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Medical Tribune 48/2018

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50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE JUBILÄUM • 50 JAHRE 50. Jahrgang j Nr. 48 j 28. November 2018 Medizin Medien Austria j www.medonline.at j Medical Tribune Österreich Angeklagte Ärztin setzt sich zur Wehr Dass ein Spitalsanwalt nicht gegen das Spital selbst vorgehen würde, dämmerte einer Assistenzärztin spätestens, als gegen sie Anklage erhoben wurde. Ihr alleine wird fahrlässige Tötung vorgeworfen, weil sie am 18.11.2016 eine Kopfschmerzpatientin ohne CT aus der Notfallambulanz der Barmherzigen Brüder Linz entlassen hatte, die danach an den Folgen einer Aneurysma-Ruptur verstorben ist. Die junge Ärztin suchte sich eine neue Verteidigerin, die sogleich die spitalsinternen Prozesse beanstandete – im Gegensatz zum Prüfbericht der Sanitätsaufsicht Linz. Zu dessen Zustandekommen ist außerdem ein bemerkenswertes Detail aufgetaucht. ▶ SEITE 7 Burnout ist keine Modeerscheinung So sieht es zumindest Dr. Helmut Albrecht vom Berliner Helios Klinikum Emil von Behring. Der Facharzt für Innere Medizin sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie schätzt, dass bis zu einem Drittel der Ärzte betroffen sein könnten, und erklärt, wieso gerade Ärzte, Polizisten, Feuerwehrleute und Lehrer besonders Suizid-gefährdet sind. ▶ SEITE 14 „Ich gehe in London gar nicht mehr zum Arzt“ DIGITALISIERUNG ■ Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten und erfasst auch die Medizin. Das birgt Chancen, aber ebenso Gefahren, wie ein Blick nach England zeigt. Innovationsexpertin Kirchberger warnt vor Zweiklassenmedizin. Digitalisierungs- und Innovationsexpertin Dr. Eva-Maria Kirchberger lebt und lehrt in Großbritannien. Dort erlebt sie nicht nur ein marodes Gesundheitssystem („Ich gehe gar nicht mehr zum Arzt, weil im Endeffekt dürfen die nichts mehr verschreiben“), sondern auch die Schattenseiten des Fortschritts: Fragwürdige Firmen wollen mit Chatbots die Welt erobern und Datenschutz existiert praktisch nicht mehr. Medical Tribune traf die Forscherin in Wien zum Talk über die spannendsten Entwicklungen und darüber, worauf sich Ärzte in Zukunft einstellen müssen: zum Beispiel auf einen Autoritätsverlust. Die Digitalisierung ist auch für die Plattform Patientensicherheit ein zentrales Thema. Dabei geht es unter anderem um die Sicherstellung der Versorgung in Gesundheitseinrichtungen bei einem Ausfall der EDV-Systeme, aber auch um die Fülle an Apps für Smartphones und Tablets, wo z.B. Diabetiker sensible Gesundheitsdaten hochladen, oft ohne sicher sein zu können, dass der Datenschutz gewahrt bleibt und sie ihre Werte später wiederfinden. ▶ SEITE 2–3 Diese Woche: SCHWERPUNKT HERZ-KREISLAUF ▶ Seite 9–13 ■ AUS DEM INHALT Unspezifisches Zeichen Hinter Meningismus können noch mehr Krankheiten stecken als nur Hirnhautentzündungen. ▶ SEITE 6 Pflanzenreich Die GAMED macht im Herbst auf den Nutzen der Phytomedizin bei Atemwegsinfekten aufmerksam. ▶ SEITE 8 Hyperlipidämie LDL fördert die Entstehung einer Atherosklerose. Diese kann als chronische Erkrankung gelten. ▶ SEITE 9 Chaos in der Schilddrüse Hyper- und Hypothyreosen bekommen dem Herzen schlecht. Deshalb sollte man die Therapie der Störungen rechtzeitig anpacken. ▶ SEITE 12 Unnötiger Stresstest Ein Belastungs-EKG ist bei Patienten ohne Beschwerden und mit niedrigem Risiko ohne Vorteil. ▶ SEITE 13 Tipps zu OTC-Analgetika Was können rezeptfreie Medikamente leisten und wie schaut es in Sachen Wechselwirkungen aus? ▶ SEITE 15 FOTOS: ANNA RAUCHENBERGER; TOTOJANG / GETTYIMAGES Labordiagnostik soll EU-weit dieselbe Qualität aufweisen. Diagnostika auf dem Prüfstand Die In-vitro-Diagnostika-Verordnung der EU sieht ein strengeres Verfahren für die Zulassung dieser Dia gnostika vor. Ein schrumpfendes Angebot kommerzieller Tests infolge dessen ist möglich. ▶ SEITE 5 Medikamentensucht im Fokus „Medikamentenabhängigkeit wird zu 90 Prozent durch uns Mediziner verursacht. Das ist ein besonders heikler Punkt, und wir müssen uns einfach Gedanken machen, wie wir unsere Verschreibungsgewohnheiten verändern.“ Derart selbstkritisch gegenüber der eigenen Zunft äußerte sich Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek auf den Medizinischen Tagen der Wiener Ärztekammer. Der Ärztliche Direktor des Anton Proksch Instituts klärte in Sachen Medikamentenabhängigkeit auf und meinte unter anderem: „Es gibt keinen Suchtkranken, der nicht auch eine Komorbidität hat.“ ▶ SEITE 7 Prähospitale STEMI-Therapie Bei den Grazer Fortbildungstagen gab Priv.-Doz. Dr. Hannes Alber, Leiter der Abteilung für Innere Medizin und Kardiologie am Klinikum Klagenfurt, einen Überblick darüber, was für den Hausarzt prähospital zu tun ist, wenn er einen STEMI- Patienten vor sich hat. Unfraktioniertes Heparin und Aspirin sind als Vortherapie nach wie vor Klasse-I-Empfehlungen, erklärte der Kardiologe mit Verweis auf die Guidelines der European Society of Cardiology (ECS). Auch die Studienlage zur Gabe eines zweiten Plättchenhemmers ist beim STEMI eindeutig: In einer österreichischen Registerstudie zeigte sich bei einer Vortherapie mit Clopidogrel eine Reduktion der In-hospital- Mortalität. ▶ SEITE 10 Das starke Duo für die Knochen! Vitamin D3 & K2 Exklusiv in Apotheken www.multi.at © iStock.com/Jacob Ammentorp Lund, Symbolpackung, 2018_11_MDK_I_MT_01 Fachkurzinformationen auf Seite 14

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