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krebs:hilfe! 03/2019

NEU ZUGELASSEN IMFINZI

NEU ZUGELASSEN IMFINZI ® – DIE IMMUNTHERAPIE BEI STADIUM III NSCLC * Beispiellose Verlängerung von OS und PFS für Patienten mit PD-L1 ≥1% nach definitiver RCT ‡1 Enable the immune system. 2 RECOGNISE. RESPOND. AT-2018; 09/2018 Fachkurzinformation siehe Seite 26 NSCLC: nicht kleinzelliges Lungenkarzinom; RCT: Radiochemotherapie; ‡ im Vergleich zu Placebo * IMFINZI ® ist angezeigt als Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen, inoperablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) bei Erwachsenen, deren Tumoren PD-L1 in ≥ 1% der Tumorzellen exprimieren und deren Krankheit nach einer platinbasierten Radiochemotherapie nicht fortgeschritten ist. 1 Referenzen: 1. IMFINZI ® Fachinformation. 2. Stewart R et al. Identification and characterization of MEDI4736, an antagonistic anti-PD-L1 monoclonal antibody. Cancer Immunol Res. 2015;3(9):1052-1062.

EDITORIAL Unsere Gesundheitspolitik macht krank Die Lebenserwartung der ÖsterreicherInnen liegt bei 81,8 Jahren: Frauen leben mit 84,1 Jahren deutlich länger als Männer, die in Österreich nur 79,3 Jahre alt werden. Wir sind damit auf Platz 8 innerhalb der 28 EU- Staaten. Gut? Nein! Denn in der Statistik der Lebensjahre ohne Einschränkungen der Aktivitäten – also den „gesunden“ Lebensjahren – liegt die Österreicherin mit 57,1 Jahren an viertletzter Stelle und die Männer mit 57 Jahren an fünftletzter Stelle innerhalb der EU-Länder. Zum Vergleich: In Schweden leben Frauen und Männer 73 Jahre lang ohne Einschränkung der Aktivitäten. Diese Zahlen sind für unser Land und vor allem für unsere Gesundheitspolitik desaströs, wenn man bedenkt, dass in allen Statistiken über die Bedeutung von Lebensfaktoren die Gesundheit immer mit Abstand an erster Stelle genannt wird. Und dies gilt nicht nur für die heutige Regierung, sondern bedauerlicherweise auch für alle Vorgängerregierungen. Dabei braucht es für ein gesundes und langes Leben nur wenige Grundprinzipien: regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung, Nikotinund Alkoholabstinenz. Durch Vorsorgeuntersuchungen wie Krebsabstrich, Darmspiegelung und Mammographie kann die Krebssterblichkeit gesenkt werden. Und schließlich hätten wir da noch die HPV-Impfung, mit der wir HPV-assoziierte Krebserkrankungen ausrotten könnten, wenn die Bevölkerung besser informiert wäre über das kostenlose Kinderimpfprogramm. Das ist derzeit nicht der Fall: Weniger als die Hälfte der ÖsterreicherInnen weiß darüber Bescheid. Die Gesundheitspolitik hat mit dem Aufheben des generellen Rauchverbotes in der Gastronomie eine gesundheitspolitische Wahnsinnstat gesetzt, die jährlich 13.000 Österreicherinnen und Österreichern das Leben kostet. Die österreichische Gesundheitspolitik hat zwar das fortschrittlichste HPV-Schulimpfprogramm beschlossen, aber leider vergessen, eine Durchführungsverordnung zu erlassen, die die zuständigen SchulärztInnen zur Umsetzung dieser wichtigen Maßnahme benötigen. Die österreichische Gesundheitspolitik führt ein organisiertes Brustkrebs-Früherkennungsprogramm ein, aber verabsäumt, die wichtigsten MotivatorInnen für die Teilnahme an solchen Programmen, die Ärztinnen und Ärzte entsprechend zu informieren und zu integrieren, sodass das Programm erst jetzt – nach nunmehr über fünf Jahren – einigermaßen zu laufen beginnt. Dabei ist eine Gesundheitspolitik, die als oberstes Ziel die Verlängerung an lebenswerten und gesunden Lebensjahren in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt, kein parteipolitisches oder ideologisches Thema: Die Gesundheit ist das Wichtigste für jeden Menschen. Unsere Gesundheitspolitik fokussiert sich auf Informationskampagnen wie zum Beispiel nun für mehr Bewegung oder gegen Drogenmissbrauch in der Schule, scheut sich aber regulative Maßnahmen zu setzen, wie zum Beispiel das generelle Rauchverbot in der Gastronomie oder eine Impfpflicht, wenn schon nicht für die gesamte Bevölkerung, so doch zumindest für die Beschäftigten in den Gesundheitsberufen. Warum kann man das kostenlose Kinderimpfprogramm nicht an die Auszahlung der Prämien im Mutter-Kind-Pass verknüpfen und damit – wie jüngst beim Masernskandal zu sehen war – unsere BürgerInnen wirksam vor dieser gefährlichen Krankheit schützen? Wo bleibt die versprochene tägliche Turnstunde, um unsere Kinder wieder vermehrt an regelmäßige körperliche Aktivität zu gewöhnen? Die Gesundheit der ÖsterreicherInnen muss in den Mittelpunkt der politischen Diskussion gestellt werden. Und dabei geht es nicht um die Verbesserung der Verwaltung oder die Umbenennung von Krankenanstalten- Verbünden, sondern um nachhaltige Maßnahmen, die zu mehr gesunden Lebensjahren für alle Österreicher- Innen führen. FOTO: BARBARA KROBATH Ihre Meinung ist uns wichtig! Bitte schreiben Sie an krebshilfe@medizin-medien.at Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant Univ.-Prof. Dr. Gabriela Kornek Präsidentin von Leben mit Krebs Univ.-Prof. Dr. Paul Sevelda Präsident der Österr. Krebshilfe 3:2019

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