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krebs:hilfe! 03/2019

14 FÜR IHRE PATIENTEN

14 FÜR IHRE PATIENTEN SHG Darmkrebs Vorsorge-Telefon-Termine Seit seiner Einführung im März vorigen Jahres wird das Darmkrebs-Vorsorge- Telefon von der österreichischen Bevölkerung intensiv genützt. Dieses kostenlose Beratungsservice der Selbsthilfe Darmkrebs kommt dem Bedarf der Menschen nach spontaner, einfacher und anonymer Information zu diesem (leider nach wie vor) Tabuthema offensichtlich sehr entgegen. Anlässlich des Darmkrebsmonats März macht die Selbsthilfe auf die aktuellen Termine aufmerksam: Dr. Friedrich Anton Weiser ist jeden Montag von 8.00 bis 11.00 Uhr unter der Handynummer 0664/307 85 85 zu erreichen. Selbsthilfe-Gruppen-Leiterin Helga Thurnher ist jeden letzten Freitag im Monat von 9.00 bis 11.00 Uhr unter der Handynummer 0676/934 07 46 zu sprechen. Darmkrebsmonat März Krebshilfe aktiviert zur Vorsorge „Es gibt sehr wenige Krebsarten, die man weitgehend vermeiden kann. Darmkrebs ist eine solche. Deshalb appelliere ich an Sie: Nehmen Sie bitte das Angebot einer Vorsorge-Darmspiegelung wahr“, sagt Krebshilfe-Präsident Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda. Und Univ.-Prof. Dr. Monika Ferlitsch, Österr. Gesellschaft für Gastroenterologie, weiß: „Nur ÄrztInnen, die den ganzen Dickdarm untersuchen, viele Polypen entdecken und sie richtig entfernen können, können Dickdarmkrebs durch die Darmspiegelung verhindern. Am wichtigsten für die PatientInnen ist die Gewissheit, dass die Untersuchung schmerzlos ist. Alle diese Aspekte werden im Rahmen des ‚Qualitätszertifikats Darmkrebsvorsorge‘ überprüft.“ Die Krebshilfe informiert in der Broschüre „Darmkrebsvorsorge“ ausführlich über die qualitätsgesicherte Koloskopie und listet Kontaktadressen der Stellen auf, die ein Qualitätszertifikat besitzen. Die kostenlose Broschüre steht zum Download zur Verfügung und kann auch per Post angefordert werden. Die Liste der zertifizierten Stellen finden sich auch tagesaktuell auf der Krebshilfe-Website (www.krebshilfe.net). Die Krebshilfe bedankt sich bei Placido Domingo, der auch heuer wieder ehrenamtlich als Testimonial der Aktion vorsteht. Die Österreichische Krebshilfe wird auch 2019 wieder die Bevölkerung einladen, ein Darm-Organmodell zu „begehen“ und dabei Wissenswertes über den menschlichen Darm zu erfahren. Und vor allem zeigt es anschaulich, warum und wie man effektiv Vorsorge betreiben und Darmkrebs verhindern kann! Alle Informationen zu den Veranstaltungen in ganz Österreich finden sich ebenfalls in der neuen Broschüre. ABB.: ÖSTERREICHISCHE KREBSHILFE Wenn bei chronisch myeloischer Leukämie (CML) ein TKI der 2. Generation versagt: ICLUSIG ® (PONATINIB), TKI DER 3. GENERATION * ICLUSIG ® eröffnet die Chance auf ein schnelles, tiefes und dauerhaftes Ansprechen. Schnell: 2,8 Monate mediane Zeit bis zum Erreichen des MCyR bei CP-CML Patienten 1 Tief : 40 % der CP-CML Patienten erreichen im 5-Jahres-Update ein MMR (30% MR4, 24 % MR4.5) 1 Dauerhaft : 82 % der CP-CML Patienten behielten das MCyR für einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren bei 1 Die entsprechende FKI finden Sie an anderer Stelle in diesem Medium. *Iclusig ® ist indiziert bei erwachsenen CML Patienten in der chronischen Phase, akzelerierten Phase oder Blastenkrise, die behandlungsresistent gegenüber Dasatinib bzw. Nilotinib sind, die Dasatinib oder Nilotinib nicht vertragen und bei denen eine anschließende Behandlung mit Imatinib klinisch nicht geeignet ist, oder bei denen eine T315I-Mutation vorliegt. 2 CP-CML = chronisch myeloische Leukämie in der chronischen Phase; MMR = gutes molekulares Ansprechen; MR4 = tiefes molekulares Ansprechen von 4 Log 10 -Stufen; MR4.5 = tiefes molekulares Ansprechen von 4.5 Log 10 -Stufen; MCyR = gutes zytogenetisches Ansprechen. Referenzen: 1. Cortes JE et al. Blood 2018; 132 (4): 393–404. 2. Iclusig ® (Ponatinib). Aktuelle Fachinformation (September 2018). Fachkurzinformation siehe Seite 26 © 2018 Incyte Biosciences Austria GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Erstellungsdatum: Oktober 2018, AT/ICLG/P/18/0036 REGAIN CONTROL, MAINTAIN CONTROL

ASCO GI 2019 15 FOTO: ASCO/TODD BUCHANAN Fünf neue GI-Studien aus San Francisco Die ASCO hat fünf Studien beim Gastrointestinal Cancers Symposium ausgewählt, die besondere Beachtung verdienen, darunter Ergebnisse mit stereotaktischer Radiotherapie beim frühen Leberzellkarzinom und adjuvanter HIPEC beim Kolonkarzinom. Von Mag. Anna Egger Ösophagus Bei lokal fortgeschrittenen Adenokarzinomen des Ösophagus (LA-EAC) und gastroösophagealen Übergangs (GEJ) ohne pathologisch komplette Remission (pCR) nach neoadjuvanter Radiochemotherapie und R0-Resektion erwies sich adjuvantes Durvalumab als effektiv (Mamdani H et al., Abstract 5). In einer multizentrischen Phase-II-Studie erhielten 24 Patienten innerhalb von einem bis drei Monaten nach Mamdani präsentiert vielversprechende Daten mit adjuvantem Durvalumab beim Ösophaguskarzinom. der Operation adjuvantes Durvalumab über bis zu zwölf Monate. Nach 14,5 Monaten Follow-up lag das 1-Jahres-rezidivfreie-Überleben (RFS) bei 79,2 Prozent. Nach 26 Monaten betrug die RFS-Rate 67,9 Prozent. 5/24 Patienten beendeten die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen, weitere 6/24 aufgrund eines Rezidivs. Bei jeweils einem Patienten kam es zu Pneumonitis, Hepatitis bzw. Kolitis im Ausmaß von Grad 3. Höhergradige Nebenwirkungen traten nicht auf. „Die Ergebnisse sind sehr vielversprechend für diese Hochrisikopopulation“, kommentiert Erstautorin Dr. Hirva Mamdani, Indianapolis, Indiana. Leber Bei Patienten mit hepatozellulärem Karzinom (HCC) im Frühstadium resultierte die stereotaktische Radiotherapie (SBRT) in hoher anhaltender lokaler Kontrolle (91,5 bzw. 82,6% nach ein bzw. fünf Jahren) unabhängig von der Tumorgröße (0,5–18cm). Das zeigte eine gepoolte Analyse von 310 Patienten aus zwei nordamerikanischen Zentren nach median 19,9 Monaten Follow-up (Mathew AS et al., Abstract 350). Eingeschlossen wurden Patienten mit einem Stadium I bis IIIA (UICC/AJCC 7 th Edition), die mit SBRT (≥4,5 Gy/Fraktion) behandelt wurden. 60 Pro zent der Patienten hatten mindestens eine Therapielinie vor der SBRT erhalten und bei 40 Prozent erfolgte die SBRT einer Läsion, die nach Therapie wieder aufgetreten war. Bei Anwendung der Breath-Hold-Immobilization-Technik war die lokale Kontrolle signifikant verbessert. Das Gesamtüberleben war mit einer 3-/5-Jahres-OS-Rate von 37,9/23,5 Prozent besser als in historischen Kontrollgruppen nach transarterieller Chemoembolisation (TACE) und vergleichbar mit jenem, das bei anderen ablativen Therapien berichtet wird, so die Autoren. Bei einem kleinen Teil der Patienten verkleinerte sich der Tumor so, dass bei 26 eine Lebertransplantation durchgeführt werden konnte. Deren medianes Überleben ist noch nicht erreicht (3-Jahres-OS 92%). Eine randomisierte multizentrische Phase- II-Studie mit adjuvantem Tecemotid/Cyclophosphamid (n=79) vs. Placebo (n=42) nach R0/R1-Resektion von hepatischen Kolorektalkarzinom-Metastasen verfehlte ihren primären Endpunkt eines verbesserten RFS. Es zeigte sich sogar ein numerisch schlechteres Outcome gegenüber Placebo (RFS 6,1 vs. 11, 4 Monate; Schimanski CC et al., Abstract 480). Bei Tecemotid handelt es sich um eine MUC1-Antigen-spezifische Vakzine. Das 3-Jahres-OS belief sich auf 69,1 vs. 79,1 Prozent im Verum- vs. Placebo-Arm. Das mediane OS lag bei 62,8 Monaten mit Tecemotid und wurde im Placebo-Arm bislang nicht erreicht (p=0,214). Den Autoren zufolge ist das Überleben in beiden Armen sehr hoch, was sie mit einem sorgfältigen Staging und engmaschigen Kontrollen erklären. Hinsichtlich RFS und OS fanden sich keine Unterschiede für Patientengruppen mit unterschiedlichen MUC1-Expressionslevels. Ein Todesfall im Tecemotid-Arm aufgrund eines Merkelzellkarzinoms wurde vom Prüfarzt als potenziell Vakzinierungs-bedingt eingestuft. Kolon Bei Patienten mit c/pT4- oder perforierendem Kolonkarzinom und kurativer Resektion resultierte eine adjuvante hypertherme intraperitoneale Chemotherapie (HI- PEC) nicht in einem verbesserten Peritoneal-Metastasen-freiem Überleben (PM- FS) nach 18 Monaten (81 vs. 76%, HR 0,86; Klaver CEL et al., Abstract 482). Das Studienprotokoll bestand aus einer simultanen HIPEC bei Resektion des Primärtumors sowie einer adjuvanten HIPEC nach fünf bis acht Wochen (nur im experimentellen Arm) gefolgt von systemischem CAPOX oder FOLFOX über sechs Monate. Zur Anwendung kam ein bidirektionales HIPEC-Protokoll, bestehend aus intravenösem 5-FU/Leucovorin und intraperitonealem Oxaliplatin. Bei 87 von 99 im experimentellen Arm operierten Patienten wurde schließlich eine adjuvante HIPEC durchgeführt. Zwölf kamen dafür aufgrund intraoperativer Befunde (v.a. Peritoneal- und/oder Lebermetastasen) nicht mehr infrage. Die Kontrollgruppe bestand aus 102 Patienten. Beim Hochrisiko-Kolonkarzinom im Stadium III erwies sich S-1/Oxaliplatin (SOX) nicht überlegen gegenüber Tegafur-Uracil (UFT)/Leucovorin als adjuvante Chemotherapie (n=966; Takahashi T et al., Abstract 484). Das 3-Jahres-krankheitsfreie-Überleben (DFS) betrug 62,7 vs. 60,6 Prozent im SOX- Vs. UFT/LV-Arm (HR 0,9; p=0,278). SOX schien allerdings bei Stadium-IIIC- (HR 0,82) und N2b-Tumoren (HR 0,76) effektiver zu sein, so die Autoren. < 3:2019

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