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Medical Tribune 49/2018

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50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE 50. Jahrgang j Nr. 49 j 5. Dezember 2018 Medizin Medien Austria j www.medonline.at j Medical Tribune Österreich Die Angst des Arztes, Hoffnung zu nehmen Die Schmerztherapie geriatrischer Patienten braucht einen genauen Blick, sagt Dr. Johann Zoidl, Leiter der Palliativstation am Ordensklinikum Linz/Barmherzige Schwestern, im Interview mit Medical Tribune. Dabei geht es nicht nur um eine gute Nutzen-Risiko-Abschätzung von Analgetika, sondern auch um den Schmerz als Ausdruck seelischen Leids – gerade in der Palliativmedizin. Zoidl setzt hier stark auf das Prinzip „Hoffnung geben“, trotz der „Breaking Bad News“. Denn das mit dem „Hoffnung nehmen“ sei die Angst des Arztes, weiß Zoidl. In puncto Ärztegesetz-Novelle warnt er davor, Sterbenden automatisch Schmerzmittel zu geben. ▶ SEITE 2 Training für Diabetiker fördern Dr. Claudia Francesconi, ärztliche Leiterin des SKA-RZ Alland und Vorstandsmitglied der Österreichischen Diabetes Gesellschaft, kritisiert, dass es Bewegungsberater in Österreich noch immer nicht flächendeckend gibt. Dabei scheitern Trainingstherapien oft daran, dass Patienten, selbst wenn sie motiviert sind, gar nicht wissen, was und wie viel sie tun sollen. ▶ SEITE 11 Der mühsame Weg zur neuen Primärversorgung POLITIK ■ In Niederösterreich wurde ein erstes Zentrum eröffnet, landesweit verläuft der Ausbau schleppend. Und in bestehenden Einheiten läuft auch nicht alles rund. Neun Primärversorgungseinheiten existieren derzeit in Österreich und diese sind ungleich verteilt. In Nieder österreich kommen bald zwei weitere dazu. Insgesamt gibt es aber noch viel Potenzial: Bis 2021 sollen 75 Zentren stehen. Entlastung der Spitalsambulanzen, Verkürzung der Wartezeiten auch im niedergelassenen Bereich, bessere Versorgung chronisch Kranker und nicht zuletzt ein Organisationsmodell, das den Bedürfnissen junger Ärzte entgegenkommt. In der Theorie können Primärversorgungszen tren viel leisten, allein die Praxis gestaltet sich doch schwieriger als von der Politik gedacht, wie die Ärztekammer bestätigt. 75 Standorte sollen bis 2021 landesweit entstehen, bis dato sind es gerade einmal neun. In vielen Regionen ist es nicht einfach, überhaupt Interessenten zu finden. Das liegt nicht nur am noch ausstehenden PV-Gesamtvertrag. Wer sich auf eine solche Partnerschaft einlässt, geht wirtschaftliche Risiken ein. Vor allem bei einer neu ausgeschriebenen Einheit kann es auch zwischenmenschlich schwierig werden, wie das PHC Donaustadt in Wien zeigt. Dort gab es dem Vernehmen nach wenig Auslastung und viel Streit. Das Zentrum in Enns läuft indes gut, jedoch berichten Patienten von stundenlangen Wartezeiten und ein Arzt ist bereits ausgestiegen. ▶ SEITE 3 Diese Woche: SCHWERPUNKT DIABETES ▶ Seite 9–12 ■ AUS DEM INHALT Poplitealaneurysma Bei älteren Männern mit geschwollenen Unterschenkeln lohnt es sich, genau hinzuschauen. ▶ SEITE 6 Medical Quiz Viel Wissenswertes tut sich im österreichischen Gesundheitswesen. Wie gut kennen Sie sich aus? ▶ SEITE 7 Herzinsuffizienz Eine Umfrage zeigt: Nur knapp jeder zehnte Betroffene führt sein Herzinsuffizienztagebuch. ▶ SEITE 8 Diabetes und KHK Die EASD und die ADA haben Empfehlungen erarbeitet, wie bei Diabetikern mit einer Herzerkrankung vorzugehen ist. ▶ SEITE 9 Aufgeschobene Therapie Insuline werden bei Typ-2-Diabetes oft viel zu spät eingesetzt – teilweise aus unbegründeter Sorge. ▶ SEITE 10 Kohlenmonoxid Bis zu 40 Tage nach der Intoxikation können noch damit assoziierte Symptome auftreten. ▶ SEITE 15 FOTO: IMAGE SOURCE / GETTYIMAGES Nasensprays und -salben werden manchmal zu sorglos eingesetzt. Was kommt in die Nasenlöcher? Allein zur Pflege trockener Nasenschleimhäute werden ungezählte Nasensprays, -öle und -salben rezeptfrei angeboten. Doch manche Mittel haben bei unsachgemäßem Gebrauch ernste Nebenwirkungen. ▶ SEITE 14 Die grausame Krankheit Noma „Viele Leute laufen davon, wenn sie mein Gesicht sehen“, erzählt der 20-jährige Bilya. Er ist ein Überlebender der Erkrankung Noma im Nordwesten Nigerias. „Ärzte ohne Grenzen“ helfen, wo sie können und berichten Erschütterndes: Die gefährliche und nur wenig bekannte Krankheit trifft die ärmsten und unschuldigsten Menschen dieser Welt: vorzugsweise Kinder in Afrika. Nur wenige überleben, allerdings mit schweren Entstellungen im Gesicht. Innerhalb kurzer Zeit zerstört die fortschreitende Infektion Knochen und Gewebe. ▶ SEITE 4 Wenn der Patient nicht mitspielt Rund jeder zweite chronisch Kranke befolgt die Behandlungsempfehlungen seines Arztes nicht, zumindest nicht wie vereinbart. Die Gründe für die fehlende Adhärenz sind vielschichtig und auch bei bester Motivationsarbeit durch den Arzt nicht immer zu beheben. Dabei sind auch Patienten, die sich nicht an die Therapiepläne halten, oft gesprächsbereit. Sie lassen erkennen, dass die Ziele für sie nicht tragfähig waren. Das ist eine Chance zur weiteren Entscheidungsfindung, die man ohne Vorwürfe ergreifen sollte. Davon abgesehen hat der Patient das Recht, sich einer Therapie zu entziehen. Als Arzt hat man dann zu akzeptieren, dass der Betroffene nicht therapieadhärent sein muss. ▶ SEITE 12 Schon im Weihnachtsstress? Das Synbiotikum mit wertvollen Darmbakterien Exklusiv in Apotheken Vitamin B6 und B12 tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems und der psychischen Funktion bei. Fachkurzinformationen auf Seite 14

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