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Medical Tribune 44/2018

Medical Tribune

50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE JUBILÄUM 50 JAHRE 50. Jahrgang j Nr. 44 j 1. November 2018 Medizin Medien Austria j www.medonline.at j Medical Tribune Österreich Kassenreform: Heiß umfehdet, wild umstritten Die Bundesregierung hat die umstrittene Reform des Krankenkassensystems ohne große Änderungen durchgezogen. Allen voran wurde somit im Ministerrat eine Zusammenlegung der Sozialversicherungsträger von 21 auf fünf beschlossen und der Vorsatz bekräftigt, dadurch bis 2023 eine Milliarde Euro einsparen zu können. Die Kritik daran will aber nicht verstummen. Auch in der Ärztekammer hält sich die Euphorie über den Gesetzesentwurf, der nun im Nationalrat behandelt werden muss, gelinde gesagt, in Grenzen. Medical Tribune gibt einen Überblick über den Status quo, die wichtigsten Argumente der Kritiker sowie das weitere Prozedere. ▶ SEITE 3 Thrombektomien häufiger möglich Bis zu 16 Stunden nach dem Schlaganfall ist die endovaskuläre Intervention im Prinzip bei bestimmten Patienten durchführbar. Die Bildgebung kann darüber Aufschluss geben. Um Zeit zu sparen, sollten schon Rettungskräfte schwere von leichten Ereignissen unterscheiden können. Dazu laufen gerade Pilotprojekte, wie zum Welt-Schlaganfall-Tag am 29. Oktober zu hören war. ▶ SEITE 7 Anti-Aging-Medizin mit Testosteron in der Kritik GRAZER FORTBILDUNGSTAGE ■ Die Datenlage über den Nutzen und die Risiken der Hormonsubstitution sei noch sehr dünn, bemängelt ein Berliner Endokrinologe. Wird dem „Klimakterium virile“ und seinen Behandlungsmöglichkeiten zu viel Bedeutung beigemessen? Beim organischen Hypogonadismus stehen Nutzen und Notwendigkeit einer Testosterontherapie außer Zweifel. Das sieht auch Prof. Dr. Sven Diederich, Medicover Berlin-Mitte MVZ, so. Das sei allerdings ein sehr seltenes Krankheitsbild, sagte er bei den Grazer Fortbildungstagen. Den offensiven Hormoneinsatz beim altersassoziierten, funktionellen Hypogonadismus sieht Diederich hingegen kritisch. Vor leichtfertigen Anti-Aging-Versprechungen warnt er ausdrücklich und empfiehlt, sich bei Verdacht auf einen Altershypogonadismus an den Leitlinien und der Evidenzlage zu orientieren. Demnach soll der Testosteronwert bei älteren Männern beispielsweise auch nur bestimmt werden, wenn klinische Symp tome vorhanden sind. ▶ SEITE 9 Diese Woche: SCHWERPUNKT ALLGEMEINMEDIZIN ▶ Seite 9–11 ■ AUS DEM INHALT Medis als Luxusgüter Die Preisgestaltung bei Medikamenten war Thema einer emotionsgeladenen Diskussion in Wien. ▶ SEITE 4 Gestörte Nachtruhe Fragen Sie ältere Patienten, wie es ihnen tagsüber geht, um zu erfahren, ob die Schlafqualität passt. ▶ SEITE 6 Hightech für den Rücken Ottobock hilft nun auch gesunden Menschen – und träumt von Exoskeletten im Baumarkt. ▶ SEITE 8 Krankgeschrieben Um Überdiagnosen gegenzusteuern, sollten Krankheitsdefinitionen enger eingegrenzt werden, sagen zwei Kritikerinnen. ▶ SEITE 11 Nierenversagen Bei Patienten mit Nierenversagen sollte geprüft werden, was alles auf dem Rezeptblock steht. ▶ SEITE 13 Wiener haben eine Lösung Die Wiener Biotechfirma Marinomed sieht in einer Neuentwicklung enormes Potenzial. ▶ SEITE 15 FOTOS: LAFLOR / GETTYIMAGES; CARLO HASENOEHRL Bei der Brust-Vergrößerung geht Chirurg Hasenöhrl eigene Wege. „Ich wollte eine narbenfreie Brust” Anders als das Gros seiner Kollegen bevorzugt der Innsbrucker Chirurg Dr. Carlo Hasenöhrl bei der Brust-OP den axilliären Zugang. Ein von ihm mitentwickeltes Implantat eröffnet der Methode neue Perspektiven. ▶ SEITE 2 Was Reizdarm-Patienten hilft Da unter dem Begriff Reizdarmsyndrom ganz unterschiedliche funktionelle Magen-Darm-Störungen zusammengefasst werden und Laborwerte sowie Darmspiegelungen in der Regel unauffällig sind, kommt der Anamnese ein besonders hoher Stellenwert zu. Je nachdem, ob mehr die Dysfunktion des Darms oder des ZNS im Vordergrund steht, sind eher peripher oder zentral wirksame Substanzen hilfreich. Bei den Grazer Fortbildungstagen wurde ein Überblick über Erstere gegeben. Diäten können ein zusätzlicher wichtiger Behandlungsansatz sein. ▶ SEITE 10 Neues aus der Substitution In Österreich weisen rund 29.000 bis 33.000 Personen einen risikoreichen Opioid-Konsum auf. Knapp zwei Drittel davon sind in einer Opioid-Substitutionstherapie (OST). Immer mehr Patienten überleben dadurch und werden älter, berichtet Dr. Hans Haltmayer, Ärztlicher Leiter der Suchthilfe Wien sowie Beauftragter für Sucht- und Drogenfragen. Aber es gebe Luft nach oben. Denn so mancher Patient konsumiert weiter Schwarzmarktdrogen, weil er die orale OST ablehnt oder zu wenig davon profitiert. Eine „extrem interessante“ Option, um noch mehr Suchtkranke in Therapie zu bringen oder zu halten, könnte Hydromorphon i.v. sein, stellt Haltmayer zur Diskussion. ▶ SEITE 2 Senken Sie die Herzfrequenz! 50 60 80 Referenzpräparat = Procoralan ® bpm (beats per minute) SEIT SEPTEMBER 2018 GREEN BOX © iStock.com/ChubarovY, Symbolpackungen, 2018_11_Ivabradin_I_MT_01 Fachkurzinformationen auf Seite 14

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