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Medical Tribune 36-37/2018

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50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE 50. Jahrgang j Nr. 3637 j 12. September 2018 Medizin Medien Austria j www.medonline.at j Medical Tribune Österreich Bei Diabetes auch aufs Herz statt nur auf Zucker achten Für das Diabetikerherz ist die Blutzuckereinstellung ein Seiltanz zwischen ungesunden Höhen und bedrohlichen Tiefen: In der Tat zählen orale Antidiabetika und Insuline zu den häufigsten medikamentösen Ursachen für das Aufsuchen einer Notaufnahme. Der ideale HbA 1c -Wert ist nicht alles beim Schutz vor kardiovaskulären Ereignissen: Eine Reihe begleitender Maßnahmen hilft, das oftmals vorbelastete Diabetikerherz zu schützen. Einige davon sind überraschend effizient: „Eine Senkung des LDL-Cholesterins um 1 mmol/l ist mit einer etwa 20-prozentigen Reduktion der Myokard infarktrate assoziiert“, sagt Priv.-Doz. Dr. Alexander Vonbank. ▶ SEITE 15 Verkümmerte Darmflora Prof. Dr. Martin J. Blaser ist Leiter des Human Microbiome Program an der New York University. Er prophezeit: Nach acht Generationen „modernen“ Lebens wird die Hälfte der vielfältigen Mikrobenstämme aus unseren Därmen verschwunden sein. Um diesem Trend gegenzusteuern, kann er sich vorstellen, dass Säuglingen fehlende Kommensalenstämme substituiert werden. ▶ SEITE 7 Diabetes 4.0: So smart kann die Versorgung sein DIGITALISIERUNG ■ Diabetiker zählen zu den großen Profiteuren der Digitalisierung. Pilotprojekte zeigen, wie der Einsatz von Telemonitoring funktionieren kann. Das Smartphone als Tool im Diabetes-Management wird bereits auf vielfältige Weise eingesetzt. Digitale Helfer haben den Alltag betroffener Patienten wie auch behandelnder Dia betologen revolutioniert. Sensoren ermöglichen eine kontinuierliche Glukosemessung und entsprechend lückenlose Überwachung. Dadurch kann die Therapie individuell optimiert werden. „Darüber hinaus ersparen sich Betroffene bis zu 2.700 unangenehme Fingerstiche jährlich“, wie Dr. Elisabeth Rudolph vom forum. ernährung heute betont. Zur Administration der Daten stehen zahlreiche Apps zur Verfügung. Doch das ist erst der Beginn der Entwicklung. Pilotprojekte in verschiedenen Bundesländern zeigen, wie eine engmaschige Versorgung via Telemedizin funktionieren kann. Eine bundesweite Ausrollung scheitert – vorerst – meist am Geld. ▶ SEITE 9–10 Diese Woche: PLATTFORM DIABETES ▶ Seite 9–15 ■ AUS DEM INHALT Ein kritischer Blick Gesundheitsökonom Pichlbauer analysiert den kürzlich vorgestellten Masterplan Allgemeinmedizin. ▶ SEITE 3 Barrett-Ösophagus Die Empfehlungen zur Überwachung leichter Fälle variieren je nach Fachgesellschaft. ▶ SEITE 4 Bettnässen Funktionelle oder organische Blasenfunktionsstörungen sollen vom Facharzt abgeklärt werden. ▶ SEITE 6 Generika-Skepsis Nicht nur Patienten, sondern auch manche Ärzte sind den Präparaten gegenüber misstrauisch, beklagt der Generikaverband. ▶ SEITE 8 Laktatazidose Die Metformin- assoziierte Laktatazidose versteckt sich häufig hinter Begleit erkrankungen. ▶ SEITE 13 Dalai Lama im Alltag „Lass dir deinen inneren Frieden nicht stören“, sagt der Dalai Lama. Dr. Stelzl fällt das schwer. ▶ SEITE 16 Nächste Runde im Globuli-Ring Homöopathie-Kritiker Dr. Norbert Aust nahm sich die zuletzt bei der Pro & Contra-Veranstaltung in Linz zitierte EPI3-Studie zur Brust. Sein Fazit: Wissenschaftlich gesehen sei die französische „Umfrage“ nicht der Rede wert. Es handle sich um „Bestätigungsforschung“, die das Geschäft ankurbeln soll. Überraschenderweise stimmt ihm Befürworter Dr. Christoph Abermann da sogar zu. Der klassische Homöopath erklärt, warum die meisten Studien zur Homöopathie tatsächlich „schlecht“ seien, und präsentiert einen Plan für seriös verblindete Studien. ▶ SEITE 2 Senken Sie die Herzfrequenz! 50 60 80 Referenzpräparat = Procoralan ® FOTOS: MICROGEN, ARTMARIE / GETTYIMAGES Chronisches Kiffen kann zu hartnäckigem Erbrechen führen. Wer Cannabis zum Kotzen findet Das Cannabinoid-Hyperemesis- Syndrom (CHS) ist kaum bekannt, sollte aber in Betracht gezogen werden, wenn Patienten unter epigastrischen Schmerzen und Erbrechen leiden und warme Bäder oder Duschen kurzfristig helfen. ▶ SEITE 5 Kammern warnen vor Kollaps Es steht schlecht um den Allgemeinzustand unseres Gesundheitssystems, diagnostizieren immer mehr Standesvertreter. Die Zahl der Patienten pro Arzt sei zu hoch, die Finanzierung aus mehreren Händen alles andere als optimal. Der Wiener Spitalsärzte-Chef fordert die Finanzierung aus einer Hand. Das will sein Kollege aus Oberösterreich, der auch Bundeskurienobmann ist, ebenfalls. Außerdem soll ein Bonus-System her, um die Ambulanzen zu entlasten. Ärzte-Vertreter aus Oberösterreich kritisieren die steigenden Wartezeiten in Ambulanzen und bei Fachärzten. Von einem Bonussystem hält die OÖGKK nichts, weil der Sündenbock gar nicht der Patient sei. Die Wartezeiten hätten andere Ursachen. ▶ SEITE 3 bpm (beats per minute) 0 MIT SEPTEMBER 2018 GREEN BOX © iStock.com/ChubarovY, Symbolpackungen, 2018_09_Ivabradin_I_MT_01 Fachkurzinformationen auf Seite 14

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