Roboter ist kein gleichberechtigter Partner, aber wir sollten sein Potenzial nutzen.“ Sehen, hören, sprechen, Witze machen und tanzen Alle zwei Wochen ist Pepper für zwei Stunden zu Besuch in einem Siegener Altenpflegeheim. Was er dort macht, erklärt er selbst: „Ich kann sehen, hören, sprechen und Emotio nen erkennen, Fragen beantworten, Witze machen und tanzen.“ Laut Wieching reagieren die Bewohner meist positiv. Sie können mit Pepper Memory spielen oder Gymnastik machen, die er ihnen vorführt. Mit Demenzpatienten singt er Songs aus den 1950er-Jahren. Auch die anfängliche Skepsis der Pflegekräfte und Befürchtungen, der Roboter könnte ihnen den Job wegnehmen, haben sich im direkten Kontakt gelegt, so Wieching. Er betont, dass es vor allem ihre Vorschläge und Erwartungen sind, die in das Design und die Programmierung des digitalen Assistenten einfließen. Beispielsweise wünschen sie sich, dass er sie bei der Nachtwache unterstützt oder erfasst, ob die Senioren genug getrunken haben. Spezifisch menschliche Pflegetätigkeiten wie Waschen und Anziehen soll er nicht übernehmen. AUGMENTED REALITY Holen Sie sich hier unsere App: medonline.at/ar-app Breiter gesellschaftlicher Diskurs erforderlich „In Deutschland stehen wir bei dieser Entwicklung ganz am Anfang. Viele Aspekte sind noch ungeklärt und bedürfen eines breiten gesellschaftlichen Diskurses“, so Wieching. So müsse sichergestellt werden, dass die gewonnene Zeit tatsächlich den Pflegekräften zugutekommt und nicht nur zur Kostenreduktion genutzt wird. Auch der rechtliche Rahmen für die Interaktion von Roboter und Mensch ist noch nicht definiert. Hier stellen sich ähnliche Fragen wie bei autonomen Fahrzeugen: Wer ist verantwortlich, wenn ein Schaden entsteht – etwa durch eine Fehlinformation zur Medikamenteneinnahme? „Der Roboter guckt ständig, hört ständig und interferiert ständig – also werden in einer Cloud sehr viele Daten gesammelt. Deshalb ist der Datenschutz ein wichtiger Aspekt“, so Wieching. Die Auswertung von Daten kann jedoch auch helfen, die Technologie zu verbessern. Ein Austausch mit Japan wäre daher wünschenswert, sei aber schwierig, meint Cosentino. Interessant wären etwa Erfahrungen aus Fernost, inwieweit ein Roboter auch Aufgaben übernehmen kann, die Empathie voraussetzen. Wie Cosentino erläuterte, kann der An droid besser interagieren, wenn er in der Lage ist, die Gefühle einer Person zu erkennen. „Nicht wir müssen den Roboter verstehen, sondern er uns“, sagt sie. Auch Wieching sieht noch viel Potenzial für individuelle Anpassungen. So seien in Verbindung mit einem computerbasierten Dia logsystem, einem Chatbot, spezifische Konversationen über Kultur, Kunst oder Sport möglich. Dies ist jedoch eine Frage von Algorithmen. „Wenn wir über Erkennung von Gefühlen sprechen, geht es letztlich um Mathematik. Ein Roboter hat keine Empathie.“ Video von der Re:publica 2018: „Do Robots and Digitisation really fit the demands of an ageing society?“ https://youtu.be/ EnpOpiAWDyo Demenzrisiko und Blutdruckwert Seit 1985 werden in der Whitehall-II- Studie Gesundheitsdaten von Beamten gesammelt. Bei 385 der 8.639 Personen trat eine Demenz auf, und das mit durchschnittlich 75,2 Jahren. Für Patienten, die mit 50 Jahren bereits einen systolischen Blutdruck von mindestens 130 mmHg aufgewiesen hatten, lag das Demenzrisiko um 45 % höher als für diejenigen unterhalb dieser Blutdruckschwelle. Kam es erst mit 60 oder 70 Jahren zu einem Blutdruckanstieg ≥ 130 mmHg, erhöhte sich das Risiko nicht. SG Abell JG et al., European Heart Journal 2018; https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehy288 Lyse vs. ASS nach leichtem Insult An 313 Patienten (im Durchschnitt 62 Jahre alt) mit akutem ischämischem Insult, die nur leichte Symptome aufwiesen, wie eine Gesichtslähmung, Sensibilitäts- oder Sprachstörungen, wurde untersucht, ob eine Lyse hier einen Vorteil bringt. Die Hälfte erhielt innerhalb von drei Stunden nach dem Ereignis Alteplase i.v. mit einem oralen Placebo, die andere Hälfte bekam Azetylsalizylsäure p.o. und Placebo i.v. Nach drei Monaten hatten 78 % der Lysegruppe und 82 % der ASS-Gruppe ein günstiges funktionelles Outcome. Ob leichtgradig neurologisch beeinträchtigte Schlaganfallpatienten akut mit dem Fibrinolytikum oder mit ASS behandelt werden, scheint demnach keinen Einfluss auf den Schweregrad späterer Behinderungen zu haben. JL Khatri P et al., JAMA 2018; 320: 156–166 Geriatrie-Tagung im September Von 6. bis 8. September findet in Köln die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG) sowie der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) statt. Dies ist gleichzeitig der „11. Gemeinsame Deutsch-Österreichische Geriatriekongress“ mit der ÖGGG. Weitere Informationen: www.gerontologie-geriatrie-kongress.org MT_29-35-s09.indd 9 23.08.2018 15:26:37

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